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Kleiner Wasserfrosch

Diese Art benötigt vielfältige Lebensraumstrukturen

Kleiner Wasserfrosch  Bild: Holger Duty

Der Kleine Wasserfrosch ist dem See- und Teichfrosch ähnlich

Die Weibchen dieser Wasserfroschart sind etwas größer als die Männchen. Die Färbung der Tiere reicht von grasgrün über blaugrün bis bräunlich. Der Rücken des Weibchens hat schwarze, der des Männchens scharf begrenzte braune Flecken. Leicht zu verwechseln ist der Kleine Wasserfrosch mit Seefrosch und Teichfrosch.


Er ist im Bundesland Salzburg eine seltene Amphibienart

Seine spärlichen Vorkommen in Salzburg beschränken sich fast ausschließlich auf das Gebiet westlich von Zell am See. Der höchstgelegene Fundort Österreichs wird im „Atlas zur Verbreitung und Ökologie der Amphibien und Reptilien Österreichs " mit Hollersbach auf 800 m ü.d. M., der niedrigste dagegen auf 200 m ü.d.M. vom Neusiedlersee beschrieben. Der Kleine Wasserfrosch bevorzugt kleinere, stehende, nährstoffarme Gewässer mit üppiger Vegetation und heterogener Strukturierung sowie deren Umfeld. Die Art ist oft in Waldweihern, Erlenbruch- und Auwäldern, Hochmoorrandbereichen, wassergefüllten Gräben sowie größeren Wäldern zu finden. Sie bevorzugt ebenes oder südexponiertes Gelände. Wichtige Biotopstrukturen im Landlebensraum sind Ufergehölze, Hecken, Waldränder, Wegraine und lichter Baumbestand.

Die Einwanderung in die Laichgewässer erfolgt bereits im März, die Paarungsaktivitäten beginnen Ende April/Anfang Mai. Die Weibchen produzieren pro Saison etwa 600-3000 Eier, die als kleine bis mittelgroße Ballen abgesetzt werden und auf den Boden absinken.
Die Kaulquappen halten sich gerne in den Flachwasserbereichen der Gewässer auf. Die Entwicklung dieser Art ist im Zeitraum zwischen Juli bis September abgeschlossen. Die Tiere überwintern an Land.


Der Kleine Wasserfrosch gilt österreichweit, ebenso wie in Salzburg, als stark gefährdet.

Die Entwicklung der Bestandessituation ist nach Angaben von GOLLMANN (2007) schwach negativ.die Wasserfroschareale gelten als gleich bleibend. Die Verfügbarkeit der Habitate ist extrem positiv, die Habitatentwicklung sehr stark rückgängig. Über Zuwanderung von Individuen aus fremden Populationen ist nichts bekannt.

Hauptgefährdungsursachen sind der Verlust geeigneter Gewässer, die Intensivierung der Landwirtschaft : Überdüngung, Verlust von Lebensraumstrukturen wie Beseitigung von Hecken und Gebüschen bei Grundzusammenlegung und Beseitigung des wichtigen Waldmantelsaums durch Heranmähen bis an den Baumbestand.  Er ist auch durch Gewässerverschmutzung und Zerstörung der Ruf- und Fortpflanzungsgewässer gefährdet.

Durch das sympatrische Vorkommen mit dem Teichfrosch gibt es nach Angaben obigen Autors Hybridisierungen mit diesem. Diese triploiden Formen (mit 3fachem Chromosomensatz statt doppeltem Chr.) leben mit den Seefröschen

In Salzburg ist diese Art landesweit geschützt (Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung); auch EU-weit genießt sie einen Schutz durch die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-RL)).

Ruf des Kleinen Wasserfrosches

Literatur




Weiterführende Links

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Liste

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Berner Konvention

Stickstoffeintrag durch übermäßige Düngung

Reptilienlebensraum Magerwiese

Amphibiensterben und Klimawandel

Biodiversität in Österreich

Biogeographische Regionen

Umweltbundesamt

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Rückfragen: Mag. Michael Hubka