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Grasfrosch

Grasfrösche sind eine weit verbreitete Froschlurchart

Der Grasfrosch- eine bei uns häufige Amphibienart Foto: M.Kyek

Diese Lurchart ist leicht erkenntlich

Sie erreicht eine Größe von etwa 7-11 cm, besitzt einen etwas plumpen Körper und eine kurze, abgerundete Schnauze. Die Augen sind relativ groß, die Pupillen waagrecht elliptisch, das Trommelfell erreicht etwa 3/4 des Augendurchmessers. Grasfrösche sind dunkel- bis rötlichbraun gefärbt und besitzen zur besseren Tarnung zahlreiche dunkle bis schwarze Flecken.

Grasfrösche sind europaweit verbreitet

Das Verbreitungsgebiet des Grasfrosches erstreckt sich über ganz Europa mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel, wo er nur den äußersten Norden besiedelt. In Italien wird seine Verbreitung durch den nördlichen Apennin begrenzt, in Griechenland trifft man ihn nur im nördlichen Mazedonien. In Österreich ist sein Verbreitungsgebiet außerpannonisch, d.h. er besiedelt alle Landesteile mit Ausnahme der östlichen Flach- und Beckenlagen. Seine Vertikalverbreitung erstreckt sich von 200 m bis etwa 2800 m, wie z.B. im Nationalpark Hohe Tauern.

Ihre Lebensräume sind Feuchtwiesen, Niedermoore, Sümpfe, Bruchwälder, Streuobstwiesen, Laub- und Nadelmischwälder angenommen. Bevorzugte Strukturen innerhalb der genannten Lebensräume sind Feldgehölze, Lichtungen, Waldränder, Schluchten, Klammen sowie lockere Baumbestände. Die Standorte sind meist durch eine mäßig bis üppig entwickelte Krautschicht charakterisiert. Die aquatischen Lebensräume des Grasfrosches sind Stillgewässer unterschiedlichster Art, wie beispielsweise Tümpel, Teiche, Moorgewässer und Wassergräben. Als Laichstellen werden sonnenexponierte Flachwasserbereiche bevorzugt.


Zur Paarung wandern sie zu ihrem Geburtsgewässer

Wie andere Lurcharten wandern Grasfrösche zur Paarung und Laichablage zu ihrem Geburtsgewässer; der Mechanismus dieses Wanderungsverhaltens ist wenig erforscht und bislang unbekannt. Die Wanderung zum Laichgewässer erfolgt in Mitteleuropa zwischen Februar und April. Die Weibchen setzen ein bis zwei Laichballen ab, die 700-1400 Eier enthalten. Nach 10 bis 14 Tagen schlüpfen die Larven; die Kaulquappenentwicklung dauert in Mitteleuropa witterungsbedingt von Mitte Juni bis etwa Oktober. Grasfrösche werden bereits im darauffolgenden Jahr geschlechtsreif.

Grasfrösche fressen verschiedene Insekten wie Laufkäfer, Heuschrecken, verschiedene Hautflügler, Asseln und Spinnen. Ihre Feinde sind hauptsächlich Vögel wie Störche und verschiedene Greifvogelarten, aber auch Schlangen, Forellen und einige Säugerarten wie z.B. Dachs, Fuchs und Marder.

Gefährdungsursache ist eine Gefährdung ihrer Lebensräume

Die Entwicklung der Bestände und die Arealentwicklung sind gleich bleibend. Die Habitatverfügbarkeit dieser Art ist extrem hoch, während die Entwicklung der Habitatsituation stark negativ ist. Der Arealverlust ist gering;  Zerstörung von Laichgewässern und Veränderung der Lebensräume können regional gravierende Bestandsrückgänge und lokale Popuationsverluste bewirken. So wird der Grasfrosch für Österreich als gefährdet eingestuft (Tiedemann & Häupl 1994).Schutzmaßnahmen für diese Art sind nach Angaben von GOLLMANN (2007) die Sicherung der Wanderstrecken und Renaturierung der Laichgewässer. In Salzburg gehört diese Art zu den vollkommen geschützten Tierarten (Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung) und genießt auch europarechtlich einen EU-weiten Schutz (FFH-RL).

Ruf des Grasfrosches:

Literatur




Weiterführende Links

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Liste

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Berner Konvention

Stickstoffeintrag durch übermäßige Düngung

Reptilienlebensraum Magerwiese

Amphibiensterben und Klimawandel

Biodiversität in Österreich

Biogeographische Regionen

Umweltbundesamt

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Rückfragen: Mag. Michael Hubka