Alpensalamander
Sie sind feuersalamanderähnliche Schwanzlurche
Alpensalamander sind feuersalamanderähnlich,aber kleiner und schlanker.Die Männchen sind mit einer Gesamtlänge von ca. 14 cm etwas kleiner als die Weibchen. Seine Oberseite ist einheitlich lack- bis braunschwarz, seine Unterseite bleigrau gefärbt.

Alpensalamander (c) G. Nowotny
Die Lebensräume des Alpensalamanders müssen naturbelassen sein
Das Hauptverbreitungsgebiet liegt im alpinen Bereich, im nördlichen Voralpengebiet, dem nördlichen Granithochland und inneralpinenTallandschaften. (Naturräumliche Gliederung) Den Alpensalamander kann man hauptsächlich in Höhenlagen zwischen 500 und 2500 m antreffen. Sie leben bevorzugt in feuchten Wäldern, an Waldränder und Lichtungen, in Schluchten, Klammen, Wiesen und Wegrainen sowie lichten Baumbeständen. Oberhalb der Waldgrenze lebt er in Zwergstrauchheiden, auf Almen und teilweise in Felsfluren. Tagesverstecke sind unter Steinplatten, Totholz und in aufgelassenen Kleinsäugerbauten, die auch als Winterquartiere benutzt werden. Die Nahrung des Alpensalamanders besteht aus Insekten, Spinnen, Käfer- und Fliegenlarven, Regenwürmern, Schnecken, Doppelfüßern und Asseln. Natürliche Feinde sind verschiedene Vögel wie Alpendohlen, daneben auch Kreuzottern sowie Alpenspitzmäuse.
Alpensalamander sind lebendgebährend
Die Paarungen dieser Amphibienart finden an Land und abhängig von der Meereshöhe zwischen Mai und Ende Juli statt. Bemerkenswert ist, dass die Samen nach der Begattung in einer Samentasche bis zu zwei Jahre aufbewahrt werden können. Als besondere Anpassung an das raue Gebirgsklima werden lebende, lungenatmende, voll ausgebildete Junge geboren. Der Nachteil dieser Strategie ist, dass im Jahr wenig Nachkommen geboren werden. Entscheidender Vorteil ist jedoch, dass die Tiere kein Laichgewässer brauchen, sondern unabhängig von Gewässern wurden.
Sie sind gefährdet und daher besonders geschützt
Laut Roter Liste der gefährdeten Tierarten Österreichs (Tiedemann & Häupl 1994) gehört der Alpensalamander zu den gefährdeten Arten. Nach GOLLMANN (2007) ist die Bestandesentwicklung der Art stark negativ, die Areale mäßig eingeengt. Die Habitatverfügbarkeit der Art ist positiv, die Habitatentwicklung schwach negativ. Negativer, anthropogener Einfluss scheint nicht gegeben; bezüglich der zuwanderung aus lebens-und vermehrungsfähigen, fremden Populationen ist nichts bekannt; eine Abnahme ist nicht zu erwarten. Alpensalamander benötigen akuten Schutz.Für diese Art laufen derzeit keine adäquaten Schutzprogramme (Nationalpark, Naturschutzgebiet, Management und Monitoring)Maßnahmen zumr Erforschung dieser Art, der Lebensraumerhaltung und Management haben oberste Priorität.
In Salzburg ist diese Art vollkommen (Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung und auch der FFH-Richtlinie der EU) europaweit eschützt.. Durch die hervorragende Anpassung hinsichtlich der Fortpflanzung scheinen Alpensalamander derzeit in Salzburg keine besonderen Schutzstrategien zu benötigen.
Weiterführende Links
Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung
Rote Liste gefährdeter Tierarten
Ursachen für die Gefährdung der Tiere
Stickstoffeintrag durch übermäßige Düngung
Reptilienlebensraum Magerwiese
Amphibiensterben und Klimawandel
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