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Titelleiste für Themengebiet "Hecke"

Naturschutz im Garten

Der Garten als Lebensraum für Pflanzen und Tiere

Tagpfauenauge auf Apfelbaum Bildquelle: www.pixelio.de Hummel auf Nahrungssuche  Bildquelle: www.pixelio.de
Tagpfauenauge Bildquelle:www.pixelio.de Hummel auf Nahrungsuche Bildquelle: www.pixelio.de

Durch geeignete Maßnahmen läßt sich eine Blumenvielfalt schaffen.

Blumenwiesen schafft man durch Veränderung des Mähverhaltens . Am besten ist es, wenn Sie den den Rasen nur dort kurz halten, wo Sie sich häufig bewegen oder aufhalten; die so entstehenden Blumeninseln werden erst nach der Blüte gemäht . Das Einpflanzen von Zwiebeln verschiedener Frühlingsblühern wie Schneeglöckchen, Frühlingsknotenblume, Blau- und Gelbstern, Krokus oder Narzissen erhöht die Vielfalt der sich zunächst einstellenden "Allerweltspflanzen" wie Gänseblümchen oder Löwenzahn Dabei sollten Sie die Zwiebel dreimal tiefer setzen als ihre Größe beträgt. Margerite, Flockenblume, Schafgarbe, Hornklee, Glockenblumen, usw. werden gepflanzt oder eingesät. Dazu sollten Sie die vorhandene Grasnarbe aufreißen und entfernen.

Die Blumen einer Blumenwiese sollen nicht nur bis zur Blüte, sondern auch zur Samenreife gelangen, die Mahd wird sich auf zwei- bis dreimal pro Jahr beschränken. Damit erhalten Sie die Blütenvielfalt einer Wiese; .  Zur Erhaltung dieser Blütenvielfalt sollten Sie keinen Dünger verwenden. Stickstoffzufuhr fördert widerstandsfähige Gräser undKräuter und verdrängt die bunten Blumen in den Hintergrund. Die Verwendung von Torf anstelle  bei Anlage des Gartens schädigt die Moore. Bitte verwenden Sie stattdessen Kompost oder Gartenerde ohne Torf (stattdessen mit Torfalternative Xylit) als Ersatz.

Zum Thema "Kompostierung" sehen Sie bitte auch die Kompostfibel

Weitergehende Informatonen auch auf den Seiten der Abteilung Umweltschutz

Kompostierung für Fortgeschrittene

Eine Arten- und Strukturvielfalt der Gartenhecke ist Lebensraum und Nahrungsquelle für Tiere

    Zierkoniferen wie Thujen, Scheinzypressen oder Wacholderarten schaffen zwar blickdichte Einfriedungen, tragen aber zur biologischen Vielfalt im Garten kaum etwas bei.Thujen und Scheinzypressen sind Neophyten und stammen aus Nordwestamerika. Sie sind weder Nahrungsquelle für Insekten, Vögel und dgl noch bieten sie Nistmöglichkeiten für Vögel oder Unterschlupf für alle Arten von Heckenbewohnern.

Die Verwendung heimischer Gehölze erhöht die biologische Vielfalt . Verschiedene Sträucher blühen zu verschiedenen Zeiten und Wildfrüchte und bereichern den Speisezettel der Tiere. Im belaubten Zustand bieten Hecken Sichtschutz . Sträucher  mit giftigen Blättern oder Früchten wie Goldregen, Liguster und andere sind für Kinder gefährlich. Sie sollten sie erst pflanzen, wenn die Kinder älter und vernünftiger sind. Manche Sträucher sind Zwischenwirte von Pilzkrankheiten an Kulturpflanzen. Für den Schwarzrost als Parasit auf Getreide ist dies die Berberitze; Wacholder ist Zwischenwirt für Birnengitterrost.

Thujenhecke - ein Negativbeispiel für eine Gartenhecke

Rote Wegschnecke - der Plagegeist vieler Gärtner

Thujenhecke: ein typisches Gegenbeispiel für eine Gartenhecke

Pflanzen- und Tiervielfalt im Garten erhöht die Sicherheit gegenüber Schädlingen.

   Die Schaffung eines vielfältiges Pflanzen- und Tierlebensraumangebot im Garten verringert die Probleme mit Schadorganismen. In der Regel gibt es für jeden "Schädling" eine einen oder mehrere natürliche Gegenspieler. Der Garten sollte Unterschlupf für Kröte, Blindschleiche und Igel bieten. Diese Tiere sind Schneckenvertilger. Das Auslegen von Holzwolle ist bei der Bekämpfung der Nacktschneckenplage hilfreich. Nacktschnecken legen dort ihre Eier ab; durch Verbrennen die Holzwolle nach der Eiablage werden die Gelege vernichtet und die Schneckenbrut unterbunden.  Als natürlicher Feind ist auch die Weinbergschnecke, zu nennen, da sie die Gelege der Nacktschnecken frisst. Nacktschnecken sind aus Spanien hinzugekommene Neozoen (neue Tiere in unserer heimischen Tierwelt). Sie haben kaum Fressfeinde, da sich eine Räuber -  Beutebeziehung in dieser relativ kurzen Zeit nicht entwickeln konnte.
Der Ohrwurm, die Larven von Florfliege und der Marienkäfer sind natürliche Feinde der Blattläuse. Sie legen in Nestern unter der Erde ihre Eier ab. Das 3. und 4. Larvenstadium verbringen sie auf Bäumen. Man kann sie durch Aufhängen von Blumentöpfen als Schlafplatz unterstützen. Hängen Sie bitte dazu mit Holzwolle gefüllte Blumentöpfe auf Bäumen, im Gebüsch und auf den betroffenen Pflanzen verkehrt auf.

Florfliege und Marienkäfer benötigen geeignete Winterquartiere. Die Adulttiere (erwachsene Tiere) profitieren von einem reichhaltigen Nektarangebot. Vermeiden Sie bitte den Einsatz verschiedener Gifte im Garten, sondern schaffen bitte Artenvielfalt der verschiedensten Organismen. Gifte schaden auch den Nützlingen im Garten. Nützlinge sind Marienkäfer, Florfliege, Ohrwürmer, Schmetterlinge, Vögel, Reptilien, Amphibien und insektenfressende Säuger.

Maßnahmen gegen die Schneckenplage

Vögel sind eine Bereicherung der Gärten

Gärten sind in der vom Menschen gestalteten Umwelt oft Zufluchtsorte für die verschiedenen Vogelarten, die keine Kulturfolger sind; Kulturfolger sind  Tiere, die bevorzugt in der Nähe menschlicher Siedlungen zu finden sind. Ein Beispiel für eine solche Vogelart sei der Haussperling  ("Spatz") genannt.

Als Gartenvögel findet man man die Generalisten unter den Vögeln. Spezialisten sind nicht so stark an das Vorhandensein spezieller Strukturen gebunden. Im Garten kommen Arten wie Amseln, Mönchsgrasmücken und Kohlmeise vor.  Grün - und Buchfinken sowie Haus- und Gartenrotschwanz, sind ebenfalls typische Gartenbewohner. Je nach Beschaffenheit und Ausstattung der Umgebung ist die eine oder andere Art mehr verschieden stark vertreten.

Vögel brauchen zum Überleben vielfältige Strukturen und ein reiches Nahrungsangebot. Wichtige Lebensraumelemente sind Bäume, Sträucher und Hecken; Tümpel mit bewachsenen Ufern werden als Lebensraum gerne angenommen. Bäume und Sträucher dienen sowohl als Nist- als auch als Nahrungshabitat, aber auch zum Schutz und Deckung vor Feinden.  Amseln, Stare und Grasmücken ernten die Beeren des schwarzen Holunders ("Holler").

Vögel nehmen gerne folgende heimische Sträucher als Wohnort ("Vogelgehölze") an : Solche Gehölze sind der Apfelbaum, die Heckenkirsche, Berberitze, Brombeere, Rotbuche,Gewöhnlicher und Wolliger Schneeball, Hainbuche, Mehlbeere, Holunder ("Holler"), Heckenrose, Pfaffenhütchen, Hartriegel, Felsenbirne und Eberesche ("Vogelbeere").

Vögel schätzen mit Vielfalt ausgestattete Gärten

Vögel finden sich in Gärten, die mit vielfältigen Pflanzen- und Tierarten ausgestatteten sind.  Ungemähte, blumenreiche Gartenwiesen sind Lebensraum für viele Insekten, die vielen Vögeln als Nahrung dienen. Vögel meiden kurz gehaltene, artenarme, Rasen, aber auch Thujenhecken und andere, artenarme Gehölze. als Lebensraum.  Sie schätzen  Wiesenmischungen mit reichhaltiger Blumenausstattung. Klatschmohn, Wilder Karde, Flockenblumen, Goldrute, Kamille, Mädesüß, Löwenzahn, Brennnessel und Veilchen kommen hier vor.  Höhlenbrüter wie z.B. Stare, Meisen, Kleiber, und Gartenrotschwanz nehmen Nistkästen gerne an;  Fressfeinde und Nesträuber dürfen diese nicht unerreichen können.

Näher am Boden brütende Arten wie Zaunkönig, Rotkehlchen oder Grasmücken nutzen den Schutz von Brombeersträuchern, Brennnesseln oder Reisighaufen.

Zaunkönig beim Füttern seiner Jungen

Die verschiedenen, im Garten vorkommenden Vögel benützen Vogeltränken oder natürliche Lachen gerne zum Trinken und Baden . Der Vogelfreund findet diese käuflich zu erwerbenden Vogeltränken im Bau- und Gartenfachhandel. Die verwendete Schale sollte nicht zu leicht sein, sollte aber auch keine glatten und steilen Wände aufweisen.

Überwinternde Arten wie z.B. Gimpel, Stieglitz, Erlenzeisig, Bergfink verschiedene Meisenarten nehmen wegen der Schneedecke die Winterfütterung gerne an. Das Futterhäuschen sollte geschützt, in der Nähe einer Hecke oder Strauches aufgestellt werden, um bei drohender Gefahr den Vögeln Deckungsmöglichkeit zu bieten.

Mit relativ einfachen Mitteln lassen sich vogelfreundliche Hausgarten gestalten, damit die verschiedensten Arten geeignete Lebensbedingungen vorfinden,

Verschiedene Sträucher im Garten sind im Frühjahr von einem Gespinst überzogen

Traubenkirschenspinner und Co heissen sie, die massenhaft auftretenden kleinen weissen Raupen, die das Laub der Sträucher wie Traubenkirschen, Pfaffenkäppchen usw. abfressen. Zuvor werden sie mit einem zähen, dichten Gespinst umhüllt.

Durch diese Gespinste sterben die betroffenen Sträucher  nicht ab. Etwa um den Johannistag verschwinden diese Gespinste wieder. Einige verschmutzte,durchnässte bleiben zurück. Der Strauch treibt rascher und üppiger als beim Erstaustrieb aus, rascher und oft sogar üppiger als beim Erstaustrieb im Frühling.  Der Strauch hat keinen Schaden erlitten.

Deshalb sollte man die betroffenen Gehölze nicht umschneiden. Sie sind Lebensraum für wichtige Florenelemente und ideale Brutplätze für heckenbrütende Vögel. Überwinternde Kleinsäugetiere und Vögel nehmen zurückgebliebene Beeren gerne an.

G. Friese

Igel suchen Gärten als Winterlebensraum auf

Igel sind Bewohner reichstrukturierter und kleinräumiger Landschaften. Für sie wichtige Strukturen sind Hecken, Gebüsche, naturnahe Gärten, außerdem Bäche und Waldränder.

Igel halten von etwa Ende November / Anfang Dezember bis Ende März / Mitte April Winterschlaf. Tiere, die im November mehr als 500 Gramm wiegen, haben gute Chancen, den Winter im Freiland zu überleben. Junge Igel, die Mitte Oktober erst 400 Gramm wiegen können, nehmen sehr rasch zu. Bei kalter Witterung kann man mit Hunde- oder Katzenfutter zufüttern, das die Tiere dank ihrer guten Nase leicht finden.

Wichtig ist vor allem, dass ausreichend Überwinterungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Mehrere Igelgeschwister können gemeinsam ein Winterschlafnest.benutzen. Naturliebhaber  stellen in den Gärten frostsichere Winterquartiere wie Reisig-, Laub- oder Steinhaufen, und Zugänge zu Hütten bereit. Igel brauchen im Sommer sichere Tagesverstecke. Ein hohler Stammabschnitt in einem störungsfreien Garteneck dient ebenfalls als Lebensraum.

Gärten mit kurzgeschnittenen Zierrasen, naturfernen Nadelgehölzbepflanzung und Thujen haben mancherorts bereits zu einem kleinräumigen Verschwinden des Igel geführt. Die Verwendung von Pestiziden (z.B. Schneckengift!) wirkt sich negativ auf den Igelbestand aus, da  die Tiere die Giftstoffe über die Nahrung aufnehmen.

Gartenteiche sind Lebensraum für die verschiedensten Organismen

Die Anlage eines Tümpels bzw. Teichs ist für jeden Garten eine Bereicherung. Ein paar Quadratmeter genügen meist schon, um sich einen Teich mit reichlich blühenden Pflanzen anzulegen. Dieses "Biotop", wird so zur Heimstätte für Wasserpflanzen, Insekten und Vögel.

Gartenteiche sollten nicht unter Büschen und Bäumen angelegt werden, damit die vorhandenen Wasserpflanzen wie Teich- und Seerosen genügend Licht haben; verstärkter Laubeintrag trägt zu einer Veralgung bei. Seerosen benötigen mindestens 6 Stunden Sonne täglich, um schöne Blüten zu entwickeln.

Es ist empfehlenswert, Gartenteiche nicht in unmittelbarer Nähe zum Wohnhaus bzw. an gut einsehbarer Stelle anzulegen, da Wasserflächen für Kinder äußerst anziehend und interessant wirken, aber eine große Gefahr darstellen.

Bei der Anlage des Gartenteichs ist darauf zu achten, dass nicht einfach eine Grube ausgehoben wird, sondern verschiedene Zonen geschaffen werden. In der Mitte befindet sich die Tiefwasserzone, die 100-140 cm tief sein kann, eventuell sogar etwas mehr.Hier werden die Seerosen eingepflanzt. Diese Tiefe ist auch für eine gefahrlose Überwinterung notwendig.

Randlich schließt sich eine flache, seichte Zone an. In diesem Flachwasserbereich siedeln sich Pflanzen leichter an; künstlich eingebrachte Wasserpflanzen, die in Gefäßen eingepflanzt werden, haben einen gewissen Startvorteil. Solche Arten sind:Froschlöffel, Blutweiderich, Sumpfgladiole, Wiesenknöterich und Sumpfdotterblume

Um die Flachwasserzone herum sollte eine Sumpfzone angelegt werden, die sich nur wenig über den Wasserspiegel erheben und zeitweise überschwemmt werden kann. Viele blühende Pflanzen haben hier ihren Lebensraum. Die Breite von Flachwasser- und Sumpfzone zusammen sollte etwa 50% der künftigen Wasseroberfläche betragen.

Sumpfzone eines Gartenteichs. Beachte die angrenzende Schilfzone.

Als Abdichtungsmaterial eignet sich Teichfolie; Abdichtung mit Lehm ist ökologischer.  Verschiedene Folientypen sind im Handel erhältlich: Die Fabrikate reichen von PVC über Polyäthylen (PE) bis zu Kautschukfolien. bei der Überschichtung mit Aushubmaterial und durch darunterliegende Steine darf die Folie nicht beschädigt wird. Durchwachsende Wurzeln können bei homogenen,1mm Folien können Schäden anrichten.

Schwimmteiche,werden gleichzeitig zum Baden genutzt. Sie weisen eine Wasseroberfläche von etwa 100 m² auf, eine Schwimmzone von etwa 40m² ist möglich. Idealerweise besitzt der Schwimmbereich eine Tiefe von 2-2,5 m. Ablagerungen werden nicht mit den Füßen aufgewirbelt; sie bleiben auf dem Grund und die kühleren Tiefenzonen halten den Teich biologisch stabil.

Die verschiedenen Zonen sollten gegeneinander durch Steinschlichtungen abgegrenzt werden, auch um leichter zu den einzelnen Zonen gelangen zu können. Das Struktur- element Stein ist für viele Wasserbewohner auch ein wichtiges Lebensraumelement, sei es als Sitzwarte, als Unterschlupf oder als Sonnenplatz.

Bei der Bepflanzung eines Schwimmteichs sollte darauf geachtet werden, dass in den ersten 2 Wochen nach der Neupflanzung nicht geschwommen werden sollte und auch später mit größter Vorsicht, um die anwachsenden Pflanzen nicht auszuspülen.

An einem Gartenteich stellt sich mit einiger Geduld tierisches Leben ein: verschiedene Krebse wie Wasserflöhe und Hüpferlinge, Bachflohkrebse, Wasserasseln, Muschelkrebse, Mücken, Eintagsfliegenlarven, Köcherfliegenlarven, Libellen und Libellenlarven, Rückenschwimmer, und Ruderwanzen.

Spitzschlammschnecken, Posthornschnecken, Sumpfdeckelschnecken kommen als "blinde Passagiere" mit den Wasserpflanzen in den Teich.

Muschelbesatz erweist sich als günstig, da Muscheln als Filtrierer zur Wasserreinigung beitragen können. Mit ihrem Kiemenapparat filtrieren sie täglich mehrere Kubikmeter Wasser und tragen so zur Reinigung bei. Hier kommt eine Muschelart in Betracht: Die gewöhnliche Teichmuschel (Anodonta sp.), die im Handel, quasi als Nebenprodukt aus der Fischzuch erhältlich ist Keineswegs dürfen Muscheln für den Einsatz im Gartenteich aus ihrem natürlichen Habitat entnommen werden.Die heimischen Großmuscheln sind in Salzburg stark gefährdet  und nach Salzburger Fischereiverordnung (1.1.2003) sind alle Arten ganzjährig geschont. Gewarnt sei vor der Wandermuschel (Dreissena polymorpha), die bei uns eingeschleppt wurde und sich explosionsartig vermehrt. Auf diese Weise konkurrenziert sie die anderen Muschelarten. Da ihre Schalen messerscharf sind, sind sie gerade im Badegewässer höchst unerwünscht.

Die Teichmuschel benötigt für erfolgreiche Vermehrung Fischbesatz, da sich ihre Larven an die Flossenränder der Fische heften und sich dort entwickeln. Entscheidet man sich für Fische, sollte man nach Tunlichkeit keine Goldfische einsetzen.Goldfische zählen zu den Neozoen und sind bei uns nicht heimisch; sie wurden aus Asien bei uns eingeführt .

Bei Amphibienbesatz sollten dort keine Fische gehalten werden. Fische fressen neben Insekten und Insektenlarven mit Vorliebe Kaulquappen.
Es ist zweifellos die beste Lösung das Zuwandern adulter Tiere abzuwarten. Salzburg streng geschützt sind, Es ist untersagt, Amphibienlaich und Kaulquappen der Natur zu entnehmen und sie im eigenen Gartenteich anzusiedeln, da die Tiere auf der Roten Liste ste. Es bringt auch nichts, adulte Tiere im Teich einzusetzen.  Es bestehen gute Chancen, dass im Frühjahr Grasfrösche kommen, wenn in der Umgebung Laubwälder, Feuchtgebiete oder Moore sind, die als Jahreslebensraum bevorzugt werden. Wasserfrösche kann man in unmittelbarer Ufernähe beobachten, wo sie Insekten auflauern. Auch Teich- und Seerosenblätter werden gerne als Ausgangspunkt für die Insektenjagd verwendet. Der grasgrüne Laubfrosch hält sich mit Vorliebe in Schilfbeständen, Sträuchern und Bäumen auf. Trotz seiner geringen Größe (etwa 5cm) ist sein Quaken weithin hörbar. Dafür ist er äußerst nützlich, indem er den ganzen Tag Fliegen, Mücken und anderen Insekten nachstellt.Als erste Krötenart kommt die Erdkröte zum angelegten Gartenteich. Sie ist leicht erkenntlich an den langen Laichschnüren (3-5m), die sie an Wasserpflanzen heftet.Diese Art benötigt Verlandungszonen mit dichter Vegetation und Feuchtbereiche für erfolgreiche Fortpflanzung und Entwicklung. Wenn im Garten Unterschlupfmöglichkeiten und Rückzugsgebiete mit dichter Vegetation vorkommen, bleibt die Erdkröte auch während des Jahres im Garten. Neben dem Igel ist sie ein wertvoller Schneckenvertilger.

Last not least soll auf die Krebse eingegangen werden. Hier sei dringend vor dem Signal-, dem Kamber- und dem Amerikanischen Sumpfkrebs gewarnt. Erstens sind diese Krebs- arten Überträger der Krebspest, und zweitens wandern sie nach kurzer Zeit aus dem Gewässer aus, und übertragen so die Krebspest ins nächste Gewässer. Man sollte also nur den heimischen Edelkrebs im Gartenteich halten.

Richtig angelegte Gartentümpel bzw. -teiche sind wichtige Rastplätze oder Teillebensräume für Vögel . Wegen der relativen Kleinheit eignen sich Gartenteiche aber weniger für Schwimmvögel, die mit ihrem Kot das Wasser verschmutzen würden.

Man sieht also, dass man sich mit ein wenig Begeisterung für die Sache und auch mit ein wenig ökologischem Wissen  im Garten ein Stück Natur schaffen kannv , den Kindern die Natur näher bringen und deren Beobachtungsgabe schärfen kann. Im GHarten lässt sich "Naturschutz im Kleinen" betreiben und für bedrohte Arten ein Trittsteinbiotop schaffen.

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Rückfragen: Michael Hubka
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