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Bildungsmaßnahmen - Allgemeines


Bildung ist ein wesentlicher Schlüssel für eine erfolgreiche Naturschutzarbeit, unabhängig davon, ob Bewirtschaftungskonzepte im Rahmen freiwilliger Vertratgnaturschutz-Programme eine möglichst hohe Akzeptanz erreichen oder ob konkrete Naturschutzvorhaben lokal auf breite Zustimmung stoßen sollen. Nur durch Bewusstseinsbildung kann ein Naturschutzziel, das Wissen über ökologische Zusammenhänge und umweltbewusstes Verhalten und Handeln nachhaltig verankert werden.

Projekt- und Vertragsnaturschutzförderungen der Naturschutzabteilung des Amtes der Salzburger Landesregierung gehen daher Hand in Hand mit begleitenden Bildungsaktivitäten.


Bildungsförderung im Programm der Ländlichen Entwicklung

Das Programm "Ländliche Entwicklung" bietet auf mehreren Ebenen Förderungen für Bildungsaktivitäten im ländlichen Raum.
Besondere Relevanz für den Naturschutz haben dabei die projektbezogenen Bildungsaktivitäten der Maßnahmen "Erhaltung und Verbesserung des ländlichen Erbes – Naturschutz"


Projektbezogene Bildungsaktivitäten

Im Rahmen der Maßnahme M323, Naturschutz, können bewusstseinsbildende Aktivitäten sowie begleitend zu Naturschutzprojekten Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, die Erstellung bewusstseinsbildender Materialien sowie die Schaffung von Infrastrukturen gefördert werden.
Für die erfolgreiche Umsetzung von Naturschutzplanungen, beispielsweise in Schutzgebiete, oder für eine breite Akzeptanz von Maßnahmen ist eine zielgerichtete und intensive Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung unerlässlich.


Beispiele für erfolgreiche projektbezogene Bildungsaktivitäten:



Wettbewerb "Naturschutz aus Bauernhand"

Der Wettbewerb "Naturschutz aus Bauernhand" prämierte in Form unterschiedlicher Kategorien kleinere und größere Naturschutzprojekte am eigenen Betrieb sowie gute Ideen für Umsetzungsprojekte. Der Wettbewerb wurde erfolgreich in mehreren Bundesländern umgesetzt.

Broschüre "Naturschutz aus Bauernhand"

Bild zum Wettbewerb: Naturschutz aus Bauernhand


Kurzfassung "Landschaftspflegeplan Zeller See Süd"

Mit dem Landschaftspflegeplan "Zeller See Süd" wurde die Grundlage für das künftige Management des Schutzgebietskomplexes des Südufers des Zeller Sees erarbeitet. Das noch intakte Feuchtgebiet (Flachmoore, Nasswiesen) gilt als gefährdetes Naturjuwel Innergebirg, das nur mit Schutzmaßnahmen und der bäuerlichen Pflege längerfristig erhalten werden kann. Der Landschaftspflegeplan umfasst Naturschutzgebiete und bewirtschaftete Landschaftsschutzgebiete und ist die Grundlage für weitere Projekte. Das Projekt wurde im Auftrag der Naturschutzabteilung des Landes Salzburg in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe von EntscheidungsträgerInnen und unter Einbindung der Öffentlichkeit (Informationsabende) erstellt. Die Zustandserfassung und die Entwicklung von Leitbildern und Zielen mündeten in einem Maßnahmenkonzept. Es beinhaltet Maßnahmen zur Biotopgestaltung (Gehölz-, Gewässerpflege), Nutzungsvorgaben (Streumahd, Weidenutzung, Gehölznutzung) und Besucherlenkung (Wegesystem, Information, Bildung).

In einer Kurzfassung wurden die wesentlichen Planungsergebnisse des Landschaftspflegeplanes leicht verständlich und anschaulich aufbereitet. Die Broschüre "Kurzfassung Landschaftpflegeplan Zeller See Süd"  soll zu einem besserten Verständnis und einer höheren Akzeptanz der geplanten Erhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen beitragen.  

Titelblatt Kurzfassung "Landschaftsplegeplan Zeller See Süd"

Mit Bildungsmaßnahmen den Vertragsnaturschutz erfolgreich umsetzen

Die Sensibilisierung der Landwirtinnen und Landwirte für die Ziele des Naturschutzes ist ein weiterer wichtiger Eckpunkt des Vertragsnaturschutzes. Einen besonderen Stellenwert hat die Naturschutzbildung und Beratung bei der Maßnahme Naturschutzplan.

Das persönliche Beratungsgespräch ist der wesentliche Schlüsselfaktor für ein nachhaltig wirksames Naturschutzkonzept am Betrieb.

Naturschutzplanmappe





Rückfragen: DI. Günter Jaritz