
Grundwassermonitoring
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Monitoring
Seit dem Jahr 1992 wird die Qualität des Grundwassers in Salzburg regelmäßig beobachtet. In viertel- bzw. halbjährlichen Intervallen werden die derzeit 167 Brunnen, Pegel und Quellen beprobt und das Wasser physikalisch-chemisch analysiert.
Ziel der periodischen Grundwasseruntersuchungen ist eine flächendeckende laufende Untersuchung, um den bestehenden Zustand zu erfassen sowie negative Entwicklungstendenzen frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.
In Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie erfolgt ab 2007 eine Neueinteilung der Untersuchungseinheiten in so genannte Grundwasserkörper, welche den jeweiligen Flussgebietseinheiten zugeordnet sind.
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Gesetzliche Grundlagen
- Hydrographiegesetz (BGBl. 252/1990 in der Fassung BGBl. 156/1999)
- Wassergüteerhebungsverordnung (BGBl. 338/1991 i.d.g.F.)
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Messnetz
Die Lage der Messstellen kann im Salzburger Geographischen Informationssystem, dem SAGIS, auf www.salzburg.gv.at/landkarten eingesehen und mit einer Vielzahl von wasserwirtschaftlich relevanten Themen verschnitten werden. Die Verteilung der Messstellen liegt für die Grundwassergebiete /Grundwasserkörper flächenhaft vor und wird hinsichtlich Repräsentativität des Messnetzes nach mathematischen Methoden geprüft.
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Probenahme, Analytik
Die Probenahmen und analytischen Leistungen werden für die Dauer von jeweils 3 Jahren an akkreditierte Labors vergeben. Die Ermittlung des Bestbieters erfolgt in einer europaweiten Ausschreibung auf Grundlage des Bundesvergabegesetzes anhand des technisch und wirtschaftlich günstigsten Angebots. Neben dem Preis sind auch definierte Qualitätskriterien zu berücksichtigen. Aktuelle Ausschreibungen werden im Internet auf www.salzburg.gv.at/kundmachung veröffentlicht.
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Untersuchungsumfang
Der Parameterumfang ist vor allem auf folgende gesetzliche Vorgaben abgestimmt:
- Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (BGBl. 235/1998 und 304/2001)
- Grundwasserschwellenwertverordnung (BGBl. Nr. 502/1991, 213/1997 und 147/2002).
Daneben werden lokale Gefährdungspotenziale und bestehende Belastungen berücksichtigt.
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Qualitätssicherung
Das Kontrollprobensystem des Analytikzentrums des Interuniversitären Forschungsinstitutes für Agrarbiotechnologie (IFA-Tulln) zur externen Qualitätssicherung in der Wasseranalytik ist ein wesentliches Element zur Gewährleistung der hohen Qualität der im Zuge der Wassergüteerhebung ermittelten Messwerte. Das seit 1995 im Auftrag des BMLFUW betriebene Kontrollprobensystem beruht auf der regelmäßigen Durchführung von Laborvergleichsversuchen. Die Teilnahme der beauftragten Labors ist zwingend.
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Gütekriterien
Die Kriterien zur Bewertung und Beurteilung der Grundwasserbeschaffenheit sind in der Grundwasserschwellenwertverordnung (BGBl. Nr. 502/1991 in der Fassung 147/2002) festgelegt. Eine Messstelle gilt dann als gefährdet, wenn das arithmetische Mittel der Messwerte im Beurteilungszeitraum den zugehörigen Schwellenwert überschreitet. Ausgenommen davon sind Messstellen mit geogener oder sonstiger natürlicher Hintergrundbelastung. Ein Grundwassergebiet ist als „Beobachtungsgebiet“ zu bezeichnen, wenn im vorgegebenen Messzeitraum im jeweiligen Grundwassergebiet gleichzeitig 30 % oder mehr Messstellen gefährdet sind und als „voraussichtliches Maßnahmengebiet“, wenn im vorgegebenen Messzeitraum (2 Jahre) im jeweiligen Grundwassergebiet gleichzeitig 50 % oder mehr Messstellen gefährdet sind.
Für das Bundesland Salzburg sind weder Beobachtungsgebiete noch Maßnahmengebiete ausgewiesen.
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Auswertung, Ergebnisse
Der Gewässerschutz veröffentlicht in regelmäßigen Abständen zusammenfassende Berichte zur Beschaffenheit des Grundwassers in Salzburg auf www.salzburg.gv.at/publik und www.salzburg.gv.at/publist.
Eine bundesweite Übersicht über den Zustand des Grundwassers und der Wassergüte in Österreich bietet der gemeinsam vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und dem Umweltbundesamt publizierte Jahresbericht unter www.umweltbundesamt.at/jb2004.
Auf Basis von WGEV-Daten wurde im Auftrag des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft durch das Umweltbundesamt die "Hydrochemische Karte Österreichs" erstellt. Die Karte gibt einen gesamtösterreichischen Überblick über den Wasserchemismus. Der geochemische Gesteinshintergrund beeinflusst die Eigenschaften des Wassers, als bekanntes Beispiel dafür ist die Wasserhärte zu nennen. Die hydrochemische Karte zeigt, wie die geologischen Einheiten (siehe "Hydrogeologische Karte Österreichs") im Wasserchemismus abgebildet werden. Gleichzeitig werden aber auch anthropogene Einflüsse ersichtlich. Die Karte ist abrufbar auf der Homepage des Umweltbundesamtes unter www.umweltbundesamt.at/umweltschutz/wasser/hydrochem. Die "Hydrogeologische Karte Österreichs" kann auf der Homepage des Lebensministeriums www.lebensministerium.at/geoinfo eingesehen werden.
Weitere Informationen gemäß Umweltinformationsgesetz (BGBl. 495/1993 in der Fassung BGBl. 6/2005) erhalten Sie bei:

