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Vorbeugung gegen Saugwurmlarven in Salzburger Seen

Gruppenfoto Gewässeraufsichtsorgane des Landes Salzburg,
Foto: Gewässerschutz

Die Hitzeperioden machen es auch in Salzburg möglich!
In Kärnten, in Niederösterreich und im Burgenland kennt man das Problem seit langem:

Wenn die Temperaturen der Badeseen an die 25° C steigen, entwickeln sich an geschützten Seichtuferbereichen mit Pflanzenwuchs in dort lebenden Wasserschnecken Larven von Saugwürmern.
Diese Larven schwimmen an die Wasseroberfläche und befallen bei der Suche nach neuen Wirten (Wasservögel) auch Menschen als Fehlwirte und verursachen juckende Hautausschläge.

Im vergangenen Jahr ist der Badesee Gastein wegen dieser Probleme gesperrt worden.Damit der Badespass im kommenden Jahr im ganzen Land Salzburg ungestört ist, hat das Land Salzburg eine Untersuchung des Problems in Auftrag gegeben.

17 Salzburger Badeseen sind vom Gewässerschutz des Landes und der Landessanitätsdirektion untersucht worden. Es ging darum, zu erkennen, welche Badeseen Probleme mit den Saugwurmlarven bekommen könnten.

Dabei hat sich herausgestellt, dass die Problematik der Saugwurmlarven mit dem Bestand der Wasserschnecken in den Gewässern zusammenhängt. Die Schnecken wiederum sind besonders dann stark vertreten, wenn sie keine natürlichen Fraßfeinde - schneckenfressende heimische Fische haben.

Deswegen ist man nun zum Schluss gekommen, dass ein gewisser Mindestfischbestand aus Schleien, Karpfen und Rotfedern, kontrolliert von einigen Hechten, auch in den kleinen Badegewässern sinnvoll ist. Bestandsregulierung kann durch gelegentliche Netzfischerei erfolgen.
Gabelschwanzzerkarie
Foto: Dr. Ilse Jekel ©Gewässerschutz

Gruppenfoto Gewässeraufsichtsorgane des Landes Salzburg,
Foto: Gewässerschutz

Zusätzlich empfiehlt das Land, die Dichte der Schneckenpopulation alle zwei bis fünf Jahre zu überprüfen. Auf dieser Grundlage soll es möglich sein, das Auftreten der unangenehmen Larven zu verhindern.

Gruppenfoto Gewässeraufsichtsorgane des Landes Salzburg,
Foto: Gewässerschutz

ALS TIP FÜR DIE BADEGÄSTE GILT:
Meiden Sie beim Baden sehr warme, flache Seichtuferbereiche hinter Schilfbeständen und sonstigem Bewuchs, gehen Sie von Stegen oder Booten in das tiefere Wasser.

Nutzen Sie Badestellen, die bei Wind direkt den Wellen ausgesetzt sind; hier ist es den Wasserschnecken, welche die Larven in sich tragen und im warmen Wasser freisetzen, zu ungemütlich.
Informationsblatt Entenwurmkrankheit



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