Logo Land Salzburg
von A bis Z

EU beschließt Maßnahmen gegen die Verbreitung von Maul- und Klauenseuche

Vermehrte Wachsamkeit angebracht - Keinerlei Gefährdung für die österreichischen Verbraucher/innen gegeben

Am 3. August 2007 wurde auf einem Hof in England ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche festgestellt. Ein zweiter Fall trat am 7. August 2007 auf. Österreich ist nicht betroffen.

Für Reisende aus Großbritannien gelten folgende besondere Bestimmungen: Reisende nach bzw. aus Großbritannien werden angehalten, keine Fleisch- bzw. verarbeitete Fleischwaren (Wurst) in jeglicher Form sowie Milchprodukte nach Österreich mitzubringen.

Im Ankunftsbereich des Salzburger Flughafens wurden deshalb heute sogenannte "amnesty bins", also Sammelcontainer aufgestellt. Diese dienen dazu, dass aus Großbritannien ankommende Passagiere freiwillig einschlägige Lebensmittel entsorgen können. Begleitend dazu werden Folder und Plakate in den Flughäfen verteilt, die Reisende über die Maul- und Klauenseuche und mögliche Vorsichtsmaßnahmen informieren sollen.

Entsorgungstonne am Flughafen Salzburg

Wichtige Regeln bei Reisen in betroffene Länder und Regionen

Bei Reisen in Länder und Regionen, in denen keine Freiheit vor Maul- und Klauenseuche gewährleistet ist, sollten unbedingt folgende Regeln beachtet werden:

  1. Keine von Klauentieren stammenden Erzeugnisse von der Reise mitbringen, auch wenn sie nur für den eigenen Verzehr – z.B. als Reiseproviant - oder für den eigenen Gebrauch oder als Geschenk vorgesehen sind.
  2. Beschränkungen des Personenverkehrs beachten, die von den Behörden vor Ort als vorbeugende Maßnahme angeordnet wurden.
  3. In betroffenen Gegenden jedenfalls von einem Besuch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Rindern, Schafen, Ziegen oder Schweinen Abstand nehmen.
  4. Wurde dennoch ein solcher Betrieb besucht, sind danach Schuhe und Kleidung gründlichst zu reinigen und zu desinfizieren.
  5. Nach der Rückkehr für mindestens eine Woche jeden Kontakt mit Tieren der empfänglichen Arten meiden.
  6. Niemals Tiere – auch keine Schweine – mit Speiseresten aus diesen Ländern füttern!

Die jetzige Situation im Vereinigten Königreich ist auf Grund des derzeitigen Wissenstandes nicht mit dem Auftreten der MKS im Jahr 2001 in Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden zu vergleichen. Der im Jahre 2001 mehrere Monate dauernde Seuchenzug führte zur Tötung von 12 Mio. Tieren und damit auch zu einem sehr großen wirtschaftlichen Schaden, der nicht nur die Landwirtschaft sondern auch nachgelagerte Wirtschaftsbeteiligte sowie die Tourismuswirtschaft schwer getroffen hat. Laut Auskunft des Gesundheitsministeriums soll es durch rechtzeitig entsprechende Vorsorgemaßnahmen, wie die Einstellung von Tiertransporten und die Errichtung von Schutz- und Überwachungszonen gelungen sein, weitere Verschleppungen zu verhindern. Auf Grund der Inkubationszeit von drei bis sechs Tagen werde man aber erst Ende dieser Woche eine wirkliche Einschätzung der Lage abgeben können. Derzeit ist eine vermehrte Wachsamkeit angebracht, es besteht aber kein Grund zur Beunruhigung.

Die Informationsbroschüre des BMGFJ steht hier als Download zur Verfügung:

Folder des BMGFJ