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Aus den SN-Graphiken
Der diesjährige Graphik-Schwerpunkt in der Landesgalerie ist den SN-Graphiken gewidmet: 235 Druckgraphiken wurden seit 20 Jahren von Prof. Karl Heinz Ritschel in der Reihe der „Salzburger Nachrichten-Graphiken" herausgegeben. 1982 hat der damalige Chefredakteur das erste Blatt, eine Radierung von Markus Vallazza vorgestellt. Seitdem haben die Salzburger Nachrichten kontinuierlich 10 bis 13 mal pro Jahr Druckgraphiken vorgestellt. In der Ausstellung wird eine Auswahl von ungefähr 100 Arbeiten aus diesen Radierungen, Lithographien, Holzschnitten und Siebdrucken von ungefähr 60 Künstlern aus Salzburg, Österreich und aus dem Ausland gezeigt. Die Auswahl der Kunstschaffenden für die SN-Editionen hat Herr Professor Ritschel nach verschiedenen Kriterien getroffen: Zum einen sind es Salzburger, die er persönlich kennt und deren Arbeit er seit Jahren verfolgt, zum anderen wurden von Galerien und Verlegern Künstler und fertige Editionen vorgeschlagen, wobei der damals junge Kunstverleger Dr. Hans Widrich als Geburtshelfer fungierte. Die Qualität der Graphik war ihm Voraussetzung, gleichzeitig wurde jedoch auch an die Verkaufbarkeit an die kunstinteressierten Leser der SN gedacht. Gut bewährt hat sich die Abwechslung zwischen noch wenig bekannten Künstlern und zugkräftigen Namen. Man sieht die Vorlieben des Herausgebers – und das ist gut so: Das Figurative mag er. Einige Künstlerinnen und Künstler, die in der SN-Sammlung vertreten sind, waren in den vergangenen 25 Jahren auch in Einzel- und Gruppenausstellungen in der Galerie im Traklhaus vertreten. Viele verschiedene Arbeiten wurden in den zwanzig Jahren angeboten, es variieren die Formate und die Preise, große Namen waren darunter wie Kokoschka (eine Lithographie aus dem Nachlaß), Arman, Hausner, Wotruba oder Weiler. Viele verschiedene Graphiken wurden von den bekannten Salzburger Künstlern Herbert Breiter, Rudolf Hradil, Lucas Suppin und Gottfried Salzmann und von dem Tiroler Paul Flora vorgestellt. Es kamen aber auch die weniger bekannten zu Zug und die SN haben nicht nur Bestseller vorgestellt, sondern eigentlich auch etwas Künstlerunterstützung betrieben. Die SN-Graphiken sind – was die Verkaufszahlen zeigen – beliebt bei den Lesern und Kunstinteressierten und vor allem auch bei den Kunstschaffenden, die es schätzen, ungefähr eine halbe Seite mit Farbabbildung in der mehr gelesenen Wochenendausgabe „geschenkt" zu bekommen und dann noch einen neuen Sammlerkreis zu erschließen. |


