2009 Martin Oberascher
„Textual Sculpture“, Gefrästes Uriol oder Styrodur beschichtet, ca. 2 x 7 x 2 Meter Die bisherigen Arbeiten beziehen sich auf Bewegungsstrukturen von unterschiedlichen Körpern im Raum, deren Beweglichkeit durch ihre Materialität definiert wird.
Es gibt in der Arbeitsweise meist Versuchsanordnungen die vorab am Computer inszeniert und choreographiert und dann in ein reales Objekt übergeführt werden. Anders kann auch ein vordefiniertes Material gewisse dynamische Eigenschaften aufweisen, dessen Möglichkeiten dann wiederum digitalisiert und im Computer strukturiert werden. Durch diese Prozesse werden verschiedene komplexe Geometrien und Oberflächenstrukturen erzeugt, die im Folgenden in das Objekt eingearbeitet werden. Beispiele für solche Einarbeitungen sind Raumspuren / Raumabdrücke bei charakteristischen Bewegungsmustern, Selbstdurchdringungen der entstandenen Volumina oder Eigenschaften der Gelenke zwischen den Körperteilen. Dabei geht es nicht darum abgeschlossene Objekte zu präsentieren, sondern im experimentellen Umgang mit computergestützten Technologien raumgreifende Strukturen zu generieren. Die Jury bestand aus: Cornelia Gockel, Julie Hayward, Elisabeth Fuchs. Jurybegründung:Die Raumgestaltung von Martin Oberascher thematisiert Georg Trakl als Person und Dichter. Der Künstler greift den Eingangsbereich des Traklhauses, die Passage als räumliche Situation formal in seinem Werk auf und setzt sie als Bewegung um. Ausgehend von der persönlichen Disposition Trakls und dem Gedicht „Verfall“ beschreibt er die Situation des Fallens und überträgt sie in ein Schriftgebilde. Der Betrachter und Passant wird Teil der Installation. Martin Oberascher Website: www.moberascher.blogspot.com 1975 in Salzburg geboren 1994-1997 Architekturstudium, Technische Universität Wien 1998-1999 Studium an der McGill University, Montreal, Canada 2000-2003 Universität für Angewandte Kunst, Wien 2003-2008 Projektleiter und Designer bei Coop Himmelb(l)au, Wien 2006-2007 Mitarbeit bei Peter Kogler, Wien 2006-2009 Akademie der Bildenden Kunst, Wien 2007-2008 Studienassistenz an der Akademie der Bildenden Kunst Div. Workshops im Rahmen digitaler Formentwicklung 2007 Gründungsmitglied der Gruppe SOMA seit 2008 selbstständiger Architekt (ZT) und bildender Künstler seit 2009 Univ. Assistent an der Kunstuniversität Linz, Institut für Raum & Designstrategien seit 1994 lebt und arbeitet in Wien und Salzburg
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Modellfotos der preisgekrönten Arbeit, die im Eingangsbereich des Traklhauses bis Ende 2009 realisiert wird Foto © bei Angelo Kaunat / Salzburg
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2006 Im Gang zum Hof des Traklhauses - steht noch bis Ende Februar 2009
„Erste Hilfe Box – Edition Georg Trakl“
von Gerald Schicker Zuerst ein Zitat des Künstlers über diese Arbeit: „Die Erste Hilfe Box nimmt Bezug auf die letzten Jahre Georg Trakls, die er während des ersten Weltkrieges unter starken psychischen Belastungen in einer schlecht ausgerüsteten Sanitätsabteilung verbrachte. Diese letzten Jahre waren geprägt von blutigen Kriegsopfern und Konsum verschiedenster Drogen wie Morphium, Absinth und Kokain und den damit verbundenen Wahnvorstellungen. Genau jene Umstände und genau diese Elemente sind in der „1. Hilfe-Box“ zusammengetragen und eingebaut worden.“
Die Kulturabteilung des Landes Salzburg hat 2006 zum dritten Mal einen Preis für Skulptur (oder Plastik oder Objekte) für Künstlerinnen und Künstler, die in Salzburg geboren sind oder seit fünf Jahren hier wohnen, ausgeschrieben. Er ist mit € 7.300 dotiert und dem Preisträger wird die Möglichkeit zur Aufstellung des ausgewählten dreidimensionalen Kunstwerkes im Eingangsbereich des Traklhauses gegeben. Die Jury bestand aus Mag. Inge Brodil (Büro Mozart 2006), Dr. Werner Thuswaldner (Kulturjournalist, Vorsitzender des Fachbeirates Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Salzburg), HR Dipl. Ing. Axel Wagner (Präsident des Stadtvereines, im Traklhaus, Vorsitzender der Sachverständigenkommission für die Altstadterhaltung). Es lagen 42 Einreichungen vor. Die Juroren entschieden sich einstimmig für Bewerbung von Gerald Schicker. Begründung: Die Jury legte vor allem Wert auf eine dreidimensionale Arbeit, die auch für den Ort geeignet ist und auf die räumliche Situation eingeht. Gerald Schicker hat in seinem Projekt einen deutlichen Bezug zum Eingangsbereich des Traklhaus dargestellt. Bei der Arbeit „1. Hilfe Box – Edition Georg Trakl“ handelt es sich um eine Assemblage aus Holz, Glas, Lack, Fernseher, DVD, Absinthflaschen und Plexiglas. Er kombiniert diese verschiedenen Materialien und Gegenstände zu einem reichen Assoziationsangebot, das sich auf die letzte Lebensphase, das tragische Ende des Dichters Georg Trakl bezieht. Der Betrachter wird sehr rasch in eine bedrängte Lebenssituation hineingezogen, die geprägt war von Kriegserlebnis, Drogenerfahrung und schweren psychischen Bedrängnissen. Schicker geht noch weiter und weist auf Trakls Rastlosigkeit hin, sein Pendeln zwischen den Lebensorten Salzburg, Wien und Innsbruck. Dieses zeigt er durch ein Video, das bei Autobahnfahrten zwischen den Städten entstanden ist. Gerald Schicker 1974 in Gmunden geboren, lebt und arbeitet in Salzburg 1993-2005 Studium Malerei, Graphik und technisches Werken am Mozarteum, Salzburg 1997 Kamera-Assistent im Landespressebüro, Salzburg 1998 dreimonatiger Arbeitsaufenthalt in Kenitra/Marokko im Okt: Gründung des glyphix: Arbeitsgruppe mit wöchen- tlichen Ausstellungen 1999 Studienaufenthalt in Bulgarien und Rumänien 2000-2003 technischer Leiter der ISBK, Salzburg 2002 Stipendium des Landes Salzburg in der Cité Internationale des Arts, Paris 2003 Arbeitsaufenthalt in Bamako/Mali und Dakar/ Senegal seit 2004 Landesatelier im Künstlerhaus, Salzburg 2006 Skulpturenpreis des Landes Salzburg Einzelausstellungen 2001 Alte Saline Hallein, „Alcatraz“ 2002 Galerie „no tourist“ auf der Festung Hohensalzburg 2003 im „Espace Exposition“ im Ancien College des Jesuites in Reims, Frankreich 2005 Kabinett des Salzburger Kunstvereins
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"Erste Hilfe Box - Edition Georg Trakl", Eingang 
"Erste Hilfe Box - Edition Georg Trakl" 
Gerald Schicker mit Objekt "Erste Hilfe Box - Edition Georg Trakl" 
von links nach rechts: Mitglieder der Jury: HR DI Axel Wagner und Dr. Werner Thuswaldner mit dem Künstler bei der Vernissage am 19.4.2007
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2003 Im Gang zum Hof des Traklhauses stand bis Frühjahr 2007
„Mann mit Hecht“, Kunstharz, Höhe 200 cm
von Peter Brauneis / Bildkombinat Bellevue Peter Brauneis über diese Arbeit:
„Ein Titel wie aus den Achtzigern des 20., sagt nichts was er kann/soll oder will, der Mann mit Hecht. Aber: passt gut zu schwarz weiss, klingt ebenso bedeutsam wie schwarzweiss aussieht, und passt auch sehr gut zum Wort „Gedenkstätte“. Dieser Mann ist nicht Georg Trakl, obwohl ich mir den auch eher in schwarz weiss vorstelle. Günter Grass kann ich mir auch gut vorstellen, wenn er sagt: „Mann ... mit ... HECHT!. Genug von Leuten, von denen ich mehr oder weniger keine Ahnung habe, wollte Bedeutsamkeit beschwören, was durchaus gut ausgehen kann.“ Die Kulturabteilung des Landes Salzburg hat 2003 zum zweiten Mal einen Preis für Skulptur (oder Plastik oder Objekte) für Künstlerinnen und Künstler, die in Salzburg geboren sind oder seit fünf Jahren hier wohnen, ausgeschrieben. Er ist mit € 7.300 dotiert und dem Preisträger wird die Möglichkeit zur Aufstellung des ausgewählten dreidimensionalen Kunstwerkes im Eingangsbereich des Traklhauses gegeben. Die Jury bestand aus: Dr. Katharina Blaas, im Land Niederösterreich für den Bereich Kunst am Bau zuständig, Ruedi Arnold, Professor der Klasse für Bildhauerei an der Universität Mozarteum, und Dr. Hans Weichselbaum, Leiter der Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte. Die Juroren entschieden sich einstimmig für die Bewerbung von Peter Brauneis / Künstlergruppe Bildkombinat Bellevue. Begründung: Die Jury hält fest, dass das Eingehen auf den Raum eine ideale, überzeugende Lösung ist. Die Figur ist überlebensgroß, was eine gute Sichtbarkeit und ein Zeichen nach außen, auf den Waagplatz hin darstellt. Es handelt sich um eine Arbeit mit hoher Identität, das Werk hat ein Selbstverständnis und erklärt sich aus sich selbst. Der Künstler spielt mit Humor und Witz und auch mit der Realität durch den Naturalismus, aus dem die auf schwarz/weiß reduzierte Figur entwächst und stellt gleichzeitig eine Assoziation und Atmosphäre zum Fluss, zur nahe gelegenen Salzach, her. Fische und der Fischer (als archaischer Beruf) sind von Trakl bevorzugt eingesetzte Bilder. Peter Brauneis wurde 1964 in Hallein geboren, wo er auch lebt und als freischaffender Künstler (Maler, Filmemacher, …) arbeitet. Seine Werke waren in den vergangenen Jahren im In- und Ausland zu sehen. Einige seiner Kurzfilme liefen bei österreichischen und internationalen Filmfestivals. Die Künstlergruppe Bildkombinat Bellevue besteht aus Peter Brauneis, Peter Schwaighofer (geboren 1956 in Kuchl) und Joe Wagner (1967 in Kufstein geboren) und arbeitet seit 1999 im gemeinsamen Atelier in Hallein.
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"Mann mit Hecht", Eingang 
"Mann mit Hecht" 
Peter Brauneis hinter seinem "Mann mit Hecht"
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2000 Die Jury für den 1. Skulpturenpreis des Landes Salzburg 2000 (dotiert mit ATS 100.000,-) bestand aus:
Mag. Karin Pernegger, Kunstkuratorin Susanne Tunn, Bildhauerin, Professorin an der Internationalen Sommerakademie für bildende Kunst HR Dipl.Ing. Axel Wagner, Präsident des Stadtvereins (der sein Büro im Traklhaus hat) Jurybegründung:
Die Jury entschied sich einstimmig für den Vorschlag von Irene Kar, weil die Künstlerin auf die architektonischen und inhaltlichen Bezüge eingeht. Seitens der Architektur ist das Objekt/der Leuchtkasten ein Lichtpunkt in der versteckten Eingangssituation und macht den Raum heller und erfahrbarer. Der im Bild dargestellte Raum ist eine Assoziation zum Gedicht "Vorstadt im Fön" von Georg Trakl und gibt einen Einblick in ein koreanisches Restaurant und dessen Küche in Lehen/der Vorstadt Salzburgs. Irene Kar setzt damit die Gedichtzeilen fort und thematisiert Kultur und Tourismus abseits des typischen Salzburg-Blickes. Irene Kar schlägt ein dreidimensionales Foto/Lichtobjekt (Inkjet-Print) auf transparenter Folie auf Plexiglas (ca. 2,50 x 3,20 m) für die Wand gegenüber der eisernen Eingangstüre vor. Das Fotoobjekt wird mit einem Abstand von ca. 20 cm von der Wand montiert. Das Foto wurde von der Künstlerin in Lehen aufgenommen und zeigt den Innenraum eines koreanischen Lokals, besser eine Durchreiche zur Küche.
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Foto/Lichtobjekt von Irene Kar, Eingang 
Foto/Lichtobjekt (Inkjet-Print) auf transparenter Folie auf Plexiglas, ca. 2,50 x 3,20 m
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