
Auf der Seite Konferenz Teilnehmer sind die PreisträgerInnen angeführt, die zum Treffen nach Salzburg
kommen - mit ausführlichen Pressetexten und 1 MB jpg Pressefotos.
1980
| Steven Gaskin (USA) gründete Anfang der 70er Jahre die alternative Lebensgemeinschaft “The Farm” in Tennessee. 1974 entstand die Hilfsorganisation ‚Plenty International’, die u.a. mit den Maya in Guatemala arbeitete, Selbsthilfeeinrichtungen in der New Yorker Bronx errichtete und Projekte in Lesotho, Jamaica und der Karibik praktisch unterstützt. Grundidee von ‚Plenty’ ist der Gedanke, dass bei einem achtsamen Umgang die Ressourcen der Erde für alle reichen. Website: www.plenty.org |
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| Hassan Fathy (Ägypten) galt als einer der bedeutendsten Architekten des modernen Ägypten. Er wies nach, dass mit der traditionellen Lehmbauweise die Obdachlosigkeit in der Dritten Welt überwunden werden kann, wenn der Hausbau in kleinen kooperativen Gemeinschaften und mit lokalen Rohstoffen organisiert wird. Hassan Fathy starb 1989 in Kairo. |
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1981
| Mike Cooley (Großbritannien) arbeitete als Ingenieur in der Rüstungsindustrie, bevor er als Gewerkschaftsaktivist gemeinsam mit Belegschaften damit begann, zivile Alternativprodukte statt unrentabler und zerstörerischer Güter zu entwickeln. Er gründete eine Internationale Technologiebörse und eine Stiftung für Innovative Erfindungen, die rund um den Globus eigenständige Entwicklungsprojekte fördern sollen. Website: www.it.bton.uk/research/seake/iww |
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| Bill Mollison (Australien) gilt als Erfinder der Permakultur, eines Ansatzes, der die Vielzahl der gegenseitigen kooperativen Beziehungen in der Natur nutzt, um ohne zerstörerische Eingriffe ein Höchstmaß an Produktivität mit einem Optimum an nachhaltiger Pflege zu verbinden. Die systemischen Prinzipien der Permakultur finden primär in der organischen Landwirtschaft Anwendung, können jedoch auch für soziale Gemeinschaften, Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme angewendet werden. Website: www.permaculture.org.au |
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| Patrick van Rensburg (Botswana) kehrte dem Apartheidssystem seiner südafrikanischen Heimat den Rücken und entwickelte in Botswana ein Ausbildungsmodell, in dem das traditionelle Schulsystem im Dienste der lokalen Gemeinschaften mit Kursen im Hausbau, der nachhaltigen Landwirtschaft und regional nutzbaren Produktionsmethoden kombiniert wird. Das erfolgreiche Modell, in dem Lernen identisch ist mit Entwicklung, breitet sich heute auch in Südafrika aus. |
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1982
| Erik Dammann (Norwegen) suchte nach einem längeren Aufentalt in Polynesien Alternativen zur westlichen Konsumkultur und gründete die Bewegung ‘Future in Our Hands’, die auf unterschiedlichen Ebenen daran arbeitet, die Prinzipien der Kooperation, der sozialen Gerechtigkeit, des Teilens und des gesunden Verzichts in der westlichen Gesellschaft zu etablieren und neue Formen der Entwicklungshilfe zu entwickeln. Website: www.fivh.no |
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| Anwar Fazal (Malaysia) gilt als Begründer der südostasiatischen Verbraucherbewegung. Er gründete verschiedene internationale Netzwerke zum Schutz der Verbraucher: Mit Consumer Interpol ein globales Warnsystem vor gefährlichen Produkten, mit dem International Baby Food Action Network eine Organisation zur Förderung des Stillens, mit Health Action International eine Organisation zur Kontrolle der pharmazeutischen Industrie und mit dem Pesticide Action Network eine globale Koalition zum Kampf gegen Agrargifte. www.consumersinternational.org, www.panna.org |
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| Petra K. Kelly (Deutschland) gehört zu den Mitgründern der Partei der Grünen und war maßgeblich daran beteiligt, Umweltthemen, Menschenrechtsfragen, frauenspezifische Anliegen, pazifistische Ansätze und basisdemokratische Initiativen aus der außerparlamentarischen Bewegung in die Landes- und Bundesparlamente hineinzubringen. Petra Kelly starb 1992. Website: www.petra-kelly-stiftung.de |
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| Wilfred Karunaratne (Bild) & Sirisena Tilakaratna (Sri Lanka) entwickelten mit dem Participatory Institute for Development Alternatives Ansätze für einen selbstbestimmten Entwicklungsweg der Armen. Im Zentrum steht die Bildungsarbeit und Entwicklung der menschlichen Potentiale, die zu kooperativen Selbsthilfeprojekten führen. |
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| George Trevelyan (Großbritannien) gilt als einer der Begründer der ‘New Age’-Bewegung, und arbeitete mit seiner Stiftung Wrekin Trust daran, der materialistischen Ausrichtung der westlichen Kultur eine spirituelle Alternative entgegenzusetzen. Er gehörte zu den ersten, die Mystiker und Wissenschaftler zusammenbrachte, politisches Engagement und innere Suche miteinander verbanden und die Ansätze eines ganzheitlichen Weltbildes lehrten. Er starb 1996. Website: www.sirgeorgetrevelyan.org.uk |
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1983
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Leopold Kohr (Österreich) gilt als wichtigster Theoretiker eines Entwicklungsweges, der sich an kleinräumigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Strukturen orientiert und ist ein Vorläufer der von Fritz Schumacher propagierten ‚Small is beautiful’-Bewegung. Er forderte die Überwindung zentralisierter Strukturen und die Rückbesinnung auf lokale demokratische Strukturen, die ihre Probleme selbstbestimmt lösen. Er starb 1994. Leopold-Kohr-Institut, Website: www.tauriska.at |
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| Ibedul Gibbons (Mikronesien/Pazifik) kämpfte als Häuptling der südpazifischen Inselrepublik Palau um das Recht seines Volkes, den USA als Protektoratsmacht die Stationierung von Atomwaffen verfassungsrechtlich zu untersagen. Der Kampf der Bevölkerung von Palau wurde zum Symbol des Widerstands gegen einen nuklearen Imperialismus, bei dem souveräne und demokratische Rechte ignoriert werden. |
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| Amory (Bild) und Hunter Lovins (USA) gelten als die wichtigsten Strategen für eine nachhaltige Wirtschaft, ökologische Energiegewinnung, effiziente Energienutzung und pazifistische Sicherheitspolitik. Mit ihrem Rocky Mountain Institute beraten sie in mehr als 30 Ländern Regierungen und zahllose Unternehmen bei der Umstellung auf nachhaltige Konzepte. Website: www.rmi.org |
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| Manfred Max-Neef (Chile) erforschte über viele Jahre die Prinzipien der Selbsthilfe, Eigenorganisation und Kooperation in armen Gemeinschaften und entwickelte daraus den Ansatz der ‚Barfuß-Ökonomie’. Mit dem ‚Zentrum für Entwicklungs-Alternativen’ (CEPAUR) fördert er Ansätze, die sich an Grundbedürfnissen orientieren, das lokale Selbstbewusstsein stärken und auf eine kleinräumige nachhaltige Entwicklung ‚im menschlichen Maß’ setzen. Website: www.max-neef.cl/ |
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1984
| Imane Khalifeh (Libanon) entschied sich mitten im libanesischen Bürgerkrieg, einen Friedensmarsch der Bürger zu organisieren, um dem Morden ein Ende zu bereiten. Ihre Initiative wurde wegen Sicherheitsbedenken nicht umgesetzt, stieß aber auf enorme Resonanz in der Bevölkerung und leitete eine Phase der Entspannung im Libanon ein. Sie starb 1995. |
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Ela Bhatt (Indien) gründete mit der Self-Employed Women's Association (SEWA) eine Gewerkschaft für selbstständig arbeitende Frauen, die unter rechtlosen und entwürdigenden Bedingungen in der Tabak- und Textilindustrie, als landwirtschaftliche Hilfskräfte oder im Straßenbau arbeiteten. Mit dem Aufbau einer eigenen Bank schuf sie die Grundlage für die Gründung zahlloser Kooperativen und selbstverwalteter Initiativen zur lokalen Selbsthilfe. Website: www.gdrc.org/icm/sewa.html |
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| Winefreda Geonzon (Philippinen) engagierte sich unter der Diktatur des Marcos-Regimes für jugendliche und erwachsene Häftlinge, die ohne Prozesse gefangengehalten, gefoltert oder schlicht vergessen worden waren. Mit der ehrenamtlichen Organisation Free LAVA (Legal Assistant Volunteer Organisation) organisierte sie juristische Vertretungen für die Unterdrückten und Mittellosen. Sie starb 1990. |
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| Wangari Maathai (Kenia) begründete als Vorsitzende des kenianischen Frauenverbandes die ‚Grüngürtelbewegung’, die es wider aller Erwartung schaffte, die Bevölkerung zur Wiederaufforstung des Landes zu bewegen. Mittlerweile hat die Bewegung auch andere afrikanische Staaten ergriffen und ist in Kenia zu einer starken Oppositionsbewegung geworden, die sich für Frauenrechte, nachhaltige Entwicklung und Demokratisierung einsetzt. |
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1985
| Theo van Boven (Niederlande) leitete bis 1982 die Abteilung für Menschenrechte bei den Vereinten Nationen und trat beharrlich dafür ein, die Frage der Menschenrechte zum Dreh- und Angelpunkt jeder Entwicklungshilfe zu machen, schwere Menschenrechtsverletzungen von Mitgliedsstaaten zu verfolgen. Gerade seine Absicht, auch gegen die Wurzeln der Menschenrechtsverletzungen – wirtschaftliche Abhängigkeit, Militärherrschaft und Rassismus – vorzugehen, führten zu seinem Rausschmiss bei der UN. Seitdem lehrt van Boven Internationales Recht und Menschenrecht und leitet die Europäische Stiftung für Menschenrechte. |
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Cary Fowler and Pat Mooney (Kanada) gelten international als die führenden Spezialisten zur Ernährungskrise, dem Schwund genetischer Ressourcen, der Biotechnologie und Genforschung. Mit weltweiten Aufklärungskampagnen prangern sie die zunehmende genetische Einförmigkeit der Landwirtschaft an und schlagen umfassende Alternativkonzepte vor. Bis 2002 erforschten sie mit ihrem ‚Rural Advancement Fund International’ (RAFI) die sozio-ökonomischen Einflüsse moderner Technologien auf ländliche Gemeinschaften. Seit 2001 nennen sie ihre Organisation ‚Action Group on Erosion, Technology and Concentration’ (ETC) und engagieren sich noch umfassender für die Erhaltung und nachhaltige Entwicklung ökologischer und kultureller Vielfalt. Website: www.etcgroup.org |
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| Rajni Kothari (Indien) gehört zu den Mitbegründern und Aktivisten die Forschungs- und Dokumentationsinitiative ‚Lokayan’, die sich kritisch mit eingefahrenen Formen der staatlichen Entwicklungshilfe auseinandersetzt, konkrete Strategien für dezentrale demokratische Ordnungen entwickelt und auf der Basis lokaler Wertvorstellungen alternative Entwicklungswege plant und koordiniert. |
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| Janos Vargha (Ungarn) initiierte 1984 mit Duna Kör eine der ersten Umweltinitiativen in den damaligen Ostblockstaaten. Die Bewegung schuf im erfolgreichen Kampf gegen ein gigantisches Staudammprojekt an der Donau ein effizientes inoffizielles Netzwerk aus Oppositionsgruppen, dass nach der politischen Wende zur Basis für die ungarische Umweltbewegung wurde. |
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1986
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Robert Jungk (Österreich) gehört zu den wichtigsten Pionieren der internationalen Umwelt- und Friedensbewegung. Als Journalist und Autor kämpfte er zunächst gegen den Faschismus und später gegen Hochrüstung, Atomwaffen und Nukleartechnologie. Er begründete mit seinen Zukunuftswerkstätten eine völlig neue Form der Zukunftsforschung und gründete zum Ende seines Lebens die Internationale Zukunfts-Bibliothek. Robert Jungk starb 1994. International Futures Library, Website: www.jungk-bibliothek.at |
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| Rosalie Bertell (USA / Kanada) beschäftigt sich seit 1970 mit umweltbedingten Krankheiten und gilt als führende Spezialistin für die Gefahren von radioaktiver Niedrigstrahlung Ihr ‘International Institute of Concern for Public Health’ warnt und informiert die Öffentlichkeit über die Gefahren von Pestiziden, der Nuklearindustrie un gefährlicher militärischer und industrieller Produkte. Website: www.iicph.org |
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| Alice Stewart (England) erforschte als Krankenhausärztin zunächst die Zusammenhänge zwischen Röntgen-Strahlung und Krebs und untersuchte später besonders die Langzeitwirkung von Atombomben, sowie die Gefährdung durch ‚geringe’ Dosen von Hintergrundstrahlung. Sie starb 2002. Website: www.alicestewart.org |
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Helena Norberg-Hodge (England) beobachtete während eines langjährigen Aufenthalts als Linguistin im Himalaya-Land Ladakh der rapiden Zerfall der nachhaltigen lokalen Kultur und gründete die ‚Ökologische Entwicklungsgruppe Ladakhs’ (LEDEG). Während Helena Norberg-Hodge heute mit ihrer International Society for Ecology and Culture (ISEC) als globale Aktivistin für das Recht auf regionale Entwicklung und die die Globalisierung kämpft, wurde LEDEG in Ladakh zur wichtigsten lokalen Umwelt- und Entwicklungsorganisation. Website: www.isec.org.uk |
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| Evaristo Nugkuag Ikanan (Peru) vom Stamm der Aguaran ist eine der Leitfiguren der peruanischen Indianerbewegung und kämpft für die bürgerlichen, wirtschaftlichen und politischen Rechte der indigenen Kulturen. Mit der Organisation ‚Aidesep’ schuf er zunächst eine Interessenvertretung der Regenwaldbewohner, mit der ‚Coordinadora’ einen Zusammenschluß der Indianerorganisationen des Amazonasbeckens. Website: www.amazonalliance.org |
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1987
| Johan Galtung (Norwegen) gilt als zentrale Figur und Begründer der internationalen Friedens- und Konfliktforschung. Als Berater zahlreicher Regierungen, internationaler Organisationen und Akademiker trug er aktiv zur Lösung zahlreicher internationaler Konflikte bei. Website: www.transcend.org |
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| Sunderlal Bahuguna (Indien) ist einer der wichtigsten Aktivisten des nordindischen ‚Chipko Movement’, das mit Gandhis Methoden des friedlichen Widerstands erfolgreich gegen die Abhölzung der Himalaya-Wälder kämpft. Der Philosoph Bahuguna engagierte sich auch unter Einsatz seines Lebens gegen gigantische Staudamm-Projekte und gilt in Indien als Symbolfigur. Website: www.narmada.org |
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| Hans-Peter Dürr (Deutschland) engagierte sich als renomierter Atom- und Quantenphysiker zunächst gegen die Rüstungsspirale im Kalten Krieg und die Star-Wars-Pläne der Reagan-Administration, bis er mit der Organisation ‚Global Challenges Network’ eine Institution schuf, die global alternative wissenschaftliche Ansätze miteinander vernetzt, Umweltinitiativen plant und umsetzt und am Wandel des Weltbilds arbeitet. Global Challenges Network, Website: www.gcn.de |
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Frances Moore Lappé (USA) wurde Anfang der 70er Jahre durch ihr Buch über die globale Ernäghrungskrise ‘Diet for a Small Planet’ bekannt, gründete in Folge das ‘Institute for Food and Development Policy’ (IFDP) und spezialiserte sich in den letzten Jahren primär auf den Zusammenhang von Hunger, Unterentwicklung und dem Mangel an demokratischer Kultur, was zur Gründung der ‘Living Democracy’-Bewegung führte. Websites: www.foodfirst.org, www.smallplanetinstitute.org |
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| Mordechai Vanunu (Israel) arbeitete als Techniker in einem israelischen Atomkraftwerk und wurde dort Zeuge der geheimen Entwicklung von Atomwaffen. Als er sein Wissen in die Öffentlichkeit brachte, wurde er vom israelischen Geheimdienst entführt und von einem Militärgericht verurteilt. Er sitzt seit 1988 unter Einzelhaft im Gefängnis. Website: www.nonviolence.org/vanunu/, www.vanunu.freeserve.co.uk |
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1988
| Inge Genefke (Dänemark) widmet sich seit mehr als 30 Jahren der medizinischen und psychologischen Rehabilitation von Folteropfern und hat durch ihre Arbeit dazu beigetragen, dass Folterknechte verfolgt, Folterstaaten geächtet und die Mechanismen und politischen Wirkungen von schweren Menschenrechtsverletzungen besser verstanden werden können. International Research Centre for Torture Victims, Website: www.irct.org |
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José Lutzenberger (Brasilien) arbeitete als Agrarbiologe und Düngemittelverkäufer zunächst für einen internationalen Chemiekonzern, bevor er die Fronten wechselte und in seiner Heimat die Umweltbewegung begründete. Nach einer kurzen und konfliktreichen Episode als brasilianischer Umweltminister widmete er sich bis zu seinem Tod im Jahr 2002 der internationalen Umweltbewegung und besonders dem Kampf gegen die industrielle Landwirtschaft. Website: www.fgaia.org.br |
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| John F. C. Turner (England) arbeitete als Architekt und Städteplaner, bevor er zu einem Pionier der weltweiten Siedlungspolitik und des Kampfes gegen Obdachlosigkeit und für eigenständige Entwicklung auf der Basis lokaler Kooperation und Selbsthilfe wurde. |
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Mohamed Idris (Bild) & Harrison Ngau (Malaysia) engagieren sich mit ihrer Organisation ‚Sahabat Alam Malysia’ (SAM) seit fast 20 Jahren für die Rechte und Erhaltung der indigene Kultur der Penang im Regenwald von Sarawak. Aus ihrer Arbeit entstand auch das ‚Asia Pacific Peoples Environment Network’ (APPEN) und die Nachrichtenagentur Third World Network’. |
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1989
| Die Seikatsu Club Consumers Cooperative Union (Japan) begann als kleine Lebensmittel-Kooperative von Hausfrauen und entwickelte sich mit einer Organisation mit 1,5 Millionen Mitgliedern, zahlreichen ökologischen Unternehmen, einem alternativen Kreditwesen und zahlreichen Abgeordneten in Stadtparlamenten zu einem Modellprojekt alternativen Wirtschaftens. Website: www.seikatsuclub.coop/english/ |
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| Melaku Worede (Äthiopien) sicherte als Biologe mit dem Aufbau einer Bank für Pflanzensamen die enorme genetische Vielfalt Äthiopiens, rettete zahlreiche Arten und schuf die Grundlage für den Widerstand gegen den modernen Kolonialismus der Gen-Industrie und den Kampf für genetische Eigentumsrechte. |
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| Aklilu Lemma (Bild) & Legesse Wolde-Yohannes (Äthiopien) kämpften mehr als 30 Jahre um die Anerkennung ihrer Forschungsarbeiten mit der afrikanischen Endod-Pflanze zur Bekämpfung der Biharziose , an der in der Dritten Welt mehr als 200 Millionen Menschen leiden und wurden damit zu Symbolfiguren einer eigenständigen Forschung in den Entwicklungsländern gegen die akademische Vorherrschaft der Ersten Welt. |
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| Steven Corry (Bild), Robin Hanbury-Tenison (England) & Davi Yanomami (Brasilien) gehören zu den führenden Aktivisten der Organisation ‘Survival International’, die sich weltweit für die Rechte sowie den Schutz von Stammeskulturen einsetzt, und mit zahlreichen Aktionen und Veröffentlichungen für das Überleben indigener Kulturen kämpft.Website: www.survival-international.org |
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1990
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Alice Tepper Marlin (USA) überwacht mit ihrem ‘Council on Economic Priorities’ (CEP) nationale und internationale Unternehmen und veröffentlicht alle Daten, die auf eine Verstrickung in die Rüstungs- und Atomindustrie oder einen Mangel an ökologischer Verantwortung hindeuten. CEP wurde damit nicht nur zu einer zentralen Informationsbörse, sondern auch zu einem der wichtigsten Kontroll- und Druckmittel der Verbraucherbewegung. Website: www.cepaa.org |
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| Bernard Lédéa Ouédraogo (Burkina Faso) gründete mit dem ‘Naam-Movement’ eine zunächst landesweite Initiative zur regionalen Entwicklung auf der Basis traditioneller Dorfstrukturen mit eigenen Samenlagern, Banken und Mühlen. Das Modell findet heute in allen westafrikanischen Sahel-Staaten Anwendung und dient mehr als zwei Millionen Menschen. |
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Felicia Langer (Israel / Deutschland) engagierte sich mehr als 30 Jahre als jüdische Rechtsanwältin für die Rechte der Palästinenser und ihre Verteidigung vor Militärgerichten. Ihre Foltervorwürfe und ihre Kritik an Menschenrechtsverletzungen durch die israelischen Behörden gefährdeten ihre persönliche Sicherheit so sehr, dass sie nach Deutschland auswanderte, wo sie heute als Autorin und Menschenrechtsaktivistin lebt. Website: www.felicia-langer.de |
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| Die Asociación de Trabajadores Campesinos del Carare (Kolumbien) ist eine Bauernorganisation, die sich gebildet hat, um erfolgreich zu verhindern, dass die Landbevölkerung weiterhin zwischen den Fronten unterschiedlicher Bürgerkriegsgegner zerrieben wurde. Mit der Befriedung der lokalen Konflikte wandte sie sich dann auch der regionalen Entwicklung zu. |
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1991
| Edward Goldsmith (England), Begründer und langjähriger Herausgeber der englischen Zeitschrift ‘The Ecologist’, gilt als einer der Pioniere der europäischen Umweltbewegung. Er setzte sich insbesondere mit den philosophischen Grundlagen einer ökologisch-systemischen Ethik auseinander und gilt als führender Aktivist und Fachmann im Kampf gegen riesige Dammprojekte und die Globalisierung. Websites: www.theecologist.org, www.ifg.org |
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| Medha Patkar (Bild) und Baba Amte (Indien) gelten als die führenden Aktivisten im Kampf gegen das Narmada-Projekt, mit dem Indiens größter westwärts fließender Strom mit zwei gigantischen Stauseen und mehr als 30 Dämmen reguliert werden soll und dabei mehr als eine halbe Million Menschen ihre Heimat verlieren. Der Konflikt spiegelt den Kampf zwischen zwei Entwicklungsstrategien: der rücksichtslosen Industrialisierung gegenüber der nachhaltigen regionalen Modernisierung. Website: www.narmada.org |
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| Bengt & Marie-Thérèse Danielsson (Schweden / Tahiti) spielten eine zentrale Rolle im erfolgreichen Kampf gegen die französischen Atombombenversuche auf den südpazifischen Inseln Muroroa und Fangataufa. Sie fungierten in beiden Richtungen als Informationsbörse: Sie warnten die Polynesier vor den dort unbekannten Risiken und informierten in Europa über die enormen Umweltschäden und kulturellen Zerstörungen. |
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| Jeton Anjain (Marshall Islands / Südpazifik), Abgeordneter der Pazifik-Insel Rongelap kämpfte 30 Jahre lang für das Überleben der Inselbevölkerung, die durch den radioaktiven Niederschlag eines amerikanischen Atombombenversuchs hoch verstrahlt wurde und seitdem als menschliche Versuchskaninchen missbraucht worden waren. Er starb 1993. |
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| Fatima Ribeiro (Bild) & Pedro Christofoli (Brasilien) gehören zu den Aktivisten der brasilianischen Bewegung der landlosen Bauern (Movimento dos Trabalhadores Rurais sem Terra / MST). Weil zwei Drittel der Bevölkerung ohne jedes Land sind, organisieren sie als bäuerliche Massenbewegung unter dem Slogan ‚Besetzen, Widerstehen, Produzieren’ die Besetzungen von brachliegenden Ländereien und kämpfen um die Legalisierung der neuen Besitzverhältnisse. Website: www.mstbrazil.org |
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| Ivo Poletto & Jorge Marskell (Bild) (Brasilien) haben als südamerikanische Befreiungstheologen das ‚Commissao Pastoral da Terra’ /CPT) gegründet, dass als kirchliche Organisation für Landrechte, Menschenrechte und demokratische Reformen für die Landbevölkerung kämpft. |
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1992
| Tapio Mattlar (Bild) & Lauri Hautamäki (Finnland) gehört zu den Aktivisten der finnischen Dorferneuerungs-Bewegung. Angesichts der massiven Abwanderung in die Städte entstanden durch die ‚Finnish Village Action/Kylatoiminta’ Dorfkomitees, die sich zu Kernzellen eines neuen regionalen Selbstbewusstseins mit zahlreichen kulturellen und politischen Aktivitäten entwickelten und die Landflucht bremsen konnten. Website: www.village-action.fi |
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| Zafrullah Chowdhury (Bangladesh) ist der Begründer des alternativen Gesundheitsdienstes ‚Gonoshasthaya Kendra’, der in Bangladesh nicht nur Barfuß-Ärzte in abgelegene Gebiete sendet, sondern mit intensiver Aufklärungsarbeit auch Gesundheitsvorsorge betreibt und mit eigenen pharmazeutischen Unternehmen kostengünstige Medikamente herstellt. Auf seine Initiative wurden zahlreiche gefährliche westliche Medikamente aus dem Verkehr gezogen. |
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| Helen Mack Chang (Guatemala) begann sich nach der Ermordung ihrer Schwester durch paramilitärische Banden für die juristische Verfolgung staatlich gedeckter politischer Attentate zu engagieren. Ihr Erfolg, die Hintermänner vor Gericht zu bringen, ermutigte andere ihrem Beispiel zu folgen und bildete die Grundlage für neue Rechtssicherheit. |
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John Gofman (USA) arbeitete als Nuklearchemiker für die staatliche Atombehörde, bis er aus Sorge um die Auswirkungen radioaktiver Niedrigstrahlung zum engagierten Kritiker der amerikanischen Atompolitik wurde. Das von ihm gegründete ‚Committee for Nuclear Responsibility’ engagiert sich in unabhängigen Studien von atomar verseuchten Gebieten und stellt wissenschaftliche Daten zu den Folgen der Niedrigstrahlung bereit. Committee for Nuclear Responsibility, Website: www.ratical.org/radiation/CNR/ |
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| Alla Yaroshinskaya (Russland) deckte als Journalistin nach dem Unfall von Tschernobyl die Lügen und zurückgehaltenen Daten der sowjetischen Behörden auf. In der Glasnost-Periode wurde sie als Abgeordnete in den Obersten Sowjet gewählt und fungierte nach dem Zusammenbruch der UdSSR als Beraterin von Boris Jeltsin. Heute arbeitet die Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin gemeinsam mit Michael Gorbatschov’s sozialdemokratischer Partei. |
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1993
| Arna Mer-Khamis (Israel) engagierte sich als Jüdin seit der Gründung Israels für Gerechtigkeit, Menschenrechte und Frieden mit den Palästinensern. Seit dem Ausbruch der Intifada 1987 arbeitete sie an dem Aufbau von Jugendzentren und kümmerte sich um die schwer traumatisierten Jugendlichen, betreute sie in den Gefängnissen und sorgte für ihre Verteidigung. Ihre Organisation ‚Care and Learning’ und organisierte Privatunterricht während der Jahre in denen Israel unter Kriegsrecht die palästinensischen Schulen schloss. Sie starb 1995. |
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| Sithembiso Nyoni (Zimbabwe) gründete nach der Unabhängigkeit ihrer Heimat die ‚Organisation of Rural Associations for Progress / ORAP’, um das Land auf der Basis der traditionellen afrikanischen Kultur in regionaler Selbstverantwortung aufzubauen. ORAP verbindet erfolgreich künstlerische Mobilisierung mit kooperativen Projekten auf Dorf-, Stadt- und Distriktebenen. |
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Vandana Shiva (Indien) arbeitete als Quantenphysikerin bevor sie ihre ‘Research Foundation for Science, Technology and Ecology’ gründete, um indische Grasswurzel-Initiativen aktiv zu unterstützen und für selbstbestimmte Entwicklungswege zu werben. Heute gilt Vandana Shiva als eine der wichtigsten globalen Aktivisten für Biodiversität und ökologische Landwirtschaft, spielt im Kampf gegen die Globalisierung und Gentechnik eine zentrale Rolle und gilt als Philosophin des Öko-Feminismus. Website: www.vshiva.net |
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| Mary und Carrie Dann (Western Shoshone Nation) gehören zu den Ältesten beim Volk der Schoschonen, die in den US-Bundesstaaten von Nevada, Kalifornien und Utah gegen die fortgesetzten Vertragsbrüche der amerikanischen Bundesregierung kämpfen. Sie engagierten sich insbesondere gegen amerikanische Atomtests, die auf Schoschonen-Land durchgeführt wurden und verweigerten bislang jede des minimalen angeboteten Reperationen für Landraub und Umweltverschmutzung. Website: www.nativeweb.org |
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1994
| Astrid Lindgren (Schweden) hat sich neben ihrer schriftstellerischen Aktivität als Kinderbuchautorin intensiv um Gerechtigkeit für, sowie den Dialog mit kulturellen Minderheiten engagiert und die Friedensbewegung aktiv unterstützt. Hinzu kommt ihr Kampf für Kinderrechte und die Bewahrung der Natur für kommende Generationen. Sie starb 2002. Website: www.astridlindgren.se |
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| Gerard Pantin und Ruth Montrichard (Bild) (Trinidad) gehören zu den Begründern der Sebsthilfe-Organisation ‘Service for All / SERVOL’ die sich besonders um den Aufbau sozialer Gemeinschaften und um die Förderung von Jugendlichen aus sozial schwachen Schichten kümmert. Hinzu kommen Initiativen für junge Mütter, Ausbildungseinrichtungen, Kliniken. SERVOL will menschliche und ökonomische Entwicklung verbinden und baut in seinen Projekten auf die Bedürfnisse, Selbsthilfe und Kooperation der Betroffenen. |
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| Hannumappa R. Sudarshan (Indien) engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für die Stammeskultur der Soliga im indischen Bundsstaat Karnataka. Ursprünglich als Gesundheitsprojekt geplant entwickelte sich seine Organisation ‚Vivekananda Girijana Kalyana Kendra (VGKK)’ zu einer kleinen NGO, die sich erfolgreich für die Überwindung von Armut, mangelnder Bildung, Menschen- und Landrechten der Soliga einsetzt. |
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| Ken Saro-Wiwa (Nigeria), Schriftsteller, Poet, Ökologe und Aktivist des ‚Movement for the Survival of the Ogoni Culture (MOSOP)’ kämpfte über Jahre gegen die enge Verflechtung von Militärs, Banken und dem Shell-Konzern, die sein Heimatland zerstörten. Er wurde nach einem Schauprozess trotz massiver internationaler Proteste zum Tode verurteilt und gemeinsam mit acht Mitstreitern am 10. November 1995 gehängt. Website: www.mosopcanada.org |
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1995
| András Biró (Ungarn) begründete nach der politischen Wende die ‘Hungarian Foundation for Self-Reliance (HFSR) oder ‚Autonómia Alapitváni’, um von der Basis der Gesellschaft aufwärts demokratische Strukturen aufzubauen. Die HFSR engagiert sich heute primär im Schutz der Sinti und Roma, im Umweltschutz, der nachhaltigen Entwicklung. |
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| Mirko Pejanovic (Bosnien-Herzegovina) begründete mit anderen bosnischen Serben das ‚Serb Civic Council (SCC)’ um ein Gegengewicht zum nationalistischen Radovan Karadzic zu bilden. Das SCC verstand sich als Vertreter eines multikulturellen, demokratischen, friedfertigen Bosnien-Herzegovina und bildete das Fundament für die Ära nach Milosevic. |
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| Carmel Budiardjo (England/Indonesien) geriet als englische Ehefrau eines indonesischen Oppositionellen in die Fänge der Suharto-Diktatur, verbrachte drei Jahre im Gefängnis, wurde gefoltert. Nach ihrer Rückkehr nach England gründete sie die Menschenrechtsorganisation ‚TAPOL’, die exilierte indonesische Oppositionelle unterstütze und die europäische Öffentlichkeit über Menschenrechtsverletzungen in Indonesien und Ost-Timor informierte. |
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Sulak Sivaraksa (Thailand) arbeitete als Sozialwissenschaftler und Herausgeber der ‘Social Science Review für Demokratie und Menschenrechte, bevor er mit dem 14. Dalai Lama und dem Zen-Mönch Thich Nath Hanh zum Begründer des ‚Internationalen Netzwerks für engagierten Buddhismus’ wurde. Mit seinem eigenen Santi Pracha Dharma Institute (Institut für Friede, partizipative Demokratie und Gerechtigkeit) engagiert er sich gegen die Globalisierung und für Förderung regionaler Entwicklung, kultureller Vielfalt, ganzheitliche Erziehung und spirituellen Wachstums. Website: www.sulak-sivaraksa.org |
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1996
| Herman Daly (USA) gilt als wichtigster Theoretiker für nachhaltiges Wirtschaften. Der Professor für Wirtschaftswissenschaften leitete die Umweltabteilung der Weltbank und veröffentlichte zahlreiche globalisierungskritische Bücher. Er ist Mitbegründer der ‚International Society for Ecological Economics (ISEE)’, die Strategien für ein nachhaltiges Wirtschaften erarbeitet. |
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| Ida Kuklina (Russland) begründete gemeinsam mit anderen Frauen das ‘Committee of Soldiers' Mothers of Russia (CSMR)’, um ihre Söhne vor Menschenrechtsverletzungen in der russischen Armee zu schützen, sie vorzeitig aus dem Militärdienst zu holen und Deserteure im Tschetschenien-Krieg vor dem Gefängnis zu bewahren. Gleichzeitig engagieren sie sich für die Demokratisierung der Streitkräfte und die Demilitarisierung der russischen Gesellschaft. Website: www.csmonitor.com |
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| P.K. Ravindran (Indien) begründete mit anderen Wissenschaftlern die den ‚Wissenschaftlichen Autoren-Verband von Kerala’ oder ‚Kerala Sastra Sahitya Parishad (KSSP), der sich zu einer Massenbewegung für Alphabetisierung und Bildung, regionale Entwicklung und Umweltschutz, Gesundheitsvorsorge und nachhaltige Energieformen, sowie kulturelles Selbstbewusstsein entwickelte. Mit Hilfe des KSSP wurde der Bundesstaat Kerala zum globalen Modell für erfolgreiche nachhaltige Entwicklung. Website: www.kssp.org |
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| George Vithoulkas (Griechenland) gilt als der bedeutendste Homöopath der Gegenwart. Ihm gelang es in langjähriger geduldiger Arbeit, die Homöopathie wissenschaftlich zu verankern und in zahlreiche öffentliche Gesundheitssysteme zu integrieren. In seiner ‚International Academy for Classical Homeopathy’ bildet er Mediziner aus aller Welt ganzheitlich aus. Website: www.gvs.net, www.classicalhomeopathy.com |
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1997
| Joseph Ki-Zerbo (Burkina Faso) gilt als einer der wichtigsten Historiker in Schwarzafrika. Durch seine Forschungen trug er maßgeblich zur Entstehung eines neuen afrikanischen Selbstbewusstseins auf der Basis eigener kultureller Werte bei. Mit seinem ‚Centre d’Études pour le Dévelopment Africaine (CEDA)’ arbeitet er daran, Umweltschutz, soziale Aktion und kulturelle Identität in Entwicklungsprojekten zu kombinieren. Joseph Ki-Zerbo leitet nach Jahren des Exils heute die Oppositionspartei von Burkina Faso. |
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| Jinzaburo Takagi (Japan) arbeitete als Nuklearchemiker für die Atomindustrie bis er angesichts der Gefährlichkeit von Plutonium die Seiten wechselte, das ‚Citizens' Nuclear Information Centre (CNIC)’ gründete und zur zentralen Figur der japanischen Anti-Atom-Bewegung wurde. Bis zu seinem Tod kämpfte er national und international gegen die Plutonium-Industrie sowie die modernen MOX-Brennstoffe, und schuf detaillierte Informationsbörsen, in denen die verharmlosende Öffentlichkeitsarbeit der Atomindustrie auf wissenschaftlichem Niveau widerlegt wurde. Website: www.cnic.or.jp/english |
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| Mycle Schneider (Deutschland/Frankreich) etablierte in Paris mit ‚World Information Service on Energy (WISE-Paris) ein privatwissenschaftliches Institut, dass auf vielen Ebenen gegen das verbreitete Unwissen über die Risiken der Atomenergie kämpft. WISE-Paris berät verschiedene Parlamente, Regierungen und Parteien ebenso wie internationale Umweltorganisationen. Gemeinsam mit Jinzaburo Takagi (s.o.) engagiert er sich besonders gegen die Plutonium-Industrie. Website: www.wise-paris.org |
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| Michael Succow (Deutschland) arbeitete als Botaniker an der Universität Greifswald, bevor er als letzter Umweltminister der DDR große Gebiete in den neuen Bundesländern als Naturschutzgebiete deklarieren ließ. Heute engagiert sich der Professor im Aufbau ökologischer Lehrstühle, als stellvertretende Vorsitzende des Naturschutzbundes in Deutschland für den ökologischen Umbau und mit seiner Stiftung primär für große Naturschutzprogramme im Fernen Osten. Website: www.succow-stiftung.de |
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| Cindy Duehring (USA) erkrankte nach einem Kammerjäger-Einsatz mit Pestiziden so stark an der Allergie-Krankheit MCS, dass sie bis zu ihrem Tod nur in einem vollständig sterilen und isolierten Gebäude existieren konnte. Trotz der schweren Krankheit gründete sie das ‚Environmental Access Research Network (EARN)’, dass später zum Bestandteil des ‚Chemical Injury Information Networks (CIIN)’ wurde. Hier wurden alle Daten zu der Umweltkrankheit gesammelt, weitergegeben, Fortbildungen für Ärzte initiiert und gegen die zunehmende chemische Vergiftung der Natur gearbeitet. Website: www.ciin.org |
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1998
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Alison Linnecar (Schweiz) gründete mit zahlreichen Frauen aus anderen Ländern 1979 das ‚International Baby Food Action Network (IBFAN)’, um auf die gefährlichen Folgen des Gebrauchs von künstlicher Babymilach hinzuweisen und mit internationalen Kampagnen für das natürliche Stillen von Kleinkindern zu werben. IBFAN formulierte gemeinsam mit der WHO einen Richtlinienkatalog für die Hersteller von Ersatzmilch und kontrolliert und dokumentiert die zhlreichen Verstöße. Website: www.ibfan.org |
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| Samuel Epstein (USA) geht als Krebsforscher und Umweltmediziner davon aus, dass die ständig zunehmenden Raten von Krebserkrankungen direkt mit der chemischen Belastung der Umwelt, der Lebensmittel, der Medikamente und Kosmetika zusammenhängen. Statt weiterhin Milliarden für die Behandlung auszugeben, fordert er umfangreiche Vorsorgemaßnahmen zur Verhinderung von Krebs. Mit der von ihm mitbegründeten ‚Cancer Prevention Coalition’ kämpft er für eine neue Gesundheitspolitik. Website: www.preventcancer.com |
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| Juan Pablo Orrego (Chile) begründete mit anderen Mitstreitern die ‘Grupo des Acción por el Biobio’ (GABB), um ein ökologisch fragwürdiges großes Staudammprojekt zu verhindern, dass zur Vertreibung der Peluenche-Indianer geführt hätte. Die Initiative wurde zum Fundament für eine Menschenrechts- und Umweltbewegung in der jungen Demokratie nach der Militärdiktatur und löste eine landesweite Diskussion über alternative Entwicklung aus. Website: www.im.org/programs/biobio |
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| Vesna Terselic und Katarina Kruhonja (Kroatien) begründeten noch während des Bürgerkrieges im ehemaligen Jugoslawien die ‚Croatian Anti War Campaign (ARK)’ und das ‚Centre for Peace, Non-Violence and Human Rights’. Nach dem Krieg arbeiteten sie mit vertrauensbildenden Maßnahmen daran, die tief verfeindeten Volksgruppen zusammen zubringen, traumatisierten Kriegsopfern zu helfen und ein Fundament für eine friedliche Zukunft zu schaffen. Website: www.centar-za-mir.hr |
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1999
| Hermann Scheer (Deutschland) gründete die Organisation ‚Eurosolar’, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die heute noch fossilen und atomaren Energiequellen vollständig durch regenerative Energieformen (Sonne, Wind, Wasser) zu ersetzen. Als Bundestagsabgeordneter versucht Scheer, die Energiewende auch politisch zu verankern und startete zahlreiche nationale, europäische und internationale Initiativen zur Förderung der Solarenergie. Website: www.eurosolar.org |
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| Júan Garcés (Spanien) erlebte als junger Berater von Salvador Allende den Militärputsch gegen die sozialistische chilenische Regierung und den Terror der Verfolgung. Die von ihm über zwei Jahrzehnte gesammelten Beweise gegen den Diktator machten es möglich, Augusto Pinochet während eines Aufenthalts in England verhaften zu lassen. Dieser Erfolg wurde zum Modell für die völkerrechtliche Verfolgung von staatlichen Menschenrechtsverbrechern in aller Welt. |
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| Martin v. Hildebrand (Kolumbien) legalisierte als Minister für indianische Angelegenheiten auf 20 Millionen Hektar indianische Landrechte im kolumbianischen Amazonas und schuf die Grundlage für eine eigenverantwortliche Entwicklung indigener Kulturen. Als Privatmann schuf er mit der ‚Consolidation of the Amazon Region (COAMA)’ eine NGO, die gemeinsam mit anderen Organisationen indianische Gemeinschaften modellhaft auf ihrem Entwicklungsweg unterstützt, berät und vernetzt. Website: www.coama.org |
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| Fernando Funes & Maria del Carmen (Kuba) gehören zu den Mitbegründern der ‘Grupo de Agricultura Organico (GAO)’, die es schaffte, Kuba innerhalb von wenigen Jahren fast vollständig auf ökologischen Landbau umzustellen und damit eine Ernährungskrise nach dem Ende sowjetischer Subventionen verhinderten. |
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2000
| Tewolde Berhan Gebre Egziabher (Äthiopien) nahm als äthiopischer Umweltminister an den UN-Konferenzen über den Schutz biologische Vielfalt teil und wurde im Streit um die Verbreitung gentechnisch veränderter Pflanzen zum Sprecher der Dritten Welt. Mit dem Cartagena-Protokoll gelang es den armen Ländern, den Einsatz von genetisch verändertem Saatgut unter strenge Bedingungen zu stellen und die natürliche Vielfalt zu schützen. |
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| Munir (Indonesien) setzte sich als Rechtsanwalt für die Menschenrechte in Indonesien ein, kämpfte mit seiner Organisation ‚Kontras’ gegen politische Gewalt, Folter, illegale militärische Übergriffe, begleitete die Rehabilitation von Opfern staatlicher Gewalt und arbeitete am Aufbau einer friedlichen demokratischen Kultur in der Ära nach Suharto. Munir starb im September 2004 auf dem Flug von Jarkata nach Amsterdam. Website: www.desaparecidos.org/kontras/ |
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| Birsel Lemke (Türkei / Deutschland) mobilisierte mit der von ihr mitbegründeten Bürgerinitiative ‚Hayir’ die Bewohner der türkischen Riviera, sich gegen den geplanten Goldabbau mit Zyanid und hochgiftigen Chemikalien zu wehren. Mit ungewöhnlichen Protestformen gelang es, 560 ähnliche Minen schon bei der Planung des Pilotprojektes zu stoppen. |
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| Wes Jackson (USA) arbeitet als Agrarwissenschaftler, Farmer und Biologe an seinem privaten ‚Land Institute’ in Kansas daran, Getreide und Wildpflanzen so zu züchten und zu kreuzen, dass kommenden Generationen Saatgut zur Verfügung steht, dass nicht jedes Jahr neu ausgesät werden muss, sondern als fest verwurzelte Pflanze jährlich geerntet werden kann. Website: www.landinstitute.org |
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2001
| Uri & Rachel Avnery (Israel) haben mit der Friedensinitiative ‚Gush Shalom’ eine kleine, aber wirkungsvolle Organisation geschaffen, die mit zahlreichen spektakulären Aktionen für eine Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern auf der Basis gegenseitigen Respekts, kulturellem Dialog und Gewaltfreiheit kämpft. Website: www.gush-shalom.org |
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| Angie Zelter, Ellen Moxley (England) und Ulla Røder (Dänemark) haben mit ‚Trident Ploughshares’ eine Friedensinitiative gegründet, welche die atomare Abrüstung in die eigenen Hände genommen hat, indem sie immer wieder Kriegsgerät zerstört und dafür Gefängnisstrafen in Kauf nimmt. Sie beruft sich bei ihren Aktionen mit wachsendem Erfolg auf internationales Recht und internationale Vereinbarungen, nach denen Atomwaffen gegen das Völkerrecht verstoßen. Website: www.tridentploughshares.org |
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| Leonardo Boff (Brasilien) gilt als einer der wichtigsten Vertreter der südamerikanischen Befreiungstheologie, die den Kampf für die Armen und Rechtlosen ebenso wie die Bewahrung der Schöpfung und das Engagement gegen die Globalisierung in den Mittelpunkt des Evangeliums stellt. |
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| Jose Antonio Abreu (Venezuela) gründete als Dirigent und Chorleiter das ‘Sistema Nacional de Orquestas Juveniles e Infantiles de Venezuela Torre Oeste’, in dem Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen im Rahmen von Jugendorchestern die Gelegenheit bekommen, ihre persönlichen Potentiale zu entwickeln, Gemeinschaft zu erfahren und Selbstvertrauen zu gewinnen. |
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2002
| Martin Green (Australien) ist ein weltweit führender Pionier bei der Entwicklung von photovoltaischen Solarzellen. Die von ihm entwickelten Produkte können bis zu 24.5 Prozent des einfallenden Lichts in elektrische Energie umwandeln und halten damit weltweit seit Jahren einen Effizienzrekord. Mit den von ihm nun neu entwickelten Zellen wird die Solarenergie künftig deutlich billiger werden. www.pv.unsw.edu.au |
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Das Centre Jeunes Kamenge (Burundi) ist eine Jugendorganisation mit über 20.000 Mitgliedern, die vor, während und nach dem Bürgerkrieg erfolgreich daran arbeitete, ein friedliches Zusammenleben der unterschiedlichen Volksgruppen zu fördern. Sie wendet sich besonders an arbeitslose, drogenabhängige, kriminelle und AIDS-kranke Jugendliche, bietet ihnen Fort- und Weiterbildung, soziale Gemeinschaft, Gesundhaitsvorsorge, kulturelle Aktivitäten, Alphabetisierungskampagnen und Informationen über ihre Rechte. Ihr ‚Peace and Rehabilitation Project’ organisiert Begegnungen zwischen den verfeindeten Ethnien und erprobt in Sommercamps Modelle des friedlichen und respektvollen Zusammenlebens. Website: www.cejeka.com |
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Kvinna till Kvinna (Schweden) entstand als Reaktion auf die Kriegsverbrechen an Frauen während des Balkankrieges und bedeutet wörtlich ‚Frauen für Frauen’. Die Stiftung unterstützt aber nicht nur die Opfer, sondern sieht Frauen als besonders wichtige Kraft bei Wiederaufbau der vom Krieg zerstörten Gemeinschaften. Sie entwickelt, besonders auf dem Balkan, aber auch im Nahen Osten und Georgien Gesundheits- und Rehabilitations-Projekte, unterstützt die Aufarbeitung der erlittenen Greuel und engagiert sich im Aufbau dialogischer, gleichberechtigter und demokratischer Strukturen. Dabei leistet sie Aufbauhilfe für zahlreiche lokale Frauenorganisationen, welche die Arbeit fortsetzen. Website: www.iktk.se |
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Martin Almada (Paraguay) wurde als Sozial- und Erziehungswissenschaftler unter der Diktatur von General Stroesser inhaftiert und gefoltert, floh nach seiner Freilassung ins Exil und engagierte sich in der internationalen Menschenrechtsbewegung. Nach dem Sturz der Diktatur kehrte er in seine Heimat zurück, baute eine Menschenrechts- und Rehabilitationsorganisation auf, entdeckte die geheimen Folterarchive und initiierte die Verfolgung der Täter. Außerdem baute er die Stiftung ‚Fondacion Celestina Perez de Almada’ auf, die sich gegen die Armut, Umweltzerstörung und Unterentwicklung engagiert. Hier stehen besonders Alphabetiserungskampagnen und die Förderung der Solarenergie im Vordergrund. Website: www.torture-free-world.org |
2003
| David Lange (Neuseeland) begründete in den 80er Jahren als neuseeländischer Premierminister den konsequent atomfreien Kurs des Landes. Neuseeland verweigerte atomar bestückten Kriegsschiffen das Einlaufen in neuseeländische Häfen und verzichtete freiwillig auf den angeblichen Schutz durch nukleare Abschreckung. Auch nach seiner Zeit als Premierminister hat Lange sich international für eine Welt ohne Atomwaffen engagiert. |
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| Walden Bello und Nicanor Perlas (Philippinen) tragen durch ihre Schriften, Forschung und Aktivitäten zu einer gerechteren Gestaltung der Globalisierung bei. Bello war Mitbegründer der Organisation Focus on the Global South und sagte in seinem Buch Dragons in Distress die asiatische Finanzkrise voraus. Perlas arbeitete mit der philippinischen Agenda 21, lokalen Mikrokreditbanken und hat mehrere internationale Netzwerke begründet. Website: www.cadi.ph |
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| Die Bürgerkoalition für wirtschaftliche Gerechtigkeit (Südkorea) ist eine breite Vereinigung der südkoreanischen Zivilgesellschaft und arbeitet für die Rechte von Arbeitnehmern, für soziale Gerechtigkeit und gegen Korruption. Sie hat viele Reformen hin zu einer gerechteren Gestaltung der südkoreanischen Wirtschaft durchgesetzt und setzt sich für einen friedlichen Vereinigungsprozess mit Nordkorea ein. Website: www.ccej.or.kr | |
| SEKEM (Ägypten) ist ein Agrarproduzent und –exporteur, der mit zahlreichen Bauern in ganz Ägypten arbeitet. Das Unternehmen setzt konsequent auf biodynamische Landwirtschaft und soziale Verantwortung. Es betreibt Schulen, Kindergärten und kulturelle Einrichtungen und wurde als ein Wirtschaftmodell für das 21. Jahrhundert ausgezeichnet. Website: www.sekem.com |
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2004
| Swami Agnivesh und Asghar Ali Engineer (Indien) sind Vordenker und Aktivisten für die Versöhnung der religiösen Gruppen in Indien. Agnivesh ist hinduistischer Mönch, Engineer ist muslimischer Religionsgelehrter. In Indien kommt es immer wieder zu blutigen Zusammenstößen zwischen diesen beiden Gruppen. Agnivesh und Engineer vermitteln den Gläubigen, dass ihre jeweilige Religion – richtig gedeutet und gelebt – für ein friedvolles Miteinander mit allen Andersdenkenden steht. Website: www.swamiagnivesh.com, www.csss-isla.com |
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Memorial (Russland) ist die wohl wichtigste noch aktive Menschenrechtsorganisation in Russland. Sie kombiniert die Aufarbeitung der Stalinvergangenheit und der Verbrechen der Sowjetdiktatur mit der Dokumentation von Menschrechtsverletzungen im heutigen Russland. Im Mittelpunkt steht dabei der Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien. Website: www.memo.ru |
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| Bianca Jagger (Nicaragua) setzt sich seit 25 Jahren weltweit für Menschenrechte, Bürgerrechte und das Recht auf eine saubere Umwelt ein. Sie nutzt ihre Bekanntheit, um auf Menschen in Not aufmerksam zu machen, die sonst keine Beachtung finden würden. So kämpft sie beispielsweise gegen die Zerstörung des ecuadorianischen Regenwaldes durch die Ölförderung der Firma ChevronTexaco und für die Abschaffung der Todesstrafe. |
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Raul Montenegro (Argentinien) ist der vielleicht effektivste Umweltschützer Argentiniens. Mit unermüdlichem Einsatz hat er den Bau von Atomkraftwerken verhindert, chemische Industrie für ihre Verschmutzung zur Verantwortung gezogen und die Menschen über die Auswirkungen industrieller Großprojekte auf ihre Umwelt aufmerksam gemacht. Er arbeitet auch für die Rechte von Ureinwohnern in Argentinien und verbreitet ihr althergebrachtes Wissen über den nachhaltigen Umgang mit der Natur. Website: www.funam.org.ar |
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