Salzburger Landessammlungen: Provenienzforschung und Restitution
Inhaltsverzeichnis: Geschichte der Landesgalerie
Erwerbungen im Inland
Die Landesgalerie Salzburg wurde in den Jahren 1939 bis 1944 aufgebaut. Während dieser Jahre war der Kunstmarkt in „Großdeutschland“, besonders in der „Ostmark“, mit Objekten überschwemmt, die aus enteignetem, vorwiegend ehemals jüdischem Besitz stammten. Anders als bestehende Museen, die sich in dieser Zeit Kunstwerke aneigneten oder zukauften, wurde die Landesgalerie Salzburg aus dieser Situation heraus erst geschaffen. Ihre Schöpfung verfolgte wesentlich den Zweck, neben der Stadt und ihrem Museum auch dem Reichsgau Salzburg einen Anteil an der Neuverteilung dieser Kunstwerke zu sichern. Somit muss die daraus resultierende Problematik für die Landesgalerie als wesensimmanent gelten. Mit dem teilweisen Antritt ihres Nachlasses haben die Residenzgalerie Salzburg und die Sammlung Rupertinum Salzburg dieses Erbe übernommen.
Bei vielen Ankäufen für die Landesgalerie nach dem Februar 1942 aus dem Inland trat Welz - anders als bei den Paris-Erwerbungen - mit seinen privaten Galerien in Salzburg und Wien ganz offiziell als Zwischenhändler auf. Die diesbezügliche Vereinbarung vom 13. Februar 1942 sah vor, dass er aus dieser Tätigkeit eine Provision von 10 % zuzüglich seiner Spesen erhalten sollte. Er interpretierte sie großzügig zu seinen Gunsten. Soweit es sich überprüfen lässt, schob er zwischen seinen Erwerbungen und deren Weitergabe an die Landesgalerie eine Gewinnspanne von durchschnittlich 70 % ein.[1] Das gilt zwar im Kunsthandel als eher moderat, gemessen an den Vereinbarungen ist es trotzdem bemerkenswert. Dazu kommt, dass er diesen Gewinn ohne jedes unternehmerisches Risiko erzielte: Der Privatmann Welz erwarb Objekte, von denen er im vorhinein wusste, dass er sie dem Landesgalerie-Leiter Welz mit entsprechendem Aufschlag weiterverkaufen konnte. In einem Fall trieb er den Nachteil, der dem öffentlichen Haushalt daraus erwuchs, soweit, dass sogar sein Mentor Gauhauptmann Reitter diese Forderung als allzu unverschämt zurückwies.[2]
Die Arisierung der Galerie Würthle von Lea Bondi-Jaray und die Erwerbung der Kunstsammlung Heinrich Rieger – den Begriff „Arisierung“ schloss in diesem Fall der Anwalt der Rieger-Erben selbst aus[3] – durch Friedrich Welz brauchen hier im Detail nicht abgehandelt zu werden, weil sich die Bilder aus diesen Aneignungen nicht mehr in den Salzburger Sammlungen befinden. Die Galerie Würthle, Wien, Weihburggasse 9, übernahm Welz am 3.April 1938.[4] Von hier – konkret nicht aus der Galerie, sondern aus dem Privateigentum von Frau Bondi-Jaray[5] – stammt das von Egon Schiele gemalte Porträt der „Vally von Krumau“, das 1944 für die Landesgalerie inventarisiert wurde.[6] Die Galerie in Wien führte Welz als Filiale seines Salzburger Geschäfts. Die Zweigniederlassung ermöglichte ihm eine Teilnahme am prosperierenden Wiener Kunstmarkt, was sich mittelbar auch auf die Landesgalerie auswirkte. Das erwies sich bereits beim Erwerb der Sammlung zeitgenössischer österreichischer Kunst des jüdischen Arztes Heinrich Rieger, die Bruno Grimschitz inventarisiert und bewertet hatte.[7] Zunächst sollte ein kommissionsweiser Abverkauf über Welz‘ Wiener Geschäft erfolgen. Als sich dieses Vorhaben aus welchen Gründen auch immer nicht realisieren ließ, griff Welz selbst zu und erwarb 26 Bilder der Sammlung.[8] Sechs davon, Anton Faistauers „Waldinterieur“ und „Hochzeitsrosen“, Josef Dobrowskys „Mädchen mit Krug“, Ernst Hubers „Winterlandschaft“, Sergius Pausers „Halbakt“ und Robin Christian Andersens „Stillleben“ gelangten 1943/44 tauschweise an die Landesgalerie.[9] Heinrich Rieger wurde 1942 in Theresienstadt ermordet. Alle sieben Bilder, die sechs von Rieger und Bondi-Jarays „Vally“, wurden nach 1945 zurückgestellt.
Das blieben – abgesehen von einer weiteren Ausnahme – allerdings die einzigen Rückstellungen von Inlandsankäufen. Ihre Durchführung ließ sich – schwierig, aber doch – bewerkstelligen, weil ihr Erwerb durch Welz dokumentiert war. Das trifft auf die meisten anderen Fälle nicht zu. Hier führt kein Weg an einer Analyse jedes einzelnen Vorganges und an einer einwandfreien Dokumentation der Ergebnisse vorbei. Das Klimt-Bild „(Unterach am) Attersee“, das bis in die dreißiger Jahre der bekannten Wiener Mäzenatenfamilie Zuckerkandl gehörte, später in die Galerie Welz, 1944 an die Landesgalerie und schließlich ins Salzburger Rupertinum gelangte, wird heute als „mutmaßlich ,arisiert‘ “ bezeichnet.[10] Eine solche „Mutmaßung“ dient – solange der Nachweis für die Behauptung fehlt – einer Sache nicht, der nur streng-wissenschaftliche, historisch-positivistische Provenienzforschung nützt. Vermutungen, auch gut begründete, schützen vor Irrtum nicht, wie das folgende Beispiel verdeutlicht: Im Dezember 1940 interessierte sich der Salzburger Museumsdirektor Max Silber für drei Aquarelle von Rudolf von Alt: je eine Ansicht von Salzburg und von Bad Gastein sowie „Das Innere der Franziskanerkirche“ in Salzburg.[11] Alle drei Bilder waren bei emigrierten jüdischen Wiener Industriellen enteignet worden, das erste bei Julius Priester, die beiden anderen bei Robert Pollak.[12] Alle drei befanden sich in Wien bei Kuratoren, die Aufsicht darüber führte die Zentralstelle für Denkmalschutz (Bundesdenkmalamt). 1941 erwarb Silber um 1 300.- Reichsmark das dritte, „Das Innere der Franziskanerkirche“, und präsentierte es auch auf seiner Ausstellung „Heimatliches Kulturerbe“ 1942.[13] Bei den beiden erstgenannten, darunter der Ansicht von Salzburg, die einen Blick auf die Salzburger Altstadt von der Steinterrasse aus eröffnet, kam der Kauf nicht zustande. 1941 – kaum später, weil er mit Jahresende nach Klagenfurt wechselte – kaufte Gauleiter Rainer in der Neuen Galerie in Wien Rudolf von Alts Aquarell „Salzburg vom Stein“, das Welz 1943 für die Landesgalerie inventarisierte und das heute der Residenzgalerie gehört.[14] Somit ergibt sich: 1941 kauft Silber Alts Salzburger Ansicht (vom Stein aus) in Wien nicht, dafür kauft Rainer im gleichen Jahr und am gleichen Ort Alts „Salzburg vom Stein“. Die Vermutung, dass beide Bilder identisch sind, darf als massiv gelten. Sie ist trotzdem falsch. Die Abweichung in den Maßangaben könnte auf Irrtum zurückzuführen sein. Als präziser Nachweis dient jedoch, dass Alt das selbe Sujet vom selben Standort aus wenigstens fünfmal malte: Schon 1883 und zweimal 1887 (was alles hier keine Rolle spielt), 1888 dann jenes Aquarell, das heute zu den Beständen der Residenzgalerie gehört, und 1894 jenes, das Silber 1941 nicht erwerben konnte. Es befindet sich heute – oder befand sich jedenfalls noch 1968 – in Mexiko im Besitz von Julius Priesters Erben, der 1939 über Paris nach Mittelamerika emigriert war.[15] Dass von den fünf Alt-Bildern des gleichen Sujets im Standardwerk zu Rudolf von Alt nur die ersten drei erwähnt werden, das vierte immerhin im Residenzgaleriekatalog zu finden, das fünfte hingegen, mit dem Alt die Reihe 1894 abschloss [16], nirgendwo dokumentiert ist, verweist ein weiteres Mal darauf, dass selbst die Literaturrecherche zur Archivforschung keine überzeugende Alternative bietet.[17]
Bedenklichkeit ist bei allen Erwerbungen vorauszusetzen, die über Friedrich Welz oder seine Galerien in Salzburg und Wien an die Landesgalerie gelangten, sofern sich das Gegenteil nicht erweisen oder wenigstens plausibel machen lässt. Letzteres gilt z. B. für die beiden Werke von Anton Kolig, für die sich die Geschäftskorrespondenz mit dem Nachweis des Ankaufs direkt vom Künstler erhalten hat.[18] Ähnliche Unbedenklichkeit kann für die Beschaffung der Bilder zeitgenössischer Künstler gelten, zumal wenn Welz zu ihnen in Kontakt stand. Die Ankäufe von Steinhart, Kaufmann, Zülow, Diener, Eckl, Padua, Kitt, mit Einschränkung auch solche von Boeckl, Fronius, Laske, Moll gehören hierher. Ebenso zählt dazu Hinterholzer mit seinem starken Salzburg-Bezug, auch wenn dieser Künstler schon 1928 verstorben ist. Bei ihnen kann es als unwahrscheinlich angesehen werden, dass sich ihre Werke vor dem Erwerb durch Welz im Eigentum Dritter befanden, denen sie entzogen worden wären. Entlastend tritt der Herkunftsvermerk „vom Künstler erworben“ hinzu. Einen Freibrief bedeutet diese Formel allerdings nicht. Sie wurde im Inventarbuch von Martha Osthoff angebracht, und zwar - wenn sie keine Aufzeichnungen vorfand - zweifellos nach Rücksprache und Angaben von Friedrich Welz. Auch Eigenmächtigkeiten Osthoffs mögen vorgekommen sein. In diesem Sinn ist die Verwendung der Formel bei Inventarnummer 597 zu verstehen, die in Wirklichkeit nicht „vom Künstler erworben“ wurde, sondern aus der Sammlung Rieger stammt.
Keine Bedenken können bei den drei Übernahmen aus der alten Residenzgalerie und dem einen Bild aus dem Festspielhaus obwalten.[19] Gleiches gilt für die Bilder in den Räumen des Gauleiters, wenn sie Vermerke über frühere Standorte in der Residenz bzw. im Chiemseehof tragen.[20] Zwar fehlen sie im 1914 erschienen Band XIII der Österreichischen Kunsttopographie, doch lassen sie sich in einem Inventarverzeichnis dieser Gebäude aus der Zwischenkriegszeit von Franz Martin nachweisen.[21] Auch die Olivier-Serie aus der Burg Hohenwerfen wird kaum zu Bedenken Anlass geben.[22] Gerstls „Landschaft bei Wien“ (auch: „Die Strasse“ oder „Motiv aus Nußdorf“) kam 1936 von Otto Kallir-Nirenstein, dem Gründer der Neuen Galerie in Wien, an die Galerie Welz. 1935 und 1936 wurde das Bild in Zusammenarbeit mit Otto Kallir-Nirenstein bei Welz auf Ausstellungen gezeigt.[23] Der Eingangsvermerk in die Galerie Welz „1936“ tritt 1943 in Zusammenhang mit Welz‘ Steuerprüfung auf und muss als glaubhaft angesehen werden.[24] Wenn Welz das Bild somit drei Jahre vor Kallirs Emigration erwerben konnte und später – von Seiten eines professionellen Kunsthändlers – niemals Ansprüche darauf erhoben wurden, können kaum Unregelmäßigkeiten unterstellt werden.[25] Ähnlich wird Faistauers „Landschaft bei Maishofen“ mit der Herkunftsangabe „Dr. Nierenstein (!)“ zu beurteilen sein, das Welz möglicherweise vor 1935 erwarb, da sich Otto Nirenstein später Otto Kallir nannte.[26] Auch hier fällt ins Gewicht, dass der Kunsthändler, der nach 1945 aus den USA wieder seine Fäden nach Österreich knüpfte, keine Rechte darauf geltend machte. Einer der seltenen dokumentierten Fälle eines Privatankaufs, bei dem sich der Verkäufer mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit identifizieren lässt, bezieht sich auf „Dir. Turba, Wien“.[27] Direktor Dr. Richard Turba war vor, während und nach dem Krieg in Wien gemeldet, ohne dass eine Beeinträchtigung durch den zweimaligen Machtwechsel festzustellen wäre.[28] Unbedenklich – wenn auch aus ganz anderem Grund – sind letztlich die Ankäufe, die im September 1944 nicht mehr von Welz, sondern von seinen Nachfolgern auf der Ausstellung „Deutsche Künstler und die SS“ vorgenommen wurden.[29]
Schwer einschätzen lassen sich Welz‘ Ankäufe in Deutschland (in den Grenzen nach 1945), die – soweit sie noch vorhanden sind – von den Kunsthändlern Vömel in Düsseldorf, Koeberlin in Prien und Hinrichsen in Berlin kommen.[30] Im Rahmen seiner Privatgeschäfte – mittelbar auch die Landesgalerie berührend – stand er im „Altreich“ mit Albert Bruschwiller und Eugen Loevenich in Verbindung, beides hochrangige Repräsentanten der NS-Kunstszene.[31]
Aus jener unüberschaubaren Fülle von Kunstgut, das aus zahllosen enteigneten, vornehmlich jüdischen Wiener Sammlungen stammte und ab 1940 zur Verteilung an öffentliche Museen, darunter auch an das Salzburger Museum [32], gelangte, erhielt die Landesgalerie keine Zuwendungen, da sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht existierte. Aber das war der Hintergrund des Kunstmarktes, bei dem Welz mitmischte. Dementsprechend sind seine Erwerbungen, vor allem von Objekten aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert mit Vorbehalt zu beurteilen. Noch bevor die Landesgalerie offiziell gegründet wurde, stattete er die Repräsentationsräume des Gauleiters mit Bildern seiner Galerie aus. Dort hingen schon Erwerbungen des Reichsgaus aus dem Herbst 1939, bei deren Beschaffung Skepsis angebracht ist.[33] Welz verwendete dann dafür verhältnismäßig hochwertige Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, darunter drei Bilder aus der Sammlung Rieger, angeblich schon 1939, was die Problematik ausreichend beleuchtet.[34] Später gelangten sie aus der Galerie Welz in die Landesgalerie, ebenso wie drei weitere „Rieger“-Bilder und Schieles „Vally“ aus dem Umfeld „Würthle“/ Bondi-Jaray.[35] Sie zählten zu den 38 Bildern, die Welz aus seiner Galerie durch Tausch 1943/44 in die Landesgalerie überführte. Durch diese Tauschvorgänge entnahm er der Landesgalerie französische Bilder, die als wertbeständige Geldanlage problemlos Abnehmer fanden. Zwar verkaufte Welz von den 15 entnommenen Bildern lediglich drei, doch wird man das verbleibende Dutzend als Vorsorge für die Zeit nach dem sich abzeichnenden Zusammenbruch sehen müssen, nach dem sich auf Jahre hinaus kein attraktiver Markt für zeitgenössische österreichische Kunst erwarten ließ.[36] Daher diente der Tausch in der Gegenrichtung dem Ziel, solche Bilder in der öffentlichen Sammlung zu „parken“. Für sie gilt durchwegs eine höhere Stufe an Bedenklichkeit. Sie stammten – ohne nähere Spezifikation – aus dem Wiener Geschäft von Friedrich Welz oder aus anderen Wiener Galerien.[37] Dazu zählten die z. T. arisierten Kunsthandlungen Reinhold Entzmann[38], Regine Asenbaum[39], Valentin Theuermann[40], Josef Wachtels Antiquariat in der Singerstraße[41], die Neue Galerie[42] und die Galerie St. Lucas[43], welch beide letzteren sich auch mit Lieferungen für das Linzer Führermuseum befassten[44]. Zumindest eines der drei Mühlenbilder von Schindler kommt von „Steiner, Glg. Wien“, was möglicherweise an einen Umweg über die Gauleitung Wien und eine Herkunft aus den arisierten Sammlungen von Jenny oder Robert Steiner denken lässt.[45] Hinlänglich bekannt ist die Problematik der Bilder aus dem Wiener Dorotheum, dessen Experte Hans Herbst die besetzten Gebiete in Kunstangelegenheiten bereiste.[46] Bei der Bezugsquelle „Stiasny“ lässt sich kaum entscheiden, ob es sich um Opfer – wie Nora und Paul Stiasny aus der Verwandtschaft der bereits genannten Mäzenatenfamilie Zuckerkandl, vielleicht den Salzkammergut-Sammler Rudolf Stias(s)ny, einen Rudolf Israel Stiasny, der, polizeilich korrekt, am 14. Juli 1942 nach Theresienstadt „abgemeldet“ wurde – oder einen Täter wie Hans Stiasny handelt, einen Glücksritter und Paris-Einkäufer ähnlich wie Welz.[47] Bedenken sind sicher auch notwendig bei Ankäufen von Bruno Grimschitz.[48] Mit Sicherheit sind solche beim Erwerb einer Fischbach-Mappe mit Trachtenstudien von der Ausseer Niederlassung der Galerie Gurlitt angebracht.[49] Der Gedanke an eine Sammlung aus einer der zahlreichen enteigneten jüdischen Salzkammergut-Villen liegt hier nahe. Das gleiche Bedenken gilt gegenüber der Bezugsquelle „Dr. Kai Mühlmann“.[50] An seine Verbindungen in den Osten ist auch zu denken, wenn als Herkunft für die Inventarnummer 584 das „Palais Sztucki“ in Warschau genannt wird.[51]
Das sind Beispiele. Die Liste ließe sich verlängern. Sie würde nichts an einem erstaunlichen Phänomen ändern: Keines dieser Bilder wurde nach 1945 gesucht. Die Besitzer waren tot, Überlebende desinteressiert, Erben uninformiert. Rieger und Bondi-Jaray blieben die Ausnahmen. Davon abgesehen beinhaltet keine der zahllosen Suchanzeigen in den vielen Kartons mit Restitutionsmaterialien im Archiv des Bundesdenkmalamtes in Wien eine Objektbeschreibung, die sich präzis einem Kunstwerk der ehemaligen Landesgalerie zuordnen ließe. Vielmehr bleiben die Angaben – bestenfalls – vage: Eine „Salzburger Alpenvorland-Landschaft“ von Faistauer, die 1938 in Linz versteigert werden sollte, könnte Faistauers „Landschaftsstudie mit Hohem Göll“ entsprechen, eine gesuchte „Wassermühle“ von Schindler könnte die „Fürstenbrunnermühle“, die „Mühle in Plankenberg“ oder die „Gschwandt-Mühle“ meinen, ein gesuchtes Boeckl-Stillleben könnte sich auf jenes aus der Landesgalerie beziehen.[52] Zwingend ist das alles nicht. Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ebenso wenig.
Koller, Fritz: Inventarbuch der Landesgalerie Salzburg 1942-1944.
Salzburg 2000, S. 27-32.
Inhaltsverzeichnis: Geschichte der Landesgalerie
[1] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tabelle 6).
[2] SLA HS 926/7 (16-18); RStH, BdRStH 60.
[3] SLA HS 926/10 (123).
[4] SLA HS 926/10 (34 ff.); 11 (Akt Würthle); 17; Susanna Bichler, 1865-1995: Ein Überblick, in: Galerie Würthle (wie Anm.168), S.12.
[5] SLA HS 926/10 (161); 17 (22.8.1966); Gutachten von Monika Mayer, Archiv der Österreichischen Galerie Belvedere (SLA HS 926/17).
[6] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-Nr.573.
[7] SLA HS 926/10 (65 ff.); 11 (Akte Rieger, 14.7.1938).
[8] SLA HS 926/10 (69 f.).
[9] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 574-577, 580, 597.
[10] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 588; Hubertus Czernin, Die Fälschung. Der Fall Bloch-Bauer (Wien 1999), S. 425 f., 477.
[11] BDA Restitutionsmaterialien, Karton 8 (Mappe 8).
[12] Zu den Personalia: BDA Restitutionsmaterialien, Karton 8 (Mappe 13).
[13] BDA RestA Robert Pollak in Restitutionsmaterialien Karton 43/1; Ausstellung Heimatliches Kulturerbe. Neuerwerbungen des Stadtmuseums Salzburg 1938-1942 (Ausstellungskatalog) (Salzburg 1942) S.47.
[14] Dokumentenanhang Nr.6; vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 455; Salzburg als Motiv. Die Graphiksammlung der Residenzgalerie Salzburg (Ausstellungskatalog) (Salzburg 1988), S.94 ff., Abb.46.
[15] BDA RestA Julius Priester in Restitutionsmaterialien Karton 43/1.
[16] Die Datierung „1894“ ist auf der Fotodokumentation im RestA Priester (a.a.O.) einwandfrei zu lesen.
[17] Walter Koschatzky, Rudolf von Alt 1812-1905 (2.Auflage) (Salzburg 1976), S.290 ff., NNr. 83/11, 87/05, 87/09 (wozu möglicherweise noch 89/11 tritt).
[18] SLA HS 926/12 (Schriftverkehr Kolig I, 128-144, 213).
[19] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 479, 550, 590 f.
[20] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 451, 453, 478.
[21] SLA HS 926/3; Hans Tietze, Die profanen Denkmale der Stadt Salzburg (ÖKT XIII) (Wien 1914).
[22] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 468 ff.
[23] Provenienzforschung (SLA HS 925/12) und Gästebuch bis 1937 und ab 1947 der Galerie Welz.
[24] SLA HS 926/10 (163).
[25] Otto Kallir-Nirenstein. Ein Wegbereiter österreichischer Kunst (98.Sonderausstellung im Historischen Museum der Stadt Wien) (Wien 1986).
[26] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-Nr. 561; SLA HS 926/10 (161).
[27] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-Nr. 565; SLA HS 926/10 (160); Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tabelle 6).
[28] Auskunft des Wiener Stadt- und Landesarchivs, Meldereferat.
[29] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 614 ff.
[30] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 481, 544, 612.
[31] SLA HS 926/10 (159 f.); Dokumentation (wie Anm.82); Inv.-NNr.522, 523; vgl. Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tabelle 6).
[32] Salzburger Museum CA: BDA Restitutionsmaterialien Kartons 8, 8/1, vielfach; Ausstellung Heimatliches Kulturerbe. Neuerwerbungen des Stadtmuseums Salzburg 1938-1941 (Ausstellungskatalog) (Salzburg 1942); die historische Situation dargestellt aus der Sicht von Hubertus Czernin: Der Standard 24.2.1998, S.12, die heutige Situation dargestellt von Direktor Dr.Wolfram Morath: Salzburger Nachrichten, 17.9.1998, Regionalteil, S.2; jüngere Literatur dazu (nach 1945), vor allem die Restitutionen betreffend, fehlt.
[33] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-Nr. 449.
[34] Die Leihliste in SLA HS 925/5 (47 ff.); 10 (144, 162); vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 523, 551, 556- 559, 561, 562, 568, 569, 574, 576, 577, 579, 582, 585-587.
[35] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 573, 576 f.
[36] Zwölf der 15 Bilder konnten nach 1945 bei Welz sichergestellt werden, bei den drei übrigen wird man Verkauf annehmen müssen: vgl. Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tausch) und Edition, Inv.-NNr. 210, 379, 398.
[37] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 559, 568, 569, 582; Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tabelle 6).
[38] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 492 ff., 546; SLA HS 926/10 (160, 162); Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tabelle 6).
[39] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-Nr. 583; SLA HS 926/10 (159); Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tabelle 6).
[40] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-Nr. 587; SLA HS 926/10 (161); Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tabelle 6).
[41] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-Nr. 581; SLA HS 926/10 (159); Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tabelle 6).
[42] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 455, 557; SLA HS 926/10 (159); Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tabelle 6); Czernin, Fälschung (wie Anm.197), S.393 ff.
[43] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-Nr. 551; SLA HS 926/10 (159); Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tabelle 6).
[44] Neue Galerie: Czernin, Fälschung (wie Anm.197), S.395; Galerie St.Lucas: Auskunft BDA.
[45] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 552, 553, 564; SLA HS 926/10 (159); Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tabelle 6); BDA Restitutionsmaterialien Karton 8/1 (Mappe 13, Blatt 55); Karton 12/2 (Mappe 3, Blatt 92 ff.).
[46] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-Nr. 554, 599; Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tabelle 6); zu Hans Herbst: Dokumentation (wie Anm.82); zu den Geschäften des Dorotheums aus der Sicht von Hubertus Czernin: Standard, 16.3.1999, S.6.
[47] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-Nr. 567; SLA HS 926/10 (161); Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tabelle 6); zu Nora und Paul Stiasny: Czernin, Fälschung (wie Anm.197), S.378 ff.; zu Rudolf Stiasny: BDA RestA Rudolf Stiasny; zu Rudolf Israel Stiasny: BDA Restitutionsmaterialien Karton 8 (Mappe 13); zu Hans Stiasny: Schenker-Papers (wie Anm.46), fol.11; Wiener Adressbuch 1942, III, S.7.
[48] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-Nr. 545; SLA HS 926/10 (162); Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tabelle 6).
[49] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 600 ff.
[50] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-NNr. 482 ff.
[51] Vgl. Abschnitt Inventarbuch, Edition, Inv.-Nr. 584; SLA HS 926/10 (159) ; Abschnitt Inventarbuch, Statistik (Tabelle 6).
[52] BDA Restitutionsmaterialien Karton 8 (Mappe 1, Blatt 7); Karton 12/5, Akt 1125/52; RestA Ella Herzfeld (35).

