Migrationsbericht 2006 (Eurostat)
Das europäische Statistikamt Eurostat hat einen Bericht zu den Migrationsströmen im Jahr 2006 veröffentlicht.
3 Millionen Einwanderer
Im Jahr 2006 wurden rund 3 Millionen Einwanderer, die sich in einem der 27 EU-Mitglieds-staaten ein Jahr oder länger im jeweiligen Land niederlassen wollten, registriert. Davon kamen die Migranten aus folgenden Ländern:
1,2 Mio Personen (40%) Staatsbürger eines der 27 EU-Staaten und
1,8 Mio Personen (60%) Staatsbürger aus einem Drittstaat (insb. Asien, Amerika, Afrika).
Polen und Rumänen ganz vorne
Die größten Einwanderungsgruppen stammten aus:
| Polen Rumänien Marokko Großbritannien Ukraine China Deutschland | 290.000 Personen 230.000 Personen 140.000 Personen 100.000 Personen 100.000 Personen 100.000 Personen 90.000 Personen |
Die Einwandererländer
Die meisten eingewanderten Personen nahmen 2006 folgende Länder auf:
| Spanien Deutschland Großbritannien | 800.000 Personen 560.000 Personen 450.000 Personen |
Dies entspricht einer Aufnahme von 60% aller Einwanderer, die sich in den 27 Mitgliedsstaaten niedergelassen haben.
Einwanderer auf 1000 Einwohner
Neben den absoluten Zahlen weist die Statistik außerdem noch eine Zuwanderung im Verhältnis zur Wohnbevölkerung aus. Da zeigt sich folgendes Bild (Einwanderer pro 1000 Einwohner):
| Luxemburg Irland Zypern Spanien | 28,8 19,6 18,7 18,1 |
Der EU-Durchschnitt beträgt 6,2 ausländische Einwanderer pro 1000 Einwohner. Den geringsten Anteil an Zuwanderung weisen auf: Polen, Rumänien, Litauen, Lettland.
Die höchsten Anteile an Einwanderung aus Drittstaaten hatten folgende Länder:
| Slowenien Rumänien Tschechien | 90% (Großteil aus Bosnien, Herzegowina) 86% (Großteil aus Moldawien) 83% (Großteil aus Ukraine) |
Die niedrigste Migration aus Drittstaaten hatten Luxemburg (16%) und Irland (23%).

