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Krisenhotline für Schwangere - 0800-539 935

Kostenlose und anonyme Beratung

Wenn Sie glauben, dass für Sie ein Leben mit Ihrem Kind schwierig oder überhaupt nicht möglich ist oder Sie sich durch andere schwerwiegende Probleme belastet fühlen, bieten wir Ihnen kostenlose und anonyme Hilfe an.

Die Krisenhotline 0800 539 935 - betreut von pro mente Salzburg - steht Ihnen Tag und Nacht 24 Stunden zum Nulltarif zur Verfügung. Sie werden beraten und es werden Ihnen Kontakte zu Personen und Einrichtungen vermittelt, die konkret und diskret helfen können. Sie können sich aber auch selbst an eine der Kontaktadressen (doc, 61 KB) wenden.

In der Beratung werden Ihnen verschiedene Hilfsmöglichkeiten in Bezug auf Ihre soziale, finanzielle und psychische Notsituation aufgezeigt. Vielleicht ist es mit diesen Unterstützungen doch möglich, dass Sie Ihr Kind bei sich behalten. Ist dies nicht der Fall, gibt es für Sie und Ihr Kind noch andere Möglichkeiten wie zB die Übergabe an Pflegeeltern, eine Adoption oder das Babynest.

Adoption

Diese kann in Form einer "inkognito" Adoption oder einer "offenen" Adoption erfolgen. Im ersten Fall wird Ihnen der Name und die Adresse der zukünftigen Adoptiveltern nicht bekannt gegeben. Das Kind hat aber auf jeden Fall die Möglichkeit, bei Volljährigkeit zu erfahren, wer die Mutter bzw. die Eltern sind. Damit bleibt auch im Fall einer Adoption das Grundrecht eines Menschen auf Beantwortung der Frage nach seiner Herkunft gewahrt. Dies kann auch für Ihr Kind einmal bedeutsam werden. Adoptionsvermittlungen führt das zuständige Jugendamt durch.

Anonyme Geburt

Wenn Sie verzweifelt sind und glauben, dass für Sie ein Leben mit Ihrem Kind nicht möglich ist, gibt es den Ausweg, Ihr Baby anonym in der Frauenklinik des Landeskrankenhauses, Müllner Hauptstraße 48, 5020 Salzburg, im Krankenhaus Hallein, Schwarzach und Zell am See zur Welt zu bringen.

Was heißt anonyme Geburt?

Sie bringen Ihr Baby im Krankenhaus zur Welt ohne Ihren Namen anzugeben. Sie werden so lange es erforderlich ist medizinisch betreut und können auch psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.
Nach der Geburt haben Sie die Möglichkeit, sich über die rechtliche Situation und weitere Schritte und mögliche Hilfen informieren zu lassen. Sie können nochmals frei entscheiden, ob Sie Ihr Kind mit nach Hause nehmen wollen oder unter Beibehaltung Ihrer Anonymität im Krankenhaus lassen. In diesem Fall gehen die Obsorgerechte für Ihr Kind auf den Jugendwohlfahrtsträger über.

Es ist möglich Ihrem Kind einen Brief zu hinterlegen, in welchem Sie dem Kind Ihre Beweggründe für diesen Schritt darlegen oder auch eine andere Botschaft übermitteln können. Dieser Brief wird bis zur Volljährigkeit des Kindes beim Jugendamt versiegelt aufbewahrt. Nach seinem Aufenthalt im Neugeborenenzentrum wird das Baby durch das Jugendamt einer überprüften Pflegefamilie übergeben und ein Adoptionsverfahren eingeleitet.

Sie sollten wissen, dass

  • Sie Ihren Entschluss, ohne Ihr Kind weiter zu leben, bis zur rechtskräftigen Durchführung einer Adoption rückgängig machen können, sofern das Pflegschaftsgericht zustimmt
  • Sie durch gentechnische Untersuchungen, falls Sie das wünschen, Ihre Identität als Mutter nachweisen können.