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Asylentscheidungen in der EU im Jahre 2009
78.800 Asylbewerber wurden in der EU als schutzberechtigt anerkannt


Im Jahre 2009 wurden in der EU27 rund 261.000 Asylwerber verzeichnet, davon waren rund 60.500 (ein Viertel) minderjährig. Von den Minderjährigen waren rund 12.200 umF (unbegleitete minderjährige Flüchtlinge).


Im Jahr 2009 hat die EU 78.800 Asylbewerber als schutzberechtigt anerkannt. Die größten Gruppen von Personen, denen in der EU27 der Schutzstatus zuerkannt wurde, waren Staatsangehörige aus folgenden Staaten:

  • Somalia (13.400 Personen bzw. 17% aller Asylwerber),
  • Irak (13.100 Personen bzw. 17%),
  • Afghanistan (7.100 bzw. 9%),
  • Russland (7.400 bzw. 10%),
  • Eritrea (4.600 bzw. 6%).


Im Jahr 2009 wurden in der EU27 317.500 Entscheidungen über Asylanträge getroffen, 228.600 davon in erster Instanz und 88.900 in endgültigen Berufungsentscheiden.
In 1. Instanz wurde 61.300 Personen der Schutzstatus zuerkannt und 17.000 Personen erreichten im Berufungsverfahren einen endgültigen positiven Berufungsentscheid.
Die Anerkennungsrate bei Asylbewerbern, dh der Anteil der positiven Entscheidungen an der Gesamtzahl der Entscheidungen, lag in der 1. Instanz bei 27% und in Berufungsverfahren bei 19%.


Von den 78.800 Personen, denen der Schutzstatus zugesprochen wurde, erhielten

  • 49.300 den Flüchtlingsstatus,
  • 29.900 subsidiären Schutz und
  •  9.600 eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen.


In folgenden Ländern wurden 92% der Personen, denen ein Schutzstatus zugesprochen wurde, verzeichnet:

  • England (12.500)
  • Deutschland (12.100),
  • Frankreich (10.400),
  • Schweden (9.100),
  • Italien (8.600),
  • Niederlande (8.100),
  • Schweiz (6.700),
  • Österreich (5.000).


Die Anerkennungsrate ist in der EU sehr unterschiedlich. Die höchsten Anerkennungsraten in 1. Instanz wurden in folgenden Ländern registriert:

  • Malta (66%)
  • Slowakei (56%),
  • Portugal (51%),
  • Niederlande und Dänemark (je 48%).


Die niedrigsten Anerkennungsraten verzeichneten:

  • Griechenland (unter 1%),
  • Irland (4%),
  • Spanien (8%),
  • Frankreich (14%,
  • Slowenien (15%).


Quelle: Eurostat (Statistisches Amt der Europäischen Gemeinschaften)