Suchtprävention
„Für jedes komplexe Problem gibt es eine Lösung, die einfach und plausibel ist - und falsch.“
(H.L. Mencken)
„Mehr Prävention!“
So regelmäßig wie Schlagzeilen über das „Sprengen von Drogenringen“ oder „jugendliche Alkoholexzesse“ in den Medien auftauchen, so regelmäßig wird die Forderung nach mehr Prävention erhoben.
Nach dem einfachen Motto „Vorbeugen ist besser als Heilen!“, das in der Öffentlichkeit stets ungeteilt Zustimmung findet, wird der Suchtprävention – durchaus auch zu Recht – immer mehr Bedeutung beigemessen.
Angesichts der vielfältigen und komplizierten Verursachung von Sucht ist es aber nicht verwunderlich, dass sich die Entwicklung von wirksamen Präventionsstrategien als viel schwieriger herausgestellt hat als vermutet.
Was ist Prävention?
Suchtprävention wird in Fachkreisen einhellig als umfassendes und langfristiges Unterfangen verstanden, das ein ganzes Bündel von Maßnahmen umfasst, die auf den ersten Blick überhaupt nichts mit Sucht oder Drogen zu tun haben: das Erleben von Zuwendung, die Entwicklung von Selbstvertrauen, die Förderung des Gesundheitsbewusstseins, die Verbesserung der Konfliktfähigkeit oder die Stärkung der Standfestigkeit gegen soziale Einflüsse. Dies alles – und das schon von Kindestagen an - entscheidet in einem hohen Ausmaß darüber, wie stark ein Mensch gegen Sucht und Abhängigkeit geschützt ist.
Und was tun mit den Heranwachsenden, die trotz Persönlichkeitsstärkung und Gesundheitsförderung illegale Drogen konsumieren, Alkohol und Nikotin übermäßig und risikoreich zu sich nehmen? Was tun gegen Neugier und Hang zum Risiko? Kann man überhaupt etwas tun?
Prävention als Gemeinschaftsaufgabe
Suchtprävention ist keine Angelegenheit, die einfach nur an Experten übertragen werden kann, sondern Gemeinschaftsaufgabe all jener, die in ihren jeweiligen Lebens- und Arbeitsbereichen den Alltag von Heranwachsenden begleiten.
Von diesem Grundsatz ist auch das Rahmenkonzept für Suchtprävention im Land Salzburg getragen, das ganz wesentlich auf die Entwicklung von regionalen Initiativen und Programmen setzt.
Die Entwicklung solcher Initiativen und Programme erfolgt in Kooperation von regionalen Koordinierungsgremien in den Bezirken, der Fachstelle für Suchtvorbeugung bei Akzente Salzburg und der Drogenkoordination des Landes.

