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Daten und Fakten

zum Neubau des Stadions

Stadion Salzburg Logo

Daten zum Stadionbau in Salzburg

Punkt Standort:

an der Autobahnabfahrt Kleßheim im Gemeindegebiet von Wals-Siezenheim zwischen der Autobahn und Geleise zum Gewerbegebiet

Punkt Fassungsvermögen:

18.200 Plätze (inkl. Stehplätze)

Punkt Parkplätze:

2.000 Parkplätze

Punkt Kosten:

615 Millionen Schilling inkl. Grundstücke

Punkt Finanzierung:

Bund, Land Salzburg, Gemeinde Wals-Siezenheim

Punkt Angebot:

Im Areal des Stadions vielfältige Freizeiteinrichtungen für Bevölkerung und Gäste, z.B. Fitness-Parcours, Erholungszonen, Spielplatz, Gastronomie-Einrichtungen etc.  

Punkt Individualverkehr:

Anbindung nur über A1 - Westautobahn; das bestehende Verkehrsnetz im Bereich der Anschlussstelle Kleßheim wird nicht beeinträchtigt

Punkt eigener Stadion-Parkplatz:

etwa 2.000 Stellplätze (teilweise Tiefgeschoß), Oberfläche begrünt

Punkt bestehende Buslinien

werden im Veranstaltungsfall verdichtet und bis zum Stadionvorplatz herangeführt
45 Busparkplätze

Punkt S-Bahn Salzburg Freilassing

vier neue Haltestellen geplant; eine davon beim Bahnhof Liefering - das Stadion ist von dort fußläufig erreichbar

Punkt Fuß- und Radwege

größtenteils bereits gut ausgebautes Bestandsnetz bis zum Stadion

Punkt Beeinträchtigung der Wohngebiete

umfangreiche Maßnahmen im untergeordneten Verkehrsnetz sollen diese vermeiden

Punkt Freiraumgestaltung

umfassende Gestaltungsmaßnahmen im unmittelbaren Stadionsbereich um das Schloss Kleßheim und im Bereich des Schlossparkes

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FAKTEN - FRAGEN

Wußten Sie eigentlich, dass...

Was ist geplant?

Wo soll das Stadion entstehen?

Konzept

Die Lage im Bauplatz

Kommt es zum Verkehrsinfarkt?

Werden die Erholungsmöglichkeiten der Taxhamer beschnitten?

Ertrinkt das Stadion im Grundwasser?

Halten die Kosten?

Folgekosten/Betrieb

Fassade

Wünsche der Salzburger

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Wussten Sie eigentlich, dass ...

Punkt das Stadion einen halben Kilometer vom Schloss entfernt errichtet wird?

Punkt das Stadion durch Absenkung nur 12,5 Meter über das ursprüngliche Gelände hinausragen wird, und damit weder die Bäume vor dem Schloss (18m hoch) noch das Schloss (30m hoch) verstellen kann?

Punkt die Sichtachse auf das Schloss in jedem Fall unbeeinträchtigt bleibt?

Punkt mehr als 2,4 Millionen Fahrkilometer durch die Errichtung der Autobahn-Halbanschlussstelle Siezenheim eingespart werden und damit auch der Knoten Kleßheim um täglich 1.700 Fahrzeuge entlastet wird?

Punkt mehr als 2000 Gratis-Parkplätze beim Stadion errichtet werden, mehr als bei jedem anderen Stadion Österreichs?

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Was ist geplant?

Es ist ein neues Fußballstadion für ca. 18.200 Besucher (inkl. Stehplätze) in Wals-Siezenheim geplant. Das Stadion soll Heimstätte für den Verein Austria Salzburg sein, der im derzeitigen Stadion in Lehen keine Entwicklungschancen sieht. Das Lehener Stadion ist bei internationalen Spielen für maximal 5.300 Zuseher zugelassen, das Flutlicht muss um 21:00 Uhr abgeschaltet werden. Darüber hinaus ist der Komplex in hohem Maß sanierungsbedürftig.

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Wo soll das Stadion entstehen?

Das Baugrundstück liegt ca. 1 km nordöstlich des Ortskernes von Wals-Siezenheim zwischen dem Industriegleis vor der Mauer des Schlossparkes Kleßheim und der A1, Westautobahn. Nördlich und südlich ist das Erscheinungsbild geprägt von rasch wachsenden Industrie- und Gewerbegebieten mit großvolumigen Gebäuden und Anlagen. Östlich der Autobahn liegt ca. 400 Meter vom neuen Stadion entfernt der Salzburger Stadtteil Taxham, ein Wohngebiet mit mehrgeschossigen Wohnhausanlagen, Infrastruktureinrichtungen sowie ein großes Einkaufszentrum mit hoher Kundenfrequenz.

Das Stadion wird nicht vor dem Schloss Kleßheim geplant. Es ist mehr als 500 Meter vom Schloss entfernt.

Das Stadion wird nicht im Schlosspark Kleßheim errichtet.

Es ist mehr als 200 Meter von der Schlossmauer entfernt.

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Das Konzept

Selbstverständlich war bei Beschluss dieses Standortes die sensible Situation in unmittelbarer Nähe des Schlosses Kleßheim (erbaut von Fischer v. Erlach) oberster Maßstab für all die weiteren Planungsschritte. Es wurde deshalb ein internationaler europaweiter Architektenwettbewerb durchgeführt, aus dem der Entwurf der Schuster-Architekten Düsseldorf als Siegerprojekt hervorging. Das Konzept reduziert die äußere Höhenentwicklung auf ein Minimum, die Sichtachse vom Schloss Kleßheim in Richtung Stadt bleibt erhalten. Nach außen hin tritt ein leicht geneigter Baukörper in Erscheinung über dem die leichte Haut der Überdachung quasi "schwebt". Das Spielfeld selbst ist so weit als möglich abgesenkt. Der Kontrast von massivem Kessel und leichtem Dach lässt eine außergewöhnliche Atmosphäre entstehen – beste Voraussetzung für große und kleine Fußballfeste.

Der innere Stadionbereich wird von einem äußeren Gebäude allseitig umschlossen. Dieses "Wallgebäude" bietet die Chance neben den stadioninternen Nebenräumen, Fancafe, Kartenverkauf, Shops und Sportbüros eine Reihe weiterer Fremdnutzungen wie Fitness- und Wellnessstudios, Büros etc. zu integrieren, ohne das Areal mit weiteren Häusern zu verpflastern.

Die Einbindung des großen Volumens in den sensiblen Kontext sollte ursprünglich als abgestufter, begrünter Wall erfolgen. In der Weiterentwicklung des Projektes, insbesondere im Zusammenhang mit der Fluchtwegsituation sowie der besseren Nebennutzungen wurde die Fassade steiler und transparenter. Die Einbindung des neuen Baukörpers in das Landschaftsbild erfolgt nun durch einen Landschaftspark, der als eigenständiges Element entsteht. Der Landschaftsplaner schreibt in diesem Zusammenhang: "Die Polarität von Vergangenheit (Schloss Kleßheim) und Gegenwart (neues Stadion) wird betont, d.h. Analogien vermieden, doch Wechselbeziehungen vertieft."

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Die Lage im Bauplatz

Der Bauplatz liegt ca. 428 Meter über dem Meer, wobei das heutige Niveau nicht "bretteleben" ist, sondern kleinere Unterschiede im Dezimeterbereich da sind. Eine Ausnahme bildet die nordöstliche Ecke des Areals, wo der Kreisverkehr ca. 5 Meter unter dem ursprünglichen Niveau liegt.

Bei Errichtung des Stadions zwischen Kleßheimer Allee und Europastraße, etwa 100 Meter von der Autobahn und 200 Meter von der Schlossmauer entfernt, wird das Areal einheitlich auf 429,40 Meter angehoben. Das Gebäude selbst (Erdgeschoss und Obergeschoss) wird 7,50 Meter über diese Kote hinausragen (also ca. 8,90 Meter über das ursprüngliche Gelände). Darauf kommt noch die Dachkonstruktion mit einer Konstruktionshöhe von 4,00 Metern. Das Stadion wird also als Baukörper maximal 12,50 Meter über dem Gelände in Erscheinung treten. Ausgenommen ist davon die nordöstliche Ecke des Komplexes, weil hier der Kreisverkehr künstlich abgesenkt worden ist.

Das Schloss Kleßheim selbst ist 30 Meter hoch, die geschlossene Baumreihe an der Schlossmauer – ausgenommen der Einfahrtsbereich – ist mindestens 18 Meter hoch. Das Stadion ist also deutlich niedriger als die Bäume zwischen Schloss und Stadion.

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Kommt es zum Verkehrsinfarkt?

Das Verkehrskonzept fußt auf vier Säulen:

  • optimale Erschließung durch den ÖV
  • optimale Erschließung durch eigene Autobahnanschlüsse
  • optimale Erschließung für den Nichtmotorisierten Verkehr
  • mehr Parkplätze (im Verhältnis zur Zahl der Besucher) als in jedem anderen Stadion Österreichs

Mit dem NAVIS Konzept (Nahverkehrs-Infrastruktur-Programm-Salzburg), in dessen Verwirklichung Bund und Land insgesamt 2,2 Milliarden Schilling investieren, ist eine eigene Haltestelle Liefering an der Bahnstrecke Salzburg – München vorgesehen, wo die Nahverkehrszüge im Viertelstundentakt verkehren. Die Haltestelle ist ca. 1 km vom Stadion entfernt. Ob Sonderzüge bis direkt zum Stadion (über das Gewerbegeleise) geführt werden können, wird derzeit mit den ÖBB verhandelt.

Für Linienbusse und Reisebusse wird ein eigener Busterminal errichtet, von wo die Besucher ohne Querung einer Straße direkt zu einem Haupteingang gelangen. Die städtischen Linien werden bei Spielen zum Stadion verlängert.

Mit dem Neubau der Halbanschlussstelle Kröbenfeldstraße an der A10 für den Verkehr aus dem Süden, einem integrierenden Bestandteil des Verkehrskonzeptes, wird der westliche Kreisverkehr des Knotens Kleßheim täglich um 1.700 Fahrzeuge entlastet und damit ist auch eine deutliche Reduktion auf den östlich der Autobahn gelegenen Kreisverkehren verbunden. Wenn alle 14 Tage durch ein Fußballspiel maximal 1.000 Autos in einer verkehrsschwachen Zeit den Knoten Kleßheim frequentieren, so ist das eine ausgesprochen positive Bilanz.

Aus Richtung Norden wird ebenfalls eine eigene Ausfahrtsspur zu den Parkplätzen des Stadions errichtet, um den Verkehr nach Taxham nicht zu behindern.

Die Straße zwischen Stadion und Schloss Kleßheim wird verkehrsberuhigt. Vor Spielbeginn wird die Durchfahrt durch die Kleßheimer Allee und die Siezenheimer Straße gesperrt, die Zufahrt zu den Häusern ist gewährleistet.

Es ist durch Gutachten nachgewiesen, dass es durch den Stadionbetrieb zu keinem Verkehrskollaps auf der Westautobahn oder in Taxham kommt!

Ein gut ausgebautes Fuß- und Radwegenetz beim und rund um das Stadion gewährleistet, dass auch die nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer das Stadion optimal erreichen. Eine große Zahl von überdachten Radabstellplätzen soll diese Verkehrsteilnehmer fördern.

Es werden mehr als 2.000 Parkplätze im Umfeld des Stadions geschaffen, das ist im Verhältnis zu den Sitzplätzen das größte Angebot aller Stadien in Österreich. Dies sind auch mehr Stellplätze als in den Richtlinien und Normen gefordert werden. Wenn es auch Experten gibt, die vorschlagen, wesentlich weniger Stellplätze zu errichten, um die Besucher auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu "zwingen", so erscheint die Zahl von 2.000 unter Berücksichtigung der Anrainerinteressen – die nichts mehr fürchten als ein Verparken ihrer Liegenschaften und aller damit zusammenhängenden Erschwernisse – doch ausgewogen und richtig.

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Werden die Erholungsmöglichkeiten der Taxhamer beschnitten?

Das Freiraumkonzept rund um das Stadion wird eine deutliche Verbesserung der Naherholungsmöglichkeiten bringen. Die für den Bau des Stadions vorgesehenen Grundflächen sind jetzt intensiv landwirtschaftlich genützt oder als gewerbliche Baumschulen. Sie können also nicht betreten werden. Mit dem Bau des Stadions werden gemäß dem Forderungskatalog des Anrainerbeirates vom Sommer 1999 neue Freizeiteinrichtungen entstehen, die von Anlagen für Trendsportarten wie Inlineskaten über herkömmliche Spielfelder für Basketball oder Boccia bis zum Kinderspielplatz reichen.

Verbesserungen im Schlosspark von Kleßheim selbst, wo eine Verlegung der Drivingranch des Golfclubs in einen weniger sensiblen Bereich zur Diskussion steht, werden noch verhandelt.

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Ertrinkt das Stadion im Grundwasser?

Der Grundwasserstand ist durch Bohrungen, Brunnen und bereits erfolgte Bauten bekannt. Es ist Ziel der Planung, nicht im Grundwasser zu bauen, weil dies zu Kostenerhöhungen führt, wie man bei einer benachbarten Baustelle feststellen musste.

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Halten die Kosten?

Der Neubau des Stadions ist mit 615 Millionen Schilling Gesamtbaukosten budgetiert!

Die Grundstückskosten betragen davon 215 Millionen Schilling. 400 Millionen Schilling sind für Planung, Bau und Infrastruktur des eigentlichen Stadions vorgesehen. Die wirtschaftlichen Nebennutzungen werden privat finanziert (z.B. Büroflächen).

Das neue (kleinere) Tivolistadion in Innsbruck kostet mit Tiefgarage, jedoch exkl. Grundstücke, ca. 316 Millionen Schilling.

Durch das Stadion in Kleßheim profitieren Spitzensport und Breitensport. Alle Salzburgerinnen und Salzburger gewinnen neuen Raum für Erholung und Freizeit.

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Folgekosten / Betrieb

Die Finanzierung des Baues neuer Sportstätten erfolgt heute in Österreich praktisch ausschließlich durch die öffentliche Hand. Bei Anlagen für internationale Veranstaltungen sind es meist Bund, Land und Gemeinde, die sich die Kosten teilen, bei kleineren Anlagen die Gemeinde mit Förderungen durch (Bund) Land, Dach- und Fachverbände.

Das Land Salzburg bekennt sich beim Bau des neuen Stadions in Wals-Siezenheim zu diesem Prinzip und garantiert gemeinsam mit der Standortgemeinde Wals-Siezenheim die Finanzierung von zwei Dritteln der Baukosten, die der Bund als förderungswürdig anerkennt. Ein Drittel wird vom Bund geleistet. Dies deshalb, um dem Verein Austria Salzburg die selben Startbedingungen zu gewährleisten, wie sie dessen Konkurrenten in Wien, Graz, Linz, Innsbruck, Bregenz, Lustenau oder Ried vorfinden.

Das Land Salzburg verhandelt derzeit mit der Sport AG, ob sie bereit und in der Lage ist, den Betrieb des Stadions zur Gänze zu übernehmen und über die Zusatznutzungen auch zu finanzieren.

Die zweite Möglichkeit ist, dass das Land nach der Planungs- und Errichtungsgesellschaft auch eine Betreibergesellschaft gründet, die den künftigen Betrieb des Stadions durch Einnahmen aus der Vermietung des Fußballstadions an den Verein sowie durch die Einnahme aus den Zusatznutzungen weitgehend kostenneutral führt.

Das Ziel des Landes ist eindeutig, die Betriebskosten ohne ständigen Landesbeitrag aus den diversen Geschäftsfeldern des Stadions zu erwirtschaften.

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Fassade

Die Diskussion um die Fassade bzw. deren Gestaltung ist durchaus nachvollziehbar. War ursprünglich geplant (Wettbewerbsentwurf) das doch große Volumen des Stadions durch einen abgestuften, begrünten Wall in das Umfeld einzubinden, so ist in der Weiterentwicklung des Projektes in Zusammenhang mit den Vorschreibungen bei den Fluchtwegen sowie wegen der besseren Nebennutzungen die Fassade steiler und transparenter geworden.

Die Einbindung des Baukörpers in das Landschaftsbild erfolgt nun durch einen Landschaftspark, der als eigenständiges Element entsteht. Es ist also nicht so, dass die Fassade frei und hart in der Landschaft steht, sie ist vielmehr in einer grünen Umgebung eingebettet. Eine Weiterentwicklung der Außenhülle durch stärkere Gliederung und zusätzliche neue Materialien ist durchaus denkbar.

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Diagramm der Wünsche

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Rückfragen: Stadion