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Neues Sachprogramm "Standortentwicklung für Wohnen und Arbeiten im Salzburger Zentralraum" in Kraft


Die Salzburger Landesregierung hat mit Verordnung vom 26. Jänner 2009 das neue Sachprogramm "Standortentwicklung für Wohnen und Arbeiten im Salzburger Zentralraum" für verbindlich erklärt, das nunmehr mit 1. März 2009 in Kraft getreten ist. Dabei handelt es sich um die umfassende Überarbeitung des seit 1995 verbindlichen Sachprogramms "Siedlungsentwicklung und Betriebsstandorte im Zentralraum".

Folgende Leitbilder bilden die Grundstruktur des Sachprogramms:

  • Leitbild der "dezentralen Konzentration" -  ein System aus regionalen Zentren an den Achsen des Schienennahverkehrs soll großräumig eine geordnete Siedlungsentwicklung sichern, die wichtigsten Daseinsgrundfunktionen und höherrangigen Güter sollen für alle Bevölkerungsgruppen gut erreichbar sein.

  • "Konzentration und Verdichtung der Siedlungsentwicklung im Einzugsbereich des leistungsfähigen öffentlichen Verkehrs" -  durch eine stärker integrierte Verkehrs- und Siedlungsentwicklung soll es längerfristig zu einer fortschreitenden Verlagerung des Verkehrsaufkommens auf öffentliche Verkehrsmittel kommen.

  • "Wohnen und Arbeiten in einer Region der kurzen Wege" -  die künftige Siedlungsentwicklung in den Gemeinden soll vorrangig in den mit sozialer Infrastruktur und Nahversorgungseinrichtungen ausgestatteten,  mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossenen "Siedlungsschwerpunkten" erfolgen - dies auch als Beitrag zur Sicherung einer funktionsfähigen Nahversorgung.

  • "Sicherung bedarfsgerechter Standorte für Erwerbsmöglichkeiten" –schon das bisherige Sachprogramm verfolgte das Ziel, geeignete Bereiche für großflächige Betriebsstandorte (Gewerbezonen) zu sichern; dies wird nunmehr um Vorgaben ergänzt, die Benachteiligungen weniger mobiler Bevölkerungsgruppen vermeiden und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen sollen.

  • "Förderung von Formen der Kooperation" - um im europäischen Wettbewerb der Regionen bestehen zu können, soll die Kooperation zwischen den Gemeinden des Zentralraumes auch durch die überörtliche Raumplanung unterstützt werden.


Wichtige inhaltliche Anstöße für die Überarbeitung vermittelte eine "Best Practice" - Expertise, die im Rahmen des GenderAlp! Projektes (aus Mitteln der EU kofinanziert) erstellt wurde. Die Strategische Umweltprüfung des Sachprogramms ergab weithin positive Wirkungen auf die Umwelt und führte vor Augen, dass Maßnahmen der überörtlichen Raumplanung einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz und Klimaschutz im Bundesland Salzburg leisten können.

Titelbild Sachprogramm "Standortentwicklung für Wohnen und Arbeiten im Salzburger Zentralraum"

Sachprogramm "Standortentwicklung für Wohnen und Arbeiten im Salzburger Zentralraum" (pdf, 381 KB)

Umweltbericht (pdf, 2,8 MB)

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