Logo Land Salzburg
von A bis Z
  

Teichmolch

Teichmolche sind Bewohner naturbelassener Lebensräume

Teichmolch Bild:Martin Kyek

Diese Amphibien kommen über fast ganz Europa vor

Teichmolche sind kleine Wassermolche; die Grundfärbung ist eher grau mit dunkler Fleckung. Sie sind über fast ganz Europa mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel, Südfrankreichs sowie Süditaliens sowie der Ägäischen Inseln verbreitet. In Österreich besiedelt der Teichmolch die außeralpinen Bereiche und fehlt wahrscheinlich in den südlichen Randalpen. Im Westen Österreichs ist er mit wenigen Vorkommen auf die Tiefebene am Bodensee, wenige Vorkommen in Tirol längs des Inns sie in Salzburg westlich von Zell/See. Gehäuft trifft man ihn hier in den Salzachauen nördlich der Landeshauptstadt.

Horizontal ist der Teichmolch im nördlichen Granithochland, den östlichen Flach- und Beckenlagen, dem Alpenvorland sowie dem Kärntner Becken anzutreffen.

Die Männchen zeigen in Wassertracht einen ausgeprägten Rückenkamm und auffallende Schwimmhäute. Die Bauchseite der Männchen ist außerdem orangerot gefärbt; außerdem sind sie großfleckiger als die Weibchen.

Die Landlebensräume der Teichmolche sind Auwälder, Grünland, Feuchtwiesen sowie Streuobstwiesen, Ruderalfluren, Buschwälder und Weingärten. Bevorzugte Lebensraumstrukturen sind Straßen und Wege, sowie Waldränder.  Teichmolche kommen auch gerne in Höhlen, Schluchten und Klammen, Ufergehölzen und dgl. vor.  Teichmolche bevorzugen ebenes Gelände  mit keiner besonderen Exposition. Die Vegetationsstrukturen in seinem Lebensraum zeichnen sich durch stark entwickelte Krautschicht bei wechselndem Gehölzbestand aus.

Als Wasserlebensräume bevorzugen Teichmolche stehende Permanentgewässer mit Flachwasser- und Verlandungszonen. Die Vegetationsstruktur der Gewässer war von üppiger Krautschicht und vorwiegend heterogener Struktur charakterisiert.



Teichmolche leben räuberisch

Sie ernähren sich von verschiedenen Kleinkrebschen, verschiedenen Insektenlarven,  aber auch Amphibienlarven (auch eigene).
Ihre Feinde sind je nach Entwicklungsstadium Libellenlarven, Larven verschiedener Wasserinsekten, und Vögel wie Reiher, Storch usw. Teichmolche fliehen  bei Gefahr unter Wasser oder verstecken sich in der Wasservegetation.

Teichmolche wandern in Mitteleuropa zwischen Februar und Mitte März zum Laichgewässer. Dort findet die eigentliche Begattung statt. Pro Saison legt das Weibchen 200-300 kleine, gelbliche Eier ab und heftet sie an Wasserpflanzen. Etwa 8-14 Tage (abhängig von Temperatur) schlüpfen die Larven. Nach weiteren 6-8 Wochen ist die Metamorphose abgeschlossen und die Jungtier können zwischen Juli und November an Land gehen. Nach 2-3 Jahren tritt die Geschlechtsreife ein; sie können bis etwa 28 Jahre alt werden (Gefangenschaft).

Die Art ist stark gefährdet  und daher streng geschützt

Teichmolche sind gefährdet. Die Gefährdung ergibt sich aus einer negativen Bestandesentwicklung und einer extrem negativen Entwicklung der Habitatsituation bei positiver Habitatverfügbarkeit.  Die Art  ist gefährdet durch den Verlust ihrer Lebensräume und der Laichgewässer, aber auch durch Luft- und Gewässerverschmutzung durch Gift- und Düngereintrag, zunehmende Aufschüttung und Verfüllung von Tümpeln sowie Entwässerung von Mooren und Feuchtgebieten

Teichmolche sind wie alle übrigen Amphibienarten nach der Roten Liste als stark gefährdet (RL=2) eingestuft (Tiedemann und Häupl 1994). Sie sind im Bundesland Salzburg durch die Pflanzen -und Tierartenschutz-Verordnung und die FFH-Richtlinie EU-weit vollkommen geschützt.

Literatur




Weiterführende Links

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Liste

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Berner Konvention

Stickstoffeintrag durch übermäßige Düngung

Reptilienlebensraum Magerwiese

Amphibiensterben und Klimawandel

Biodiversität in Österreich

Biogeographische Regionen

Umweltbundesamt

Kostenloser Suchmaschineneintrag
Locations of visitors to this page


Rückfragen: Mag. Michael Hubka