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Springfrosch

Springfrösche sind auffällige Braunfrösche

Springfrosch (Rana dalmatina) Foto: M. Jerabek)

Springfrosch                                    (c) W.Forstmeier

Springfrösche sind mittelgroße Braunfrösche, die sich. durch ihren schlanken Körperbau und auffallend lange Sprungbeine auszeichnen. Die Schnauze ist lang, das Trommelfell unmittelbar hinter dem Auge gut sichtbar inmitten eines dunklen Schläfenflecks. Die Oberseite der Tiere ist braungelb bis rötlichbraun, die Unterseite weißlich gefärbt. Die Weibchen sind etwas größer als die Männchen.

Als Nahrung dienen dem Springfrosch verschiedene Käferarten, Fliegen, Ohrwürmer, Schlupfwespen, Spinnen und zu einem geringen Teil Schnecken und Regenwürmer. Hauptfeinde sind verschiedene Vogelarten.

Springfrösche sind weit verbreitet und besitzen vielfältige Lebensräume

Springfrösche sind über weite Teile Europas verbreitet, fehlen jedoch in Skandinavien und Großbritannien sowie im Großteil der Iberischen Halbinsel. Auch in Mitteleuropa sind die Vorkommen nur lückenhaft, wobei man den Springfrosch bevorzugt zwischen 200 m bis 1100 m antreffen kann. Diese Art fehlt in Vorarlberg und Tirol, in Salzburg ist er mit wenigen Ausnahmen auf den Flach- und Tennengau beschränkt.
Als Landlebensraum besiedeln Springfrösche lichte Laub- und Mischwälder mit wenig Unterholz aber üppig entwickelter Krautschicht. Bevorzugte Lebensraumstrukturen sind Waldränder und Lichtungen, aber auch Ufergehölze, Gräben und Wegränder. Die Wasserlebensräume des Springfrosches sind permanente Stillgewässer wie Altwässer, Tümpel, Teiche, Weiher mit Flachwasserzonen und üppiger Vegetation.

Diese Art wandert bereits zu Beginn des Jahres in die Laichgewässer

Springfrösche sind Frühlaicher, d.h. sie wandern in Teilen Mitteleuropas schon ab Ende Jänner/Anfang Februar ins Laichgewässer ein, bei uns je nach Witterung meist im März. Die Weibchen legen Laichballen mit 400-1800 Eiern ab, die an Unterwasserstrukturen beispielsweise Ästen befestigt werden. Die Abwanderung von den Laichgebieten in die Sommerquartiere findet Ende März bis Ende Mai statt. Etwa 3 Wochen nach Eiablage schlüpfen die Kaulquappen; die Metamorphose zum fertig ausgebildeten Springfrosch ist in Mitteleuropa Mitte bis Ende Juni beendet. Die fertigen Jungfrösche haben eine Kopf-Rumpf-Länge von 12-20 cm und erreichen nach der zweiten oder dritten Überwinterung die Geschlechtsreife. Das maximale Alter des Springfrosches beträgt ca. 10 Jahre.

Springfrösche sind geschützt

Die Bestandsentwicklung der Art ist nach Angaben von GOLLMANN (2007) schwach negativ, die Arealentwicklung schwach negativ. Springfrösche besitzen eine hohe Habitatverfügbarkeit, die Entwicklung der Habitatsituation ist stark negativ. Über eine direkte anthropogene Gefährdung und Zuwanderung aus auswärtigen Populationen ist nichts bekannt.

Als Schutzaßnahmen für diese Art gilt die Erhaltung ursprünglicher Auwaldreste, natürlicher Waldbau und Optimierung von Laichgewässern durch Einbringen von Strauchschnitt und sonstigen Ästen als Laichsubstrat. Österreichweit gesehen wird diese Art als gefährdet eingestuft (Tiedemann & Häupl 1994).   Springfrösche sind EU-rechtlich durch verschiedene Richtlinien und Konventionen europaweit geschützt.

Literatur


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Rückfragen: Mag. Michael Hubka