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Seefrosch

In Salzburg sind Seefrösche im Flachgau anzutreffen

Seefrosch Bild: J.Hill, www.herpetofauna.at

Seefrosch                                              Bild: J.Hill (www.herpetofauna.at)


Seefrösche sind mittelgroße und gut getarnte Grünfrösche

Die Tiere gehören zu den Grünfröschen und erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 10-14 cm; sie haben relativ große Augen, kreisrunde Pupillen und ein dunkles Trommelfell. Die hinteren Gliedmaßen besitzen große Schwimmhäute. Die Rückenfärbung ist olivgrün bis bräunlich, mit einer unregelmäßigen Fleckung zur besseren Tarnung, die Bauchseite ist grau bis schwarz gefleckt bei heller Grundfärbung.


Sie sind in Flach- und Beckenlagen beheimatet

Seefrösche sind gesamtösterreichisch gesehen ziemlich selten, ein dichteres Vorkommen gibt es östlich von Wien und im Burgenland. Sie besiedeln hauptsächlich Flach- und Beckenlagen und sind zwischen 200-600 m anzutreffen. In Salzburg ist sein Verbreitungsgebiet auf den nördlichen, salzachnahen Flachgau bis etwa zur Landesgrenze zwischen Salzburg, Oberösterreich und Bayern beschränkt.
Seefrösche leben in Auwaldgebieten, wo Waldränder, Lichtungen, Böschungen und Dämme bevorzugte Lebensraumstrukturen sind. Die Landlebensräume zeichnen sich durch eine mäßig bis üppig entwickelte Kraut- und Strauchschicht bei mäßigem Baumbestand aus. Als Wasserlebensräume bevorzugen sie große permanente Stillgewässer mit Verlandungs- und Flachwasserzonen wie Bagger- und Stauseen, Altwasser und träge fließende Altarme; reich bewachsene, heterogen strukturierte und sonnenexponierte Ufer sind wichtige Lebensraumstrukturen. Seefröschen werden hauptsächlich in oder unmittelbar an Gewässern beobachtet.
Der Seefrosch ernährt sich von tagaktiven Wirbellosen wie Spinnen, Schmetterlingen, Fliegen, Laufkäfern, Rüsselkäfern und Schnecken. Seine Feinde sind zahlreiche Fischarten, Vögel, aber auch Säugetiere wie Fuchs, Marder, Ratte oder Fischotter.


Llautsprechersymbol Rufe des Seefrosches


Paarung und Metamorphose der Seefrösche ist bis Ende August abgeschlossen

Ihre Paarung ist witterungsabhängig und findet im Zeitraum von Ende April bis  Anfang Juni statt. Das Weibchen setzt Laichballen von einigen hundert Eiern an Unterwasserpflanzen ab. Die Larven schlüpfen 4-7 Tage nach der Eiablage, in Mitteleuropa kann die Metamorphose dann bis Mitte Juli/Ende August dauern. Die Männchen werden mit zwei Jahren geschlechtsreif, die Weibchen erlangen ihre Fortpflanzungsreife nach der 3. Überwinterung. Seefrösche erreichen ein natürliches Lebensalter von maximal 11 Jahren.


Seefrösche stehen auf der Liste der gefährdeten Tierarten

Seefrösche sind gefährdet. Ihre Bestandsentwicklung ist leicht negativ, die Arealentwicklung zeigt einen Rückgang von 8% seit 1980. die Habitatverfügbarkeit der Art ist extrem hoch, die Entwicklung der Habitatsituation ist stark negativ. Zuwanderung aus fremden Populationen ist in nächster Zeit nicht zu erwarten. Möglicherweise kommt es durch Aussetzung standortfremder Unterarten zu Hybridisierung.

Die wichtigsten Gefährdungsursachen sind Zerstörung, Veränderung und Verschmutzung natürlicher Gewässerbereiche und Auenlandschaften. Seefrösche stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten und sind nach TIEDEMANN und HÄUPL stark gefährdet. Sie sind durch die Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung als auch durch die FFH-Richtlinie vollkommen geschützt:

Literatur




Weiterführende Links

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Liste

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Berner Konvention

Stickstoffeintrag durch übermäßige Düngung

Reptilienlebensraum Magerwiese

Amphibiensterben und Klimawandel

Biodiversität in Österreich

Biogeographische Regionen

Umweltbundesamt


Rückfragen: Mag. Michael Hubka