Schlingnatter
Schlingnattern sind außeralpin lebende Schlangen und in ganz Österreich anzutreffen

Die Schlingnatter ist eine kleine, etwa 60-70 cm lange Schlange. Die Grundfärbung ist grau, braun, gelbbraun oder rostrot, mit einer variablen Rückenzeichnung aus paarigen oder gegeneinander versetzten, dunklen Flecken.
Diese Reptilienart ist österreichweit mäßig häufig
Diese Art ist in ganz Österreich anzutreffen, im außeralpinen Bereich jedoch häufiger. Im Bundesland Salzburg kommt die Art vor allem im nördlichen Alpenvorland vor, regionale Vorkommen gibt es aber auch inneralpin. Die Höhenverbreitung erstreckt sich von etwa 200 m bis 1800 m ü.d.M, wobei man ein gehäuftes Auftreten in der Höhenstufe bis etwa 700 m findet. Schlingnattern leben in offenem, gut besonntem Gelände, das viele Verstecke bietet, wie z.B. Auwäldern, Laub-Nadel-Mischwäldern mit Waldlichtungen und Waldrändern, Ruderalfluren, Grünland, Heckenrainen, Dämme, Geröllhalden und Ruinen. Die Vegetationsstruktur ist durch eine mäßig bis üppig entwickelte Krautschicht, mäßige Strauchschicht sowie einen geringen bis mäßigen Baumbestand gekennzeichnet. Ihre Nahrung sind andere kleine Reptilienarten wie Eidechsen und Blindschleichen; sie frisst auch Kleinsäugern und Vögeln die durch Erdrosseln wehrlos gemacht und lebend verschlungen werden.
Die Paarung der Tiere findet ab Mitte Mai statt. Schlingnattern sind ovovivipar, d.h. die Entwicklung läuft innerhalb des Mutterleibes ab und die Jungtiere werden voll entwickelt geboren. Diese Entwicklungsart ist eine Anpassung an den Feinddruck. Feinde sind verschiedene Vogelarten, Igel und Ratten; sie wird auch von Katzen erbeutet.
Die Schlingnatter ist durch menschliche Einflüsse gefährdet
Die Bestandesentwicklung der Art ist stark rückläufig, der Arealverlust beträgt mehr als 20%.; Die Entwicklung der Habitatsituation ist stark negativ, dagegen ist die Habitatverfügbarkeit nach Angaben von GOLLMANN (2007) hoch. Einwanderung von Individuen aus ausländischen Populationen findet anscheinend nicht statt.
Schlingnattern sind durch dichte Besiedlung und intensive Landschaftsnutzung gefährdet.. Biotop- und Arealverluste ergeben sich durch Zuwachsen der für die Schlingnatter wichtigen offenen Landschaften und Beseitigen wichtiger Grenzlinienstrukturen.Wichtige Schutzmaßnahmen sind die Förderung einer naturnahen, extensiven Landwirtschaft mit Erhaltung und Wiederherstellung von Magerstandortenund Kleinstrukturen(Hecken, Raine, Totholzbestände, Trockenmauern). Langfristig müssen zur Sicherung der Bestände großräumige Lebensraumkonzepte entwickelt undumgesetzt werden. In Österreich und Salzburg wird die Schlingnatter als stark gefährdet eingestuft (Tiedemann & Häupl 1994). Schlingnattern sind im gesamten Land Salzburg durch die Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung sowie durch die Flora-Fauna-Habitatrichtlinie der EU vollkommen geschützt.
Literatur
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