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Zwergmaus

Zwergmäuse sind durch Lebensraumverlust gefährdet

Zwergmaus Bildquelle:Internet


Sie sind im östlichen Österreich häufiger anzutreffeffen

Zwergmäuse sind kleine, nachtaktive  Nager; sie haben eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 5-7 cm, eine Schwanzlänge von 5-7 cm und ein Körpergewicht von 5-10 g. Die Weibchen sind größer als die Männchen.

Diese Nagerart ist  aus der orientalischen Region zugewandert. Sie sind In Europa seit dem Pliozän (erdgeschichtliche Periode vor 5,5 - 1,6 Mio Jahren) bekannt. Hier  erstreckt sich das Verbreitungsgebiet  von Nordwestspanien und England über Dänemark bis Finnland. Die südliche Verbreitungsgrenze ist die Linie von Norditalien über Kroatien nach Serbien.  
Die Verbreitungsdichte ist am Neusiedlersee, im südliches Burgenland, den Donau-March-Thaya-Auen und in der Grazer und Pullendorfer Bucht am größten. Das übrige  Österreich ist dünn besiedelt. Zwergmäuse kommen in Salzburg nördlich der Landeshauptstadt und in zwei weiteren Fundorten entlang der Salzach (St. Johann/Pg, Kaprun) vor. Vertikal kommt sie in der planar/kollinen bis in die tiefmontane Stufe (Kaprun) vor.

Zwergmäuse besiedeln auch Sekundärhabitate

Zwergmäuse sind gute Kletterer und Schwimmer. Ihre Lebensräume sind mit hochwachsenden Gräsern ausgestattet:primäre Habitate sind Schilf, Getreidefelder und feuchte Lebensräume mit hohem Graswuchs. Zwergmäuse leben daher vorwiegend in Fluss- und Bachauen, den Überschwemmungsbereichen, den Altarmen, und im Auwald. Die Gewässerdynamik erfordert einen oftmaligen Ortswechsel. Auch von Menschenhand geschaffene Sekundärhabitate werden angenommen wie Fisch- und Ziegelteichedie Baggerteiche in Siggerwiesen und lineare Landschaftselemente wie feuchte Gräben. den Sommer über sind die Tiere im Schilfgürtel stehender Gewässer, in Hochstaudenbeständen und sumpfigen Großseggenbeständen. Diese Art fehlt in geschlossenen Wäldern.

Den Winter verbringen sie im Schilfgürtel offener Seen; hier legen sie ihre Hochnester an und hängen sie an den Schilfhalmen auf. Zwergmäuse machen keinen Winterschlaf; sie ziehen sich in ihre geschützten Nester zurück und halten sich durch Bewegung warm.  Sie ernähren sich von Samen, Insekten und Insektenlarven.

Zwergmäuse gelten als stark gefährdet bis ausgerottet

Die Zwergmaus ist durch Lebensraumverlust österreichweit gefährdet bis ausgestorben bzw.ausgerottet. (RL-Ö=3).  Das Trockenlegen und Verlust von Feuchtgebieten führt zum Rückgang der Tiere und bedingt den Verlust an sog. Trittsteinen für die Ausbreitung von Zwergmäusen. Diese Art ist im Bundesland Salzburg durch die Pflanzen- und Tierartenschutzverordnung landesweit geschützt.

Literatur

Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Washingtoner Artenschutzabkommen

Berner Konvention

Bonner Konvention

Biodiversität in Österreich

Biogeographische Regionen

Umweltbundesamt

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