Mönchsgrasmücke

Mönchsgrasmücke Bildquelle: www.pixelio.de
Mönchsgrasmücken sind vergleichsweise kleiner als Amseln
Die Mönchsgrasmücke gehört zur Familie der Grasmückenartigen. Sie ist etwas kleiner als der Sperling und in ihrer Gesamtfärbung grau. Von seinem Habitus ist der Vogel schlank Das Männchen trägt eine schwarze Kappe, die Kappe des Weibchens ist rötlich-braun. Auch die Kappe der Jungen ist rotbraun, die der juvenilen Männchen etwas dunkler. Die Schnäbel beider Geschlechter sind spitz. Die Vögel besitzen einen grauen Schwanz, der in allen Kleidern keine weiße Färbung besitzt, die Schwanzbasis ist hell.
Sie sind weit verbreitete Brutvögel
Mönchsgrasmücken kommen als Brutvogel in Nordwestafrika und über fast ganz Europa vor; auch in Kleinasien, Nordiran und Westsibirien sind sie anzutreffen. Bei uns ist die häufigste Grasmücke. Sie sind sowohl Kurz- als auch Langstreckenzieher. Ein Teil der Vögel zieht Ende Oktober/Anf. November in die Winterquartiere in Westeuropa und Nordafrika, der andere Teil zieht auf die Mittelmeerinseln ab, in milden Wintern verbleibt ein Teil bei uns.
Das Nest ist an gut geschützten Stellen angebracht
Mönchsgrasmücken brüten in unterholzreichen Wäldern, Parks, Au- und Laubwädern, aber auch Nadelwäldern, Gärten und jungen Baumschonungen. Sie bauen Napfnester in niedrigem Gebüsch. Sie sind in der Auswahl der Neststandorte relativ vielseitig; entscheidend ist vor allem die gute Deckung des Nestes durch die Vegetation. Oft beginnt auch das Männchen den Nestbau, lockt dann das auserwählte Weibchen dorthin und erst nach der Partnerwahl wird das Nest zum eigentlichen Brutnest umgebaut.
Legebeginn ist zumeist April/Anfang Mai. Zumeist haben sie nur 1 Jahresbrut, selten zwei. Männchen und Weibchen brüten etwa 10-16 Tage, die Nestlinge werden nach dem Schlupf etwa 10 -16 Tage im Nest gefüttert.
Die Nahrung der Vögel ist sehr vielseitig
Mönchsgrasmücken leben meist sehr versteckt; daher ist die Stimme ein wichtiges Zeichen, um sie zu orten. Ihre Rufe sind ein hartes „tek“ „tek“ , der Gesang ist (laut) flötend; die Männchen können dabei auch „leiern“ : „ dila dila dila“
Die Hauptnahrung der Vögel sind Insekten und deren Larven, kleine Spinnen, im Herbst werden kleine Beeren gerne gefressen. Die bei uns überwinternden Tiere sind Besucher des Vogelhauses im Winter und nehmen dort getrocknete Beeren, zerkleinerte Nüsse, Haferflocken gerne an.
Mönchsgrasmücken nützen ihre Habitate gut aus
Sie gelten derzeit in Österreich als ungefährdeter Brutvogel. Die Bestandesentwicklung ist zunehmend, die Arealentwicklung stabil. Die Habitatverfügbarkeit dieser Art ist sehr hoch, die Habitatentwicklung schwach positiv. Mönchsgrasmücken erfahren keine anthropogene Beeinflussung. Trotzdem gelten sie bei uns im Bundesland Salzburg als vollkommen geschützte Vogelart.
Weiterführende Links:
Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung
Rote Liste gefährdeter Tierarten
Ursachen für die Gefährdung der Tiere


