Heller Wiesenknopf - Ameisenbläuling (Großer Moorbläuling)

Der Große Moorbläuling ist ein kleiner Tagfalter, der stark gefährdet ist. sein Vorkommen ist lokal und selten; die Verbreitung reicht in Europa von den Pyrenäen über ein schmales Band in Mitteleuropa bis vereinzelt zum Mittel- und Südural.
Die Oberseite des Weibchens ist verdunkelt gegenüber dem Männchen. Die Unterseite des Männchens ist ocker, die Oberseite weist dunkle Marginalbänder auf.
Der Große Moorbläuling fliegt in einer Generation von Mitte Juni bis Mitte August. Sein bevorzugter Lebensraum ist in Feuchtgebieten mit reichen Beständen von Großem Wiesenknopf, seiner Futterpflanze. Der Große Ameisenbläuling besiedeln Feuchthabitate mit meist kühlem Mikroklima (Feucht- und Nasswiesen, Riede, Quellhorizonte Die Eiablage erfolgt zwischen den Blüten der Futterpflanze. Die Schmetterlinge überwintern als halbausgewachsene Raupen in den Nestern von Ameisen. Die Ameisen profitieren von einem Sekret, das die Raupen ausschei-den, letztere fressen einen Teil der Ameisenbrut. Die Verpuppung erfolgt ebenfalls im Ameisennest.
Moorbläulinge sind stark gefährdet: (RL-Ö=2), einerseits durch Überdüngung (Stickstoffeintrag), Biotopverluste, Entwässerung, andererseits durch Zerstörung von Mooren und Feuchtgebieten sind diese Tagfalter sehr gefährdet. Diese Schmetterlingsart kommt in Salzburg in Adnet/Weidach, in Natura 2000-Gebiet Untersberg-Vorland und Wengermoor,in Fürstenbrunn, im NAT 2000-Gebiet Wengermoor sowie im Naturschutzgebiet Obertrumer See vor
Große Moorbläulinge und deren Larven sind EU-weit durch die Bestimmungen der FFH - Richtliniesowie in Salzburg durch die Salzburger Pflanzen - und Tierartenschutzverordnung landesweit geschützt. Nach Meinung von HÖTTINGER &PENNERSDORFER (2005) in ZULKA et al.(2005)ist erhöhter Schutz- bzw Forschungsbedarf gegeben. Umfassende PR-Arbeit (Biologie, Ökologie, Schutz- und Pflegemaßnahmen) und Anfertigung aktuelle Verbreitungskarten. Zum verbesserten Schutz sind genaue Kartierungen sowie Vertragsnaturschutz von Vorteil
Weiterführende Links:
Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung
Rote Liste gefährdeter Tierarten
Ursachen für die Gefährdung der Tiere
Washingtoner Artenschutzabkommen
Blumenwiesen als Lebensraum für Insekten

