Logo Land Salzburg
von A bis Z

Kohlmeise

Kohlmeise

Kohlmeise auf einem Strauch         Bildquelle: www.pixelio.de


Kohlmeisen sind auffällig gefärbt

Kohlmeisen gehören zur Familie der Meisen, sind tagaktiv und die größten Vertreter dieser Familie.  Sie sind etwas kleiner als Sperlingsvögel, sind deutlich erkennbar an ihrem gelben Bauch (beim Männchen kräftiger gelb als beim Weibchen) und dem schwarzen Kopf mit  weißen Wangenfeldern. Vom Kopf zieht ein schwarzer Strich Richtung Bürzel, der bei den beiden Geschlechtern verschieden breit sein kann. Flügel, Schwanz und Bürzel sind moosgrün. Jungvögel  besitzen gelbliche Wangen, einen bräunlichen Kopf und einen heller gelb gefärbten Bauch. Der schwarze Mittelstreif ist nur angedeutet. Schnabel und Beine der Vögel sind kräftig, der Schnabel eher kurz.
Kohlmeisen besitzen ein reichhaltiges Gesangs- und Rufrepertoire, das jahreszeitlich unterschiedlich sein kann. Im Frühjahr ist oft schon bei den ersten Sonnenstrahlen ihr „zi-zi-be“ zu hören, oft aber auch ein „si-tüi“, bei Störung „zi-pink“, bzw. „ping-ping“ als Lockruf  u.a.m.

Gesang der Kohlmeise

Lockruf

Kohlmeisen sind Höhlenbrüter

Sie brüten überall dort, wo Bäume stehen, sind Höhlenbrüter, nehmen verlassene Spechthöhlen,  aber auch Nistkästen gerne an. Normalerweise brüten sie einmal pro Jahr, unter günstigen Umständen  ausnahmsweise auch ein zweites Mal. Sie legen 6-12 weißlich, rot getupfte Eier, die vom Weibchen 10-14 Tage lang bebrütet werden. Die Küken sind Nesthocker und verbleiben 15-22 Tage im Nest, während sie beide Eltern füttern.
Die Gelegegröße wird wie bei anderen Vogelarten von verschiedenen Faktoren beeinflusst. So ist das Gelege in Laubwäldern größer als in Nadelwäldern, aber auch in naturfernen Biotopen wie z.B. Gärten; die Gelegegröße sinkt auch mit fortschreitender Jahreszeit wegen des abnehmenden Futterangebotes. Auch spielt für die Gelegegröße das Alter des Weibchens eine Rolle; erstmals brütende Weibchen haben kleinere Gelege. Für die Gelegegröße entscheidend ist auch die Qualität und Größe der Bruthöhle: die Zusammenhänge sind noch nicht ganz geklärt.
Die Nahrung der Kohlmeisen besteht aus Insekten, deren Larven und anderen Kleintieren sowie aus Sämereien. Im Winter finden sie sich gerne an Futterstellen ein, wo sie Fettfutter (Meisenringe) gerne annehmen.


Die Vögel sind in Eurasien weit verbreitet

Kohlmeisen sind sehr verbreitet und gelten bei uns als Stand- und Strichvogel. Kohlmeisen brüten in Eurasien in Wäldern vom Atlantik bis zum Pazifik.

Sie zählen österreichweit und auch im Bundesland Salzburg zu den derzeit ungefährdeten Vogelarten. Kohlmeisen können ihr Habitat sehr gut nützen, die Habitatentwicklung ist gleich bleibend. Direkte anthropogene Beeinflussung scheint nicht gegeben. Dessen ungeachtet zählt diese Vogelart in unserem Bundesland nach der Salzburger Pflanzen- und Tierartenschutz-Verordnung zu den geschützten Vogelarten.


Literatur-Vögel




Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Listen

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

Vogelschutz-Richtlinie

Bonner Konvention

Biodiversität in Österreich

Birdlife

Umweltbundesamt


Rückfragen: S. Stadler,
M.Hubka