Hausrotschwanz
Hausrotschwänze sind mit Amseln und Drosseln verwandt
Der Hausrotschwanz gehört zur Familie der Drosseln und ist mit der Amsel verwandt. Er ist vergleichsweise kleiner als ein Sperling, etwa 13-15 cm groß und zeigt Sexualdifferenzierung: Das Weibchen ist grau, das Männchen russ-schwarz, wobei Gesicht, Kehle und Brust besonders schwarz sind; besitzen einen weißen Flügelspiegel. Im Herbst ist das Männchen matter gefärbt. Beide Geschlechter zeigen in allen Kleidern einen rostroten Schwanz. Ihr Schnabel ist spitz und daher für ihre Ernährungsweise typisch.
Hausrotschwänze suchen am Boden das Futter oder jagen ihre Beute von einer Sitzwarte vorbei fliegende Insekten; ihre Hauptnahrung besteht aus Insekten und kleinen Spinnen, im Herbst auch aus Beeren (Energiegewinn). Bei der Nahrungssuche kann man häufig Schwanzzittern beobachten.
Sie besiedeln sekundär Ebenen und Tiefebenen.
Hausrotschwänze sind im größten Teil Europas beheimatet und brüten bis Türkei und Kaukasus, an einigen Stellen des südlichen Skandinaviens. Bei uns kommen die Vögel in allen Landschaften bis ins Hochgebirge vor. Ursprünglich waren die Vögel Felsbrüter, wo sie glatte Felswände besiedeln. Erst sekundär haben sie die Ebenen und Tiefebenen besiedelt, ausgelöst wahrscheinlich auch durch das Wachstum der Städte und der zunehmenden Zersiedelung. man findet sie aber auch als Gebäudebrüter in Dörfern und Städten. Die Vögel bauen ihre Nester in Mauerlöchern und -spalten, unter Dachziegeln, Vorsprüngen, manchmal auch im Inneren großer Räume wie Scheunen.
Hausrotschwänze sind Höhlenbrüter
Als Höhlenbrüter besiedeln sie auch Nistkästen angenommen. Der Nestbau wird vom Weibchen übernommen. Legebeginn ist April, in höheren Lagen etwas später. Hausrotschwänze brüten jährlich meist zweimal. Sie legen 4-6 hellblau-weißliche Eier, das Weibchen brütet etwa 2 Wochen bis zum Schlupf der Jungen, die Nesthocker sind. sie besitzen lange, dichtstehende, dunkelgraue Dunenfedern an Kopf und Rücken und einen gelben Rachen. Durch diesen überoptimalen Reiz (aufgesperrter Schnabel und gelber Rachen) müssen die Eltern füttern, d.h. das ist ein regelrechter Zwang. ie Jungvögel verlassen oft schon vor Erreichen der Flugfähigkeit das Nest. Sie werden dann noch von den Eltern außerhalb des Nestes betreut.
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| Bilder : www.pixelio.de |
Sie haben einen markanten Ruf
Hausrotschwänze besitzen einen scharfen Ruf „fid-tktk“, sein Lock- und Erregungsruf ist rau und ziemlich scharf „fist“, oft mehrfach wiederholend, bei Beunruhigung: “teck-teck-teck“. Sein Gesang wird auf einer erhöhten Warte sitzend vorgetragen, oft schon in der Morgendämmerung, meist mit mehreren Pfeiftönen beginnend, dann von einem knirschenden Ton gefolgt, und in einer Folge von Pfeiftönen ausklingend.
Ruf des Hausrotschwanzes
Ein Teil der Vögel überwintert in den Brutgebieten
Die Vögel sind Teilzieher; die Gesamtpopulation ist etwa von März bis November in den Sommerquartieren; ein Teil zieht während in den Wintermonaten Richtung Süden und überwintert auf der Iberischen Halbinsel in Nordafrika und in Kleinasien, der dritte Teil überwintert bei uns. Hausrotschwänze ziehen während der Nacht; sie orientieren sich an den Sternen und sind daher von der zunehmenden Lichtverschmutzung besonders betroffen.
Brutgebiet der verschiedenen Unterarten des Hausrotschwanzes
Überwinterungsgebiet des Hausrotschwanzes (grün: ganzjähriges Vorkommen, blau: nur Winter)
Die Art ist in Österreich häufig und ungefährdet
Der Hausrotschwanz ist ein Österreich weit derzeit ungefährdeter Vogel. Die Entwicklung der Bestände ist gleich bleibend, seine Habitatverfügbarkeit positiv und die Habitatentwicklung gleich bleibend; durch den Menschen ist keine negative Beeinflussung gegeben. Trotzdem ist der Hausrotschwanz im Bundesland Salzburg eine landesweit vollkommen geschützte Vogelart. Nach Angaben von ZULKA et al (2005) ist Verantwortlichkeit Österreichs für seine Erhaltung gegeben, da mindestens 5% des europäischen Bestandes in Österreich brüten, aber kein besonderer Schutzbedarf erforderlich.
Weiterführende Links:
Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung
Rote Liste gefährdeter Tierarten
Ursachen für die Gefährdung der Tiere

