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Gelbringfalter

Gelbringfalter   (Unterseite)      Foto: Johanna Gratzer   

Gelbringfalter (Oberseite)   Foto: Johanna Gratzer

Gelbringfalter - ein sehr seltener Schmetterling

Fotos: Johanna Gratzer


Gelbringfalter kommen in Salzburg nur vereinzelt vor

Der Gelbringfalter ist ein mittelgroßer, etwa 50 mm großer Tagfalter. Seine Gesamtverbreitung erstreckt sich von Frankreich über Mitteleuropa bis nach Japan; seine Verbreitung ist allerdings lokal und allgemein sehr vereinzelt. In Salzburg kommt diese Art in bestimmten Tallagen der Kalkalpen vor; einzelne Vorkommen existieren jedoch auch im Salzburger Becken.   

Die Flügeloberseite ist braun mit mehreren  großen, schwarzen Augenflecken. Diese sind gelb umrandet, daher der Name. An der Basis der Vorderflügel finden sich blasig aufgetriebene Adern, die im Zusammenhang mit den Tympanalorganen stehen. Wie an anderer Stelle erwähnt, stehen diese Organe im Zusammenhang mit dem Hörvermögen der Falter.

Gelbringfalter fliegen in einer Generation von Mitte Juni bis Ende Juli. Die Falter sind Vetreter der Offenlandarten; sie leben in lichten Wäldern, an Waldrändern und kleinen Laubwaldlichtungen mit Fiederzwenke und Perlgras,  die oft mit Gebüschen besetzt sind. Seine Raupe lebt auf Gräsern; die Falter selbst fliegen bevorzugt im Halbschatten. Die Raupennährpflanzen sind vorwiegend Süßgräßer.


Zur Erhaltung dieser Schmetterlingsart ist Handlungsbedarf gegeben

Gelbringfalter sind stark gefährdet;im Bundesland Salzburg sind sie nach EMBACHER (1996) vom Aussterben bedroht (Rote Liste/Kategorie.1). Forstliche Intensivierungsmaßnahmen, Umwandlung von Laub- in schnellwüchsige Fichtenforste und Aufforstung von Waldlichtungen gefährden den Bestand. Diese Schmetterlingsart ist europaweit stark im Rückgang begriffen.

Der Gelbringfalter ist eine in der gesamten EU durch die Bestimmungen der Fauna-, Flora-, Habitatrichtlinie, Anh.IV geschützte Art.Für diese Schmetterlingsart sind nach Meinung von HÖTTINGER & PENNERSTORFER (2005) in ZULKA et al. (2005)  akuter Handlungsbedarf erforderlich;  für bekannte Populationen sollten bereits jetzt Schutzmaßnahmen ergriffen, gezielte Kartierungen sowie ein Management geeigneter Habitate  durchgeführt werden.

Literatur




Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Washingtoner Artenschutzabkommen

Biodiversität in Österreich

Umweltbundesamt

Blumenwiesen als Lebensraum für Insekten

Insektenlebensraum Wald


Rückfragen: Mag. Michael Hubka