Nach dem Motto "Weniger ist oft mehr" lassen sich in vielen Bereichen Ressourcen sparen. Der ökologische Fußabdruck setzt sich zusammen aus den Bereichen Wohnen, Ernährung, Mobilität und Konsum. In allen vier Bereichen können Sie Reduktionspotenziale eruieren und Ihren Fußabdruck verkleinern. |
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Wohnen Rund 20 Prozent des durchschnittlichen österreichischen Fußabdruckes verursachen wir beim Wohnen, vor allem für Heizen und Elektrizität. Gute Wärmedämmung, Bauen mit der Sonne, dosierte Heizung der Räume sowie sparsamer Umgang mit Elektrizität sind Schritte zur Reduzierung des Umweltverbrauchs. Mittel- und langfristig kann der Fußabdruck "Wohnen" vor allem durch Sanierungen um bis zu 90 Prozent verringert werden. Auch der "Wohnraumbedarf" pro Kopf sowie die Art des Wohnens spielen selbstverständlich eine Rolle. Wohnen in der kompakten Wohnanlage "frisst" bedeutend weniger Fläche als das Einzelhaus im Grünen.
Ernährung Unsere Ernährung ist für rund ein Drittel des durchschnittlichen Fußabdruckes verantwortlich, 70-80 Prozent davon entstehen durch den Konsum tierischer Produkte wie insbesondere Fleisch, aber auch Milchprodukte und Eier. Eine Reduktion des Fleischkonsums auf die von der Ernährungsberatung empfohlene Menge von 2 Mal pro Woche ist daher nicht nur gesundheitlich, sondern auch ökologisch eine höchst sinnvolle Maßnahme. |
 | Abb.: Verbrauch von Lebensmitteln in Österreich und der dadurch verursachte Fußabdruck
Quelle: Plattform Footprint |
 | Abb.: Anteil der Lebensmittel am Fußabdruck
Quelle: Plattform Footprint |
Mobilität Ebenfalls rund 20 Prozent des durchschnittlichen Fußabdruckes entstehen durch unsere Mobilität. Der überwiegende Anteil davon (etwa 90 Prozent) für Autofahren und Fliegen. Bei Menschen, die viel fliegen oder viel mit großen Autos unterwegs sind, kann der dadurch verursachte Fußabdruck bereits ein Vielfaches des gesamten Übrigen ausmachen. Der Reduktion des Auto- und Flugzeug-Gebrauchs kommt daher eine Schlüsselrolle bei der Verringerung des Fußabdrucks zu. Seine Alltagswege mit immer weniger Auto zu schaffen und Flugreisen nur dosiert zu unternehmen, ist somit ein wesentlicher Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Gehen Sie weniger oft in die Luft, dafür wieder mehr zu Fuß! |
 | Abb.: Footprint unterschiedlicher Verkehrsmittel
Quelle: Plattform Footprint |
Konsum Rund 30 Prozent des durchschnittlichen Fußabdruckes entstehen durch den Konsum von Gütern, die Inanspruchnahme von Dienstleitungen sowie "Sonstiges". Ein großer Teil entfällt auf öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen wie Straßenbau und -erhaltung oder die Errichtung und Inbetriebhaltung öffentlicher Gebäude. Hier ist die Politik gefordert, etwa durch einen sparsamen Flächenverbrauch und energiesparende Infrastrukturen. Persönlich beeinflussen können wir den eigenen Güterkonsum, denn für jedes neu hergestellte Produkt werden irgendwo in der Welt Ressourcen verbraucht. Worum geht es also? Die Güter, die man bereits besitzt, möglichst lange nutzen - und vor jedem Neukauf überlegene: Brauche ich das wirklich? Vielleicht sind Sie auch schon darauf gekommen: Zu viele Dinge können belasten. Weniger ist eben oft mehr! |