Frausein mit Behinderung
- Lehrgang: Kompetenzaufbau "Frauen mit Behinderung"
- Studie: "Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen am Salzburger Arbeitsmarkt"
- Weitere Infos und Links zu Beratungseinrichtungen
Lehrgang: Kompetenzaufbau "Frauen mit Behinderung
Am 29. Oktober startete der Österreich weit einzigartige Lehrgang für Mitarbeiterinnen von Salzburger Fraueneinrichtungen. Die Stabsstelle für Frauenfragen & Chancengleichheit des Landes und das Frauenbüro der Stadt bieten 15 Teilnehmerinnen aus Stadt und Land Salzburg eine vierteilige Fortbildung bis Juni 2009. Ziel ist die Qualifizierung zu den Themen Behinderung und Barrierefreiheit und damit die Erweiterung der Beratungskompetenzen. Grundlegend dabei sind Selbstreflexion und der umgehende Wissens- und Erfahrungstransfer in die eigene berufliche Praxis. Gemäß dem Motto "Nicht über uns, sondern mit uns" wird die Ausbildung von Teresa Lugstein und Mag.a Gabriele Pöhacker, zwei Frauen mit Behinderungen, geleitet. Dr.in Birgit Buchinger bereichert den Lehrgang mit ihrem sozialwissenschaftlichen Knowhow.
Detail-Informationen finden Sie hier...
Der Lehrgang ist ein weiterer Baustein der bereits jahrelangen Aktivitäten der beiden Frauenbüros zum Thema. Beim Lehrgangsauftakt am 29. Oktober standen Lebenswelten von Frauen mit Behinderungen (Sozialisation, Körper, Sexualitäten, Mutter- und Partnerschaft), Feminismus und Behinderung sowie das Thema sexuelle Gewalt im Mittelpunkt. Bereits mit der Einstiegsfrage "Wo fühle ich mich selber behindert?" wurden intensive Diskussionen ausgelöst.
In den weiteren Lehrgangstagen geht es einerseits um den Aufbau von Faktenwissen (Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung, Erwerbs(un)fähigkeit, gesetzliche Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten). Andererseits werden konkrete Umsetzungsschritte geplant, um in den Institutionen und Vereine der Teilnehmerinnen barrierefreie Beratungsangebote setzen zu können: z.B. Abbau von baulichen Zugangsbarrieren, Einsatz von Gebärdensprachdolmetscherinnen und persönlicher Assistenz, barrierefreie Webseiten.
Eine Gesprächsrunde mit Sozialreferentin Landesrätin Erika Scharer, AMS-Leiter Siegfried Steinlechner und dem Leiter des Bundessozialamtes Mag. Rajmund Kosovic am 4. Februar 2009 um 17.30 Uhr im Brunauer-Zentrum rundet den Lehrgang ab. im Juni 2009 folgt ein halbtätiger Reflexions-Workshop.
ÜBERBLICK über die einzelnen Module
MODUL 1) 29./30.10.2008: Einstieg ins Thema, Erfahrungen und Lebenswirklichkeiten
- Eröffnung, Begrüßung, Vorstellung der Referentinnen
- Vorstellung/Erwartungen & Erfahrungen der Teilnehmerinnen
- Daten und Fakten/Lebenssituationen von Frauen im Bundesland Salzburg, Lebensphasen, Lebensformen, Lebenswelten
- Feminismus und Behinderung
- Sexualitäten, Körper, Mutterschaft, Beziehungen
- Gewalt
- Einrichtung von Reflexionspartnerinnenschaften, Arbeitsaufträge
weiterführende Links:
- Hessisches Koordinationsbüro für behinderte Frauen... umfangreiche Informationen zur Lebenssituation von Frauen mit Behinderungen
- Das Buch der Begriffe. Sprache-Behinderung-Integration (Hg. Integration:Österreich, Beate Firlinger), Download
- Liste von Filmen zum Thema Frauen mit Behinderungen des Hessischen Koordinationsbüros
Studie: "Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen am Salzburger Arbeitsmarkt"
Aufgrund der Erfahrungen im Projekt Frausein mit Behinderungen (siehe unten) gaben das Büro für Frauenfragen und Chancengleichheit des Landes und das Frauenbüro der Stadt Salzburg den Anstoß für eine Österreich weit einmalige qualitative Studie zur Situation von Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen am Salzburger Arbeitsmarkt. Die Finanzierung übernahm der Territoriale Beschäftigungspakt Salzburg (kurz: TEP).
Die beiden Sozialwissenschafterinnen Dr. Birgit Buchinger und Mag. Ulrike Gschwandtner (Solution) führten von Juli bis Oktober 2006 37 Interviews mit Frauen mit unterschiedlichsten Behinderungen zu ihrer (beruflichen) Biografie durch, befragten VertreterInnen von Beratungs- und öffentlichen Einrichtungen (zB Bundessozialamt, Arbeitsmarktservice, Referat für Behindertenfragen des Landes...) und recherchierten die aktuelle Datenlage. Begleitend wurden die Ergebnisse in einer Gruppe, der 12 Expertinnen in eigener Sache (Frauen mit Behinderungen) angehörten, diskutiert und reflektiert. Ein umfangreicher Maßnahmenkatalog, rundet die sozialwissenschaftliche Arbeit ab und regt EntscheidungsträgerInnen an, die Situation von Frauen mit Behinderungen zu verbessern. Die Studie wurde im März 2007 abgeschlossen und im Juni 2008 veröffentlicht.
Eine kurze Zusammenfassung finden Sie hier...
Die Studie zum Download hier...
Bestelladresse: Ingrid Angermaier, Tel.: +43 (0)662 80 42 - 35 50
Eine Radiosendung von Teresa Lugstein zur Studie finden Sie hier...
EINE RÜCKSCHAU:
Das Projekt "Frausein mit Behinderung" wurde 2005 abgeschlossen.
Den Abschlussbericht finden Sie hier... (Download 550 KB)
Projekt zur Lebenssituation von Frauen mit körperlichen, psychischen und geistigen Beeinträchtigungen in Stadt und Land Salzburg.
Zu den Barrieren, die unsere Gesellschaft Menschen mit Behinderungen in den Weg legt, fügen sich Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts. Daher stehen in einer Stadt-Land-Initiative die Lebenssituationen von Frauen mit Behinderungen im Mittelpunkt.
Wie geht es Frauen mit Behinderungen als Frauen? Wie erleben sie ihr „Frausein“? Welche gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen gibt es?
Diese und andere Fragen wurden mit betroffenen Frauen erörtert. Denn es zeigt sich, dass Frauen mit Behinderungen in mehrfacher Weise Diskriminierungen erfahren: aufgrund der Beeinträchtigung, aufgrund des Geschlechts und auch aufgrund von Mutterschaft.
Ziele
- Initiierung eines Dialogs Betroffener zu „Frausein mit Behinderung“
- Öffentliche Diskussion des Themas „Frausein mit Behinderung“
- Benennung und Analyse von Problemen und alltäglichen Diskriminierungen
- Entwicklung von Vorschlägen zur Verbesserung der Lebenssituationen und Lebenschancen
- Erarbeitung von Grundlagen für politische Entscheidungen zur Verbesserung der Lebenssituation von Frauen mit Behinderungen
Projektschritte - Umsetzung
4. Präsentation vor den Ressortverantwortlichen; Empfehlungen an die Politik, 12.5.2005. Presseaussendung (doc, 46 KB) ![]()
ProjektträgerInnen und Informationen
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Stabsstelle für Frauenfragen & Chancengleichheit des Landes Salzburg Birgit Mitterhumer-Zehetner Telefon 0662/8042-4043, ...mehr |
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Frauenbüro der Stadt Salzburg Dagmar Stranzinger Telefon 0662/8072-2045, ...mehr |
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Referat für Behindertenangelegenheiten des Landes Salzburg Christine Hofinger Telefon 0662/8042-3541, ...mehr |
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Behindertenbeauftragte der Stadt Salzburg Alexandra Piringer Telefon 0662/8072-3232, ...mehr |
Projektbeschreibung zum Downloaden (doc, 29 KB)
Weitere Infos und Beratungseinrichtungen:
Verein Ninlil http://www.ninlil.at/ninlil.html
Bizeps http://www.bizeps.or.at/index.php
Role Models http://www.rolemodels.at/



