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Feuersalamander

Diese Schwanzlurche sind durch die auffällige Signalfarbe leicht erkennbar


Feuersalamander  Bild: M.Kyek

Feuersalamander                                Bild: M. Kyek


Feuersalamander sind nachtaktive, 15-20 cm große Schwanzlurche mit gelber bis rötlicher Fleckung;  diese hat ihnen den Namen eingetragen.

In Salzburg konzentriert sich das Vorkommen von Feuersalamandern hauptsächlich auf den  Flachgau und , einzelne Nachweise gibt es auch aus dem Pongau und Pinzgau. Im Lungau fehlt diese Art aber völlig.  Diese in Mitteleuropa weit verbreitete Art nährstoffreiche, feuchte Laub-Nadel-Mischwälder oder reine Buchenwälder in der Nähe von Fließgewässern als Lebensraum . „Aufgeräumte“ Wälder werden hingegen gemieden, da Feuersalamander Strukturen wie gut strukturierte Waldränder, Totholz, Wurzeln, Kleinsäugerbauten oder Fels- und Mauerspalten als Unterschlupf benötigen, die auch zum Überwintern genutzt werden.
Feuersalamander ernähren sich von Schnecken, Regenwürmern, Spinnen, Schmetterlingen und anderen Wirbellosen. Die Nahrung der Larven besteht aus Eintags-, Köcherfliegenlarven und Daphnien, kann aber bei entsprechender Siedlungsdichte auch kannibalisch sein.

In Salzburg konzentriert sich das Vorkommen von Feuersalamandern hauptsächlich auf Flachgau und Tennengau, einzelne Nachweise gibt es auch aus dem Pongau und Pinzgau. Im Lungau fehlt diese Art völlig.


Fressfeinde des Feursalamanders werden durch die schwarzgelbe Signalfarbe abgeschreckt

Über Feinde der erwachsenen Feuersalamander ist wenig bekannt. Als Fressfeinde der Jungtiere konnten Laufkäfer, Libellen- und Köcherfliegenlarven, aber auch Forellen beobachtet werden. Die auffällige Zeichnung des Feuersalamanders (Warnfarbe) weist auf seine Giftigkeit hin: Zu ihrer Verteidigung scheiden Feuersalamander aus Hautdrüsen ein Sekret aus, das das giftige Salamandrin enthält. Dieses kann für kleinere Tiere tödlich wirken und ist stark ätzend.

Feuersalamander sind lebendgebährend

Die Paarung des Feuersalamanders erfolgt zwischen März und Juli. Nach einer Tragzeit von etwa acht Monaten werden 8-60 lebensfähige Larven geboren und in kühle, klare und sauerstoffreiche und naturbelassene, flachufrige Fließgewässer mit Sandbänken abgesetzt; sie leben dort meist versteckt unter Steinen, Wurzeln und Falllaub. Die Larvalentwicklung ist nach ca. vier Monaten abgeschlossen, wobei Feuersalamander die Geschlechtsreife mit etwa 2 - 4 Jahren erreichen.


Sie sind gefährdet und in Salzburg vollkommen geschützt

Nach Angaben von GOLLMANN (2007) ist ein aktueller Bestand dieser Art vorhanden. Die Bestandesentwicklung ist schwach negativ. Die Habitatverfügbarkeit der Art ist sehr hoch, die Entwicklung der Habitatsituation jedoch abnehmend. Eine direkte, anthropogene Beeinflussung scheint nicht gegeben zu sein, sieht man von Verkehrsopfern auf der Straße und Forstwegen ab. Eine Zuwanderung von Individuen aus fremden Populationen schließt der Autor aus.

Die Ursachen für die Gefährdung dieser Art sind vielfältig:

  • Zerstörung und Veränderung ihrer Lebensräume wie beispielsweise Umwandlung von Laubwäldern in Fichtenmonokulturen,
  • Verrohrung und Verbauung von Gewässern,
  • Regulierung und Verbauung von Waldbächen,
  • Gewässerverschmutzung,
  • Schlägerungen im Quellbereich
  • Stickstoffeintrag
  • Beseitigung wichtiger Lebensraumelemente wie Totholz und strukturierten Waldrändern.
  • Anlegen von Fischteichen im Quellbereich
  • Forellenhaltung in Gebirgsbächen,

Feuersalamander gehören daher zu den gefährdeten Tierarten (Tiedemann & Häupl 1994) und sind im gesamten Land durch die Pflanzen- und Tierartenschutz -Verordnung  vollkommen geschützt.

Literatur

 




Weiterführende Links

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Liste

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Berner Konvention

Stickstoffeintrag durch übermäßige Düngung

Reptilienlebensraum Magerwiese

Amphibiensterben und Klimawandel

Biodiversität in Österreich

Biogeographische Regionen

Umweltbundesamt

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Rückfragen: Mag. Michael Hubka