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SALZBURGER:ZUKUNFTS:DIALOGE

Foto Ulrich von Weizsäcker, (c) Holger Noß

Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker

Der Faktor Fünf.
Die Formel für ein nachhaltiges Wachstum


Vortrag und Diskussion

Donnerstag, 10. Juni 2010,19:00h
ORF Salzburg, Publikumsstudio
Nonntaler Hauptstraße 49 d

Einleitungsstatement: Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller

Moderation: Chefredakteur Dr. Gerhard Rettenegger, ORF

         

Die Beschwörung des Außergewöhnlichen, oder sachlich formuliert, die Darstellung einer einzigartigen Situation, die dem Schicksal der Menschheit schon bald eine entscheidende Wendung geben könnte, dürfte so alt sein, wie deren Geschichte selbst. Mythen, Dramen und Ideologien berichten davon ebenso wie wissenschaftlich fundierte Befunde.

Der US-amerikanische Ökonom und Soziologe Jeremy Rifkin hat die Geschichte der menschlichen Zivilisation neu erzählt, indem er dem Zusammenhang von Naturverbrauch und Weltaneignung, von Entropie und Empathie nachspürt. Ähnlich argumentiert auch Ernst Ulrich von Weizsäcker, der die vielfältigen Möglichkeiten einer drastisch verbesserten Ressourceneffizienz als Weg zu „nachhaltigem Wohlstand“ präsentiert. In seinem aktuellen Buch "Faktor fünf. Die Formel für nachhaltiges Wirtschaften" erbringt von Weizsäcker den Nachweis, dass wir tatsächlich über die technischen Voraussetzungen verfügen, um die Schlüsselsektoren der globalen Ökonomie (Gebäude, Stahl und Zement, Landwirtschaft und Verkehr) nicht nur in den hoch entwickelten Ländern, sondern global nachhaltig zu gestalten. Voraussetzung dafür ist allerdings die Umsetzung von politischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen, die dem „Grünen Kondratieff-Zyklus“ zum Durchbruch verhelfen.

Wie Ernst Ulrich von Weizsäcker darlegt, ist die Abstimmung von ordnungsrechtlichen Maßnahmen und ökonomischen Instrumenten das zentrale Element auf dem Weg zum Erfolg: Schlanke Umweltmanagementsysteme, handelbare Emissionsrechte auf internationaler Ebene und vor allem langfristige, strikt aufkommensneutral gestaltete Ökoabgaben (vor allem auf fossile Energien) werden als Erfolgsfaktoren auf dem Weg zu dauerhaftem Wohlstand benannt, den wir auf Basis einer neuen Balance von Staat, Markt und Zivilgesellschaft erreichen können.

Auszug aus Walter Spielmann: "Zukunft braucht Mut und klare Signale", Pro Zukunft, 24. Jahrgang 2010, 1



Rückfragen: Dr. Michael Steger