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Salzburg Images – NaturLand

Vielfältige Natur und landschaftlicher Reichtum in den Bezirken des Landes

  • Viele reizvolle Seen im Flachgau
  • Die Salzach- und die Lammeröfen im Tennengau
  • Der Pinzgau ist Salzburgs größter Landesteil
  • Die weltweit größte Schauhöhle im Pongau
  • Sanfte Almböden und schroffe Bergflanken im Lungau


Trotz der Kleinheit des Landes kann Salzburg mit Vielgestaltigkeit und mit landschaftlichem Abwechslungsreichtum aufwarten. Bezogen auf die Fläche ist Salzburg als ausgeprägtes Gebirgsland einzustufen. Hinsichtlich des Lebensraumes seiner Bevölkerung ist es jedoch ebenso ein außeralpines Land, lebt doch ein beträchtlicher Teil der Bewohner im Zentralraum rund um die Stadt Salzburg. Im Salzburger Becken vereinigen sich auch die zwei natürlichen Hauptleitlinien des Bundeslandes, das Salzach- und das Saalachtal. Die Landeshauptstadt am Rand der Alpen ist geprägt durch die Dominanz der Stadtberge Mönchsberg, Festungsberg, Kapuzinerberg und Rainberg sowie durch Gaisberg und Untersberg.

Salzburg wurde schon seit frühester Zeit in das Land diesseits und jenseits der Tauern eingeteilt. Jenseits der Tauern lag der Lungau, das Gebiet diesseits der Tauern wurde in das Land vor dem Gebirge und Innergebirg unterteilt. Die Bezeichnungen für "Pongau" und "Pinzgau" sind seit dem 8. Jahrhundert nachweisbar, der "Lungau" ist erstmals 923 urkundlich erwähnt. Und während der "Tennengau" seinen Namen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhalten hat, ist der "Flachgau" eine Wortschöpfung unseres Jahrhunderts. Jeder der fünf Gaue des Landes - Flachgau, Tennengau, Pinzgau, Pongau und Lungau - ist durch eine typische Landschaft sowie die Eigenart seiner Kultur und seines Brauchtums gekennzeichnet.


Viele reizvolle Seen im Flachgau
Der nördlichste Landesteil Salzburgs ist der Flachgau. Berg- und Hügelland, Wiesen, dazwischen Wälder, größere und kleinere Seen und eine verwirrende Vielzahl an Tümpeln und Mooren prägen seinen Landschaftscharakter. Während der Eiszeit haben die glazialen Massen des Salzachgletschers sich fingerförmig zwischen Bayern und Salzburg nach Norden geschoben und die voralpine Landschaft des Flachgaues geformt. Aus der so entstandenen, sanft gewellten Moränenlandschaft ragen die Flyschberge mit Höhen bis über 1.000 Meter hervor. Hochgitzen, Buchberg, Tannberg, Irrsberg, die Große Plaike, Kolomannsberg und Haunsberg sind hier zu nennen. Mehrere reizvolle Seen, wie zum Beispiel Wallersee, Ober- und Niedertrumersee, Grabensee, die Egelseen, Fuschlsee oder Wolfgangsee, sind ebenfalls Hinterlassenschaften des Eiszeitalters.
    

Bild Wallersee im Flachgau aus der Vogelperspektive Bildrechte LPB

Die Salzach- und die Lammeröfen im Tennengau
Südlich der Stadt Salzburg breitet sich der Tennengau aus. Seine Westgrenze wird vom mächtigen Massiv des Hohen Göll beherrscht, im Osten führt der Pass Gschütt nach Oberösterreich, und im Süden hat sich die Salzach im Laufe von vielen Jahrtausenden ihr schmales, tief eingeschnittenes Bett durch Hagen- und Tennengebirge gegraben. Die Durchbruchsklamm der Salzach, die Salzachöfen beim Pass Lueg, sowie auch die Lammeröfen der Lammer zwischen Scheffau und Abtenau sind stellenweise bis zu 60 Meter tief.


Bild Lammeröfen im Tennengau Bildrechte Franz Neumayr

Der Pinzgau ist Salzburgs größter Landesteil
Salzburgs größter Landesteil, der Pinzgau, wird in Mitter-, Unter- und Oberpinzgau unterteilt. Der Mitterpinzgau schiebt sich wie ein Keil zwischen Tirol und Bayern und ist geprägt durch eine abwechslungsreiche Gebirgslandschaft (Leoganger Steinberge, Dientner Berge, Steinernes Meer) sowie das weite Saalfeldener Becken. Der Unterpinzgau erstreckt sich zu beiden Seiten der Salzach und ragt ein Stück in die Zeller Furche, wo der Hauptort des Pinzgaues, Zell am See, liegt. Vom Salzachtal zweigen das Rauristal, das Kaprunertal mit dem 3.203 Meter hohen Kitzsteinhorn sowie das Fuschertal mit der Großglockner-Hochalpenstraße ab. Im Süden begrenzen die Hohen Tauern als längster Teil der Zentralalpen den Pinzgau. Ihre Gipfel sind von starker Vergletscherung geprägt, besonders in der Venediger- und in der Glocknergruppe. Im Oberpinzgau reihen sich die Achentäler, die von den Bergen der Hohen Tauern herunterführen, aneinander. Sie sind eng und schmal und großteils mit dem Auto nicht befahrbar. Erwähnenswert sind das Krimmler Achental, die beiden Sulzbachtäler mit dem Großvenedigermassiv sowie das längste der Tauerntäler, das Hollersbachtal mit dem "verwunschenen" Kratzenbergsee, dem größten Karsee der Hohen Tauern.


Bild Zirbe auf einem Berghang im Pinzgau Bildrechte Nationalpark Hohe Tauern

Die weltweit größte Schauhöhle im Pongau
Der südlich des Tennengaues gelegene Pongau ist im Norden von den Felsmauern der Salzburger Kalkhochalpen, von Tennen- und Hagengebirge abgeriegelt, nur durchbrochen von der Salzach. Im Süden begrenzen ihn die Hohen Tauern und die Radstädter Tauern, im Osten ragt steil die Dachsteingruppe auf und im Westen das Steinerne Meer sowie Hochkönig. Mittendurch fließt die Salzach. Vom Salzachtal zweigen mehrere Seitentäler ab, wie beispielsweise das Klein- und das Großarltal oder das Gasteinertal. Die Liechtensteinklamm im Großarltal ist eines der berühmtesten Naturdenkmäler Österreichs. Die Eisriesenwelt im Tennengebirge ist die weltweit größte Schauhöhle. Die Gipfelketten der Hohen und der Niederen Tauern erheben sich über die wald- und almenreichen Pongauer Schieferberge, die klassisches Bergbauernland sind. Neben dem Salzach-Pongau spricht man in Salzburg auch vom Enns-Pongau im Einzugsgebiet der Enns.


Bild Eisriesenwelt Werfen Bildrechte Eisriesenwelt GmbH

Sanfte Almböden und schroffe Bergflanken im Lungau
In der südöstlichsten Ecke des Salzburger Landes liegt der Lungau, dessen Landschaft vielfältig ist: Sanfte Almböden wechseln mit schroffen Bergflanken, weite Becken mit engen Tälern. Der Lungau ist ein geschlossenes Talbecken, das im Norden und Osten von den Niederen Tauern, im Süden von den Nockbergen und im Westen von den Hohen Tauern begrenzt wird. Diese natürliche Einheit weist nicht nur klimatische und vegetationsgeographische Eigenheiten auf, sie ist auch kulturlandschaftlich ein sehr eigenständiger Teil des Bundeslandes. Die beiden Haupttäler des zentralen Beckens sind das Taurach- und das Murtal, wobei das Taurachtal das fruchtbarste und das am dichtesten besiedelte Tal des Lungaues ist. Charakteristisch für diesen Teil des Landes ist auch, dass die Gebirge vom zentralen Becken aus durch fächerförmig angelegte Täler erschlossen werden. Von diesen Nebentälern ist das Zederhaustal hervorzuheben, das das längste dieser Täler ist und durch das die Tauernautobahn führt. Bekannt ist der Lungau auch für seinen Waldreichtum. Das Klima ist eher kühl, liegt doch der Lungau auf einer durchschnittlichen Seehöhe von mehr als 1.000 Metern. Andererseits ist aber gerade der Lungau als sonnenreichstes Gebiet des Landes bekannt. Dieser Teil Salzburgs war lange Zeit eher eine abgeschiedene Gegend, nur mühsam zu erreichen. Das änderte sich mit dem Bau der Tauernautobahn im Jahr 1975.


Bild Murtalbahn fährt durch den Lungau Bildrechte Franz Neumayr