Logo Land Salzburg
von A bis Z

Aufgeschnappt und aufgemerkt 2009

Eine Jahresbilanz in Anekdoten

Zusammengetragen von Michael Neureiter (N) im Alltag und von Josef Schöchl (S) im Landtag



ambitioniert (S)

Experte der Finanzabteilung gesteht bei den Beratungen über eine Reform des Gehaltssystems ein:

„Der Finanzabteilung ist es bisher nicht gelungen, die Mehrausgaben durch Mindereinnahmen zu decken.“


aufgepasst (N)

Referent nimmt zum Schluss auf den zunehmenden Lärmpegel Bezug:

„Allen, die aufgepasst haben, alles Gute!“


aufgewacht (S)

Gerlinde Rogatsch kontert bei der Ausschussdiskussion über Beschränkungen der Ausstrahlung von Panoramabildern im Privatfernsehen auf den Vorwurf von Karl Schnell, dass man zwölf Jahre geschlafen habe, mit den Worten:

Ich will dir jetzt sagen, warum wir aufgewacht sind: Das Problem hat es bisher gar nicht gegeben!“


ausgespart (N)

Hoher Amtsträger zum Thema des Diakonats der Frau in der katholischen Kirche:

„Solange wir über andere Kirchen reden, geht’s sicher gut…“


ausgeschüttet (S)

Karl Schnell will bei einer Diskussion über eine Verschärfung des Führerscheingesetzes

„... nicht gleich das Bad mit dem Kind ausschütten - oder doch umgekehrt!“


ausgeweitet (N)

Ein ORF-Bericht über den Konflikt um die Mehrleistungen von Lehrern verdreht die Lage geringfügig:

„Die Forderung der Unterrichtsministerin, die Unterrichtsverpflichtung auf zwei Stunden auszuweiten…“


ausreichendst (S)

Sepp Eisl erläutert die Änderung der Jagdrechtsabgabe ausgiebig und detailliert, mehrere Abgeordnete signalisieren bereits ihr Einverständnis durch Kopfnicken. Eisl vergewissert sich:

„Tut´s schon?“


autonom (N)

„Schulautonome Tage“ geraten immer mehr ins Visier der Debatte um Ferienregelungen, wobei „autonom“ bisher mit „selbstbestimmt“ und „entscheidungsfrei“ übersetzt wurde. Titel der Landeskorrespondenz über eine Forderung der Amtsführenden Präsidenten der Landesschulräte:

„Schulautonome Tage bundesweit einheitlich regeln!“


begehrlich (S)

Wilfried Haslauer bei der Vorlage des Investitions- und Wachstumsprogramms selbstkritisch:

„Die größte Schwierigkeit hat die Regierung, wenn mehr Geld da ist – dann steigen die Begehrlichkeiten!“


belaubt (N)

Sigi Kämmerer von der Salzburg AG warnt vor der Schneelast auf Bäumen:

„Es ist noch so viel Laub auf den Blättern!“


beleibt (N)

Die Landeskorrespondenz berichtet über den Festakt „200 Jahre Salzburger Freiheitskampf“ in Stegenwald und zitiert auch Doraja Eberle:

„… Ich gratuliere den Schützen des Landes Salzburg zu diesem Jubiläum und freue mich mit Euch über die Beleibtheit und das soziale Wirken der Schützen, die Botschafter des Friedens sind.“

2002 war in der Landeskorrespondenz von einer Bemerkung von Othmar Raus die Rede:

„Fußball erfreue sich in Salzburg nach wie vor großer Beleibtheit….“


beliebt (N)

Doris Mack warnt bei der Verabschiedung von Bernhard Treschnitzer in den SALK:

„Everybody‘s darling is everybody‘s Depp!“


chaotisch (S)

Wenig Vertrauen in die Fähigkeiten der Bundesimmobiliengesellschaft zeigt Gerlinde Rogatsch:

„Die Wiener, die schon bei zwei Zentimetern Schnee ein Chaos verursachen.“

Dazu ein Zwischenruf aus dem Plenum:

„Ein Chaos auch ohne Schnee!“


charakterlich (S)

Der als Experte zu Führerscheinuntersuchungen befragte Sanitätsdirektor Christoph König stellt klar:

"Autofahren scheitert fast nie an der Intelligenz. Es ist Charaktersache!"


dach-geschädigt (N)

Die „Salzburg-Krone“ stellt sich mit einer Schlagzeile ein:

„“Dachschaden“ im Parlament…“

und erklärt dann:

„Nicht nur der Dachstuhl im Chiemseehof ist desolat…“


dagegen gestimmt (N)

Werner Faymann kündigt eine entschiedenere Haltung in der Koalitionsregierung an:

„Wir sind nicht mehr bereit, gegen unsere Maßnahmen zu stimmen!“


ehrlich (N)

Bei der Siegerehrung des Landes-Feuerwehrjugend-Wettbewerbs leitet der Moderator nach zwei Ansprachen des Bürgermeisters und des Landes-Feuerwehrkommandanten über:

„Jetzt kommen wir zum Punkt, weshalb wir da sind.“


eingesetzt (N)

Vereinsobmann bedankt sich im Schlusswort,

„… dass Sie die Mühe auf uns genommen haben!“


eingetroffen (N)

Ankunft von Mitarbeitern der ÖVP-Bundespartei zu einer Klausur

„Die Lichtgestalten aus der Lichtenfelsgasse sind eingetroffen!“


einschlafgeregelt (N)

David Brenner verweist auf eine vorgesehene Übergangsbestimmung:

„Es ist in diesem Gesetz eine entsprechend lange Einschlafregelung vorhanden...“


entwöhnt (N)

Museumsvereins-Obmann Josef Reschen kündigt bei der 175-Jahre-Feier des Salzburg-Museums eine längere Ansprache an,

„...da ich schon länger der öffentlichen Rede entwöhnt bin!“


erleichtert (S)

Sepp Eisl merkt im Arbeitsausschuss der Koalition zur neuen Geschäftseinteilung an, dass eine bestimmte Regelung eine Erleichterung brächte. Daraufhin die Landeshauptfrau:

"Es gibt viele Möglichkeiten, sich beim Erleichtern zu versuchen."


ersetzt (S)

Bei einer Ausschussdebatte über eventuellen Sozialmissbrauch fehlt die zuständige Landesrätin Erika Scharer, worauf Gerlinde Rogatsch sich an den als Experten anwesenden Leiter der Sozialabteilung, Hofrat Herbert Prucher, wendet:

„Sie müssen jetzt auch die Frau Landesrätin sein!“


erstaunt (N)

Katholisches Grußwort bei der Weihe der rumänisch-orthodoxen Holzkirche in Salzburg-Schallmoos:

„Wir sind jetzt begeistert von der Orthodoxie – erstaunlicherweise!“


fußgefahren (N)

Ludwig Bieringer berichtet über eine ausgiebige Feier nach der für die ÖVP besonders erfolgreichen Landtagswahl 1984:

„Wir sind dann aber z’Fuaß heimg’fahrn!“


gebärfreudig (S)

Trotz rückläufiger Geburtenziffern stellt der Pinzgauer Abgeordnete Michael Obermoser fest:

"Wir Pinzgauer wollen schon noch Kinder kriegen und auch machen!"


gegangen (S)

Gabi Burgstaller verabschiedet sich während einer Diskussion über Maßnahmen zur Senkung von Klassenwiederholungen:

„Ich schaffe für mich das Sitzenbleiben ab. Ich muss jetzt gehen.“


gekippt (S)

Gerlinde Rogatsch verweist in einer Sicherheitsdiskussion auf die Eigenverantwortung beim Schutz der Wohnung, erläutert dies an der Möglichkeit, durch ein gekipptes Fenster einzudringen, und meint zu Karl Schnell:

"Wahrscheinlich hast du es dir schon einmal zeigen lassen, oder du hast es schon einmal probiert?“

Schnell gesteht ein:

„Wenn ich zu spät heimgekommen bin!“


gekürzt (S)

Hilde Eisl bittet als Vorsitzende um kurze Wortmeldungen. Darauf Robert Zehentner:

"Mit kürzer werden, wird´s nicht so leicht sein!"


gemeiselt (S)

Gudrun Mosler-Törnström zu ihrem Kollegen Roland Meisl:

„Es ist nie eine Meinung fest gemeißelt!“


germanisiert (S)

Bei einer Diskussion über die vielen deutschen Studenten an der Universität Salzburg stellt Hans Scharfetter klar:

„Wir haben kein Problem mit der Internationalisierung der Uni, sondern mit der Germanisierung der Uni.“


geschossen (S)

Der an einer Ausschussberatung als Experte teilnehmende Landesjägermeister Sepp Eder zeigt, wie wichtig eine genaue Betonung ist:

„Wir schießen ja wild, also Wild!“


geschrumpft (N)

ORF-Meldung über den Besuch des Parlamentspräsidenten Chinas und seine Begrüßung durch ein EPK (= Ein-Personen-Komitee):

„Das Begrüßungskommitte des offiziellen Salzburgs bildet der derzeitige Landtagspräsident Simon Illmer (ÖVP).“


geschwätzt (S)

Heidi Hirschbichler versucht als Ausschuss-Vorsitzende, den hohen Geräuschpegel zu senken, und wendet sich an Landtagsdirektor Edtstadler:

„Herr Hofrat, ich stelle fest, dass Sie am lautesten schwätzen!“


gestritten (N)

Harald Preuner hat eine Erklärung für die Ergebnisse der Nationalratswahl 2008:

„Nur Zwist und Eintracht, das haben die Wähler abgestraft!“


gesucht (N)

Walter Blachfellner wünscht bei der Raiffeisen-Bauträgermesse den Besuchern,

„…dass Sie das suchen, was Sie finden!“


gewünscht (N)

Moderatorin eines Cäciliakonzerts schließt

„...und ich wünsche einen guten Ratsch … Rutsch ins Neue Jahr!“


gigagroß (S)

Bei der Nennung der Ausschusszusammensetzung für die Diskussion über die „Gigaliner“, die überlangen und überschweren Fernlaster, nominiert Karl Schnell den Abgeordneten Lukas Essl als den "Gigalinerexperten" der FPÖ. Darauf ein Zwischenruf eines Abgeordneten:

„Wahrscheinlich wegen seiner Größe!“


grauen-voll (N)

Odo Stierschneider kennt den vollen Terminkalender von Christian Stöckl:

„Der Kalender des Bürgermeisters ist der Stoff, der das Grauen erzeugt…“


hingerichtet (N)

Pfarrer dankt am Schluss der Mitternachtsmette

„…vor allem N.N., der das alles so gut hingerichtet … hergerichtet hat!“


honorig (N)

Lions-Club-Präsident stellt sich bei der „Salzburger Tafel“ mit einem Beitrag ein:

„Liebe Honoratiorinnen und Honoratioren!“


hühneräugig (N)

Florian Kreibich referiert über Wohnbauförderungsangelegenheiten und über fallweise Meinungsdifferenzen mit dem Koalitionspartner:

„Wo drückt das Hühnerauge?“


kannibalisch (N)

Ein Studentenfunktionär plädiert für

„Studieneingangsphasen mit dem Ziel, die Studierenden nach einem Jahr zu halbieren.“


kleinlich (N)

Agrarfunktionär und Großbauer bei einer Altbauernehrung:

„Wir sind eine kleinlich … kleinstrukturierte Landwirtschaft…“


kollegial (N)

Bürgermeister Josef Guggenberger bekennt sich zum Landes-Elektrizitätsgesetz und seinen Regelungen für Höchstspannungsleitungen:

„… und im Salzburger Landtag sitzen auch nicht lauter Deppen!“


kriminalstatistisch (N)

Bericht über die Entwicklung der Kriminalfälle:

„Der Anstieg der Einbrüche ist wieder gestiegen!“


lauschig (S)

Klubobmann Karl Schnell versucht, die Wichtigkeit der aktuellen Stunde zum Thema "Sicherheit" dadurch zu untermauern, dass er für die Sicherheitslage im Land Salzburg einen Vergleich bemüht:

"Der wilde Westen war dagegen ein lauschiges Plätzchen!"


leichtherzig (S)

Josef Sampl kündigt an, dass er mit „nicht leichtem Herzen“ zustimmen werde. Landtagsdirektor Karl Edtstadler, der gerade das Protokoll führt, schlägt vor:

„Also mit schwerem Herzen! Für das Protokoll ist das kürzer!“


links (N)

Erzbischof Alois Kothgasser übergibt bei Pro Oriente den Vorsitz an Altlandeshauptmann Hans Katschthaler:

„Damit übergebe ich das Wort an meinen linken Nachbarn…“


lochgenagt (N)

Gerlinde Rogatsch zeigt für einen Klinikverantwortlichen großes Verständnis:

„Dr. N.N. nagt wirklich am letzten Loch!“


machtbewusst (N)

Bürgermeister einer Kleingemeinde:

„Was ich beschließ, das ist so!“


mäßig heilig (N)

Erzbischof Alois Kothgasser begrüßt beim Ökumenischen Empfang:

„Ich grüße alle Heiligen, Heiligmäßigen und mäßig Heiligen…“


mehrköpfig (N)

Der neue Zeller Bürgermeisterkandidat Hermann Kaufmann zu seinem Antreten und zur Zukunft von Zell am See:

„Ich habe schon große Events in meinen Köpfen angedacht…“


missverstanden (N)

Orgelfachmann berichtet, die neue Halleiner Stille Nacht-Orgel solle auch mit einem Schwellwerk zur Lautstärkeregelung versehen werden. Eine interessierte Journalistin hakt gleich ein:

„Gibt es bisher auch diesen Schwellkörper?“

Der Experte klärt auf:

„Schwellkörper sind etwas anderes.“


mittelalterlich (S)

Bei einer Debatte über die Sicherheitslage zeigt sich die Landeshauptfrau besorgt:

„Neben Personen höheren Alters werden nun auch lauter mittelalterliche Leute überfallen!“


musikalisch (N)

Beim Altarweihe-Fest bittet der Kapellmeister der Trachtenmusikkapelle Bad Vigaun Erzbischof Alois Kothgasser zum Dirigentenpult:

„Wir bitten Sie, nicht nur die katholischen, sondern auch die musikalischen Schäfchen zu dirigieren!“


narrativ (S)

Lukas Essl bringt die Tätigkeit des EU–Koordinators für den 2. Abschnitt des 380 kV-Projekts Georg Wilhelm Adamowitsch auf den Punkt:

„Er hat seine Lebensgeschichte erzählt und dann auf einer Landkarte eine Leitung eingezeichnet.“


nicht begrünt (N)

ÖVP-Pressedienst berichtet über die FPK und Josef Buchers Position:

„Es gebe damit keine fünf Kärntner Abgeordnete, die… die Begrünung eines neuen Parlamentsklubs ermöglichen…“


nicht verkauft (N)

Die Veräußerung von Rückforderungen aus Wohnbauförderungs-Krediten wurde in anderen Bundesländern zur Budgetsanierung verwendet, nicht in Salzburg. Hilde Wanner stellt deshalb als SPÖ-Vertreterin bei einer Wohnungsübergabe fest:

„Ich bin froh, dass wir die Wohnbauförderungsmittel nicht verkauft haben!“


ordiniert (S)

Walter Steidl verdeutlicht die überaus große wirtschaftliche Bedeutung von Sesselliften am Beispiel von Karl Schnell, der in seinem Zivilberuf als praktischer Arzt in einem Wintersportgebiet häufig mit Schiunfällen zu tun hat:

„Ohne diese Lifte könntest du deine Arztpraxis gar nicht aufrecht erhalten!“


pensioniert (S)

Der Salzburger Strukturverbesserungsfonds wird aufgelöst und in den neuen Wachstumsfonds übergeführt. Mehrere Redner betonen dabei die hervorragende Arbeit von Heinz Maier von der Wirtschaftsabteilung. Gudrun Mosler-Törnström meint darauf:

„Das hat sich jetzt so angehört, dass Hofrat Maier in Pension geht und nicht der Fonds.“


platziert (N)

Vorsitzender Edmund Wagenhofer erläutert im Katholischen Hochschulwerk die künftige Unterbringung des „Instituts für Menschenrechte“:

„Im Keller befinden sich die Menschenrechte…“


präventiv (S)

Die Leiterin des Budgetreferates Monika Rathgeber antwortet in der Diskussion über die Veranlagung der Landesgelder auf eine Frage von Cyriak Schwaighofer umfassend:

"Zu dem, was Sie noch nicht gefragt haben, auch gleich die Antwort!"


prüferfahren (S)

Landesrechnungshof-Direktor Manfred Müller unterstreicht beim Bericht über den Rechnungsabschluss des Landes die Kompetenz der drei anwesenden Prüfer:

„Neben mir sitzen insgesamt 50 Jahre Prüferfahrung!“


reaktionsverzögert (S)

In der Debatte über die Dringlichkeit eines Antrags über Beschränkungen der Ausstrahlung von Panoramabildern durch private Fernsehsender kritisiert Karl Schnell die langsame Reaktion des Bundes:

„Jeder Siebenschläfer wird Olympiasieger im Vergleich zur österreichischen Politik!“


redezeitregulierend (N)

Domdechant Matthäus Appesbacher stellt angekündigten Festrednern die Rute des Buffets ins Fenster und denkt gleichzeitig an die Kosten

„Vor der Eröffnung des Budgets laden wir ein, zwei Grußadressen anzuhören!“


regiert (S)

Wilfried Haslauer vergleicht bei einer Verkehrsdiskussion die unterschiedlichen Rollen:

„Die Opposition sagt, was wäre wenn. Die Regierung sagt, was wird.“


reguliert (S)

Karl Schnell beklagt die Regelungswut des Bundes insbesondere im Gesundheitsbereich:

"Nicht dass in Wien auch auch noch jemand auf die Idee kommt festzulegen, dass eine Frau, die nicht schon zwei Kinder hat, keine bekommen darf!"


rücksichtsvoll (N)

Sepp Aschauer leitet als Obmann die Jahreshauptversammlung der „Tennengauer Versicherung“:

„Ich fasse mich kurz, der Schweinsbraten wird sonst kalt!“


sandig (N)

SALK-Betriebsratsobfrau Christine Vierhauser appelliert an ihre Kolleginnen und Kollegen:

„Wir dürfen nur den Sand nicht in den Kopf stecken!“


schattig (S)

Lukas Essl fordert vom ÖVP-Klubgeschäftsführer Franz Moser, die Schwarzen sollten über ihren Schatten springen. Darauf Moser aufklärend:

„Wir sind Schwarze. Wir haben keinen Schatten!“


schubladiert (S)

Lukas Essl kommentiert einen von Cyriak Schwaighofer eingebrachten dringlichen Antrag über Qualitätsverbesserungen an den Universitäten:

„Dieser Antrag wird bei einem Sektionschef in der Schublade verschwinden!“

Zwischenruf von Gerlinde Rogatsch:

„Im Vorzimmer des Sektionschefs!“


schwarzenegger-geprägt? (N)

Ein ORF-Bericht über eine Initiative des Landesarchivs erwähnt auch dessen Leiter als

„Landesarchivator“


selbstbewusst (N)

Der Halleiner Tourismusverbands-Obmann Ernst Kronreif bemüht sich, „Stille Nacht“ bei der Weltausstellung in Shanghai zu positionieren, und erläutert die Chancen:

„Wir haben in China einiges mitzureden!“


skeptisch (N)

Gabi Burgstaller präsentiert die Kleinkinderbetreuung nach finnischem Modell. Wilfried Haslauer skeptisch:

„Ich bin bei finnischen Modellen eher allergisch – seit M-real!“


straßenaktiv (N)

Der Landes-Stabführer des Blasmusikverbands Rupert Steiner betont die Wichtigkeit öffentlicher Auftritte der Blasmusikkapellen:

„Zu 70 Prozent verkaufen wir uns auf der Straße!“


sündenböckisch (N)

Christian Stöckl gesteht bei der M-real Demo nach der ersatzweisen Unterschrift Benita Ferrero-Waldners für die Europäische Kommission ein:

„Wir haben eine Sündenböckin in den eigenen Reihen!“


trinitarisch (N)

Erzbischof Alois Kothgasser erwähnt beim Festakt mit dem rumänisch-orthodoxen Patriarchen Daniel den sogenannten „Filioque-Streit“, in dem es darum ging, ob der Heilige Geist vom Vater ausgeht oder vom Vater und dem Sohn:

„Wir sind jedenfalls dankbar, dass er ausgegangen ist!“


überdacht (N)

ORF-Bericht über die Einweihung des neuen Gemeindehauses in Unternberg:

„Die Unternberger haben jetzt ein gemeinsames Dach über dem Kopf!“


überlebt (N)

Othmar Karas betont bei einer Veranstaltung zur EU-Wahl seinen Salzburg-Bezug:

„Ich bin in drei Salzburger Spitälern gelegen und habe hier überlebt!“


übersetzt (N)

Ansprache bei einem Feuerwehrfest in Kuchl:

„Ich bin ein Fan von FKK – das heißt ja Freiwillige Feuerwehr Kuchl oder auch freiwillig – kompetent – konsequent!“


übertrieben (N)

Hannes Schneilinger, der Generalsekretär der Katholischen Aktion, spricht sich für weniger Veranstaltungen auf den Plätzen rund um den Dom aus:

„Die Veranstaltungen sollen sich nicht kannibalisieren!“


umgeschmiedet (N)

Bildhauer erläutert bei einer Ausstellungseröffnung ein Bild und bezieht sich auf einen prominenten Künstlerkollegen

„Das ist das Motiv ‚Schwerter zu Pflugscharen’, das hat Picasso auch gemacht!“


umwerfend (N)

Josef Pühringer erwähnt in seiner Rede bei einem MKV-Fest, dass bei der vorangehenden Messfeier mit Diözesanbischof Ludwig Schwarz ein Chargierter während der Predigt einen Schwächeanfall bekam:

„Ich habe Bischof Ludwig schon gesagt, dass er eine umwerfende Predigt gehalten hat!“


unbefriedigend (S)

Bei den Beratungen über das Landeslehrer-Diensthoheitsgesetz geht es um eine nicht präzise Bestimmung in den Erläuterungen. Martin Huber vom Gemeindeverband gibt auf:

„Als Jurist ist es eine Kunst, mit einer gewissen Unschärfe zu antworten. Ich darf mit der Antwort schließen, dass ich keine befriedigende Antwort geben kann.“

Gabi Burgstaller ergänzt:

„Ich kann darauf auch keine befriedigende Antwort geben.“

Cyriak Schwaighofer fasst schließlich zusammen:

„Ich habe das Gefühl, dass meine Frage nicht beantwortet wurde.“


ungehört (S)

Im Rahmen der Beratungen über den Rechnungsabschluss 2008 werden auch die Kosten für den Austausch der Protokoll-Tonaufzeichnungsgeräte im Landtagssaal nachgefragt. Karl Schnell meint unter Anspielung auf die völlig desolate Lautsprecheranlage:

„Es wird also alles das aufgezeichnet, was man nicht hört.“


ungebeten (S)

Hilde Eisl als Ausschussvorsitzende:

"Als Nächste am Wort ist Frau Abgeordnete Blattl."

Diese erwidert:

„Ich habe zwar noch gar nicht um das Wort gebeten, nehme es aber gern an."


ungestört (S)

Bei der aktuellen Stunde zum Thema Kinderbetreuung unterhalten sich Regierungsmitglieder während der Rede von Sonja Ottenbacher deutlich hörbar. Diese unterbricht:

„Störe ich eh nicht?“


väterlich (N)

Walter Blachfellner lobt Wilfried Haertl anlässlich dessen Abschieds aus der „Heimat Österreich“:

„Der Erfolg hat viele Väter. Wilfried Haertl ist der Hauptvater!“


verändert (N)

Bürgermeister Peter Fuschlberger über die veränderte Konfliktkultur:

„Früher haben’s schon am Vormittag g’rauft, heut’ zahlen’s halt die Rechtsanwaltskosten.“


verglichen (S)

Walter Steidl vergleicht in der Diskussion über die Einräumung von Dienstbarkeiten für die 380 kV–Freileitung die "schlechten" Höchstspannungsmasten mit den "guten" Seilbahnmasten. Darauf Josef Schöchl:

"Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich!"


verhütet (S)

Michael Obermoser beginnt seine Wortmeldung über die Gebarung des Salzburger Brandverhütungsfonds spannend:

„Ich möchte über die Verhütung sprechen, genauer über die Brandverhütung!“


verringert (N)

Julius Schmalz beklagt den zunehmenden Mangel an Lehrlingen:

„Wir spüren, dass sich die Geburtenjahrgänge verringern!“


verschollen (S)

Gerlinde Rogatsch fordert, dass die während der Debatte zum Gratiskindergarten abwesenden SPÖ-Regierungsmitglieder der SPÖ

„...mit der Laterne im Haus gesucht werden müssen!“


verschwistert (N)

Eduard Schöpfer erwähnt bei einer Veranstaltung des Salzburger CV den neuen Direktor des „Hauses der Natur“:

„Norbert Winding ist der Bruder des Ehepaares Winding, das dieses Haus führt…“  


verwirrt (S)

Bei den Beratungen über eine Senkung der Parteienförderung bemüht der Klubvorsitzende Roland Meisl ein bekanntes Sprichwort:

„Wein predigen und Wasser trinken!“

und korrigiert sich gleich selbst:

„Umgekehrt! Wir waren in der Steiermark und sind etwas verwirrt.“


vielbeschäftigter (N)

Erzbischof Alois Kothgasser begrüßt zu einer Sitzung mit vielen Entschuldigungen:

„Man sieht, es gibt Leute, die mehr zu tun haben als wir!“


wehmütig (S)

Michael Obermoser erinnert „fast wehmütig“ an die vielen sinnvollen Projekte, die aus dem Strukturverbesserungsfonds gefördert wurden, der in den Wachstumsfons übergeführt wird. Wilfried Haslauer spricht Trost zu:

„Jede Wehmut und jeder Abschiedsschmerz ist unangebracht! Er hat es sich verbessert!“


zusammengekratzt (N)

Ludwig Bieringer berichtet über die Entstehung des Kulturhauses „Bachschmiede“ und dessen Finanzierung:

„Sechs Millionen, die wir aus dem ordentlichen Haushalt zusammengekratzt haben…“



Rückfragen: Landespressebüro