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Nachhaltigkeit in Österreich

Auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro im Jahr 1992 hat sich die internationale Staatengemeinschaft zum Konzept der nachhaltigen Entwicklung und den dazu in der AGENDA 21 formulierten Prinzipien und Leitlinien bekannt.

Damit wurde die Verknüpfung von sozialen, ökonomischen und ökologischen Anliegen für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Gesellschaft d i e zentrale Gestaltungsaufgabe – im globalen Kontext ebenso wie auf regionaler und lokaler Ebene. Auch Österreich hat sich verpflichtet, die erforderlichen Weichenstellungen vorzunehmen.

Die Nachhaltigkeitsstrategie Österreichs ist ein erster wichtiger Schritt in der Umsetzung dieses politischen Bekenntnisses. Sie zeigt detailliert auf, welche Probleme einer nachhaltigen Entwicklung entgegenstehen, beschreibt Handlungsfelder und Ziele, sowie Aktivitäten, Ansatzpunkte und erste Schritte für eine nachhaltigere Zukunft.

Ein wesentliches Gremium in der Vernetzung der vielfältigen (politischen) Ansätze hin zu einer Nachhaltigen Entwicklung in Österreich stellen die NachhaltigkeitskoordinatorInnen dar, eine gemeinsamen Expertenkonferenz des Bundes und der Länder, die den Auftrag hat, für den notwendigen Informationsaustausch zu sorgen und gemeinsame Projekte durchzuführen. Den Vorsitz führt derzeit Salzburg.

Seit Ende 1998 findet weiters halbjährlich der Round Table „Nachhaltiges Österreich" statt, der die Plattform für einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit wechselnden Schwerpunktthemen zwischen verschiedensten Akteuren darstellt und der abwechselnd in den verschiedenen Bundesländern veranstaltet wird. Um den Erfahrungsaustausch bezüglich nationaler und regionaler Umsetzungsstrategien einer Nachhaltigen Entwicklung zu garantieren, wird bei dieser Veranstaltung das Hauptaugenmerk auf die Einbindung von Akteuren aller umsetzungsrelevanten Handlungsebenen von der Bundes-, Landes- über Regional- bis hin zur kommunalen Ebene, sowie von Experten aus verschiedenen Disziplinen aus der Praxis und der Wissenschaft gelegt.

Die Landesumweltreferentenkonferenz hat in ihrer gemeinsamen Erklärung zur Weiterentwicklung der Umweltpolitik in Österreich vom Mai 1999 die Wichtigkeit dieses Erfahrungsaustausches zwischen dem Bund und den Bundesländern, sowie zwischen den Bundesländern betont. Sie hat weiters den Round Table als zentralen Mechanismus für die Abklärung der nationalen und regionalen Strategien zur Umsetzung einer Nachhaltigen Entwicklung hervorgehoben.

Mit der Alpenkonvention soll grenzüberschreitend der Schutz und eine umweltgerechte, zukunftsfähige Entwicklung der Alpenregion gewährleistet werden. Dieses 1991 unterzeichnete Rahmenübereinkommen trat 1995 in Kraft. Zu den Vertragsparteien gehören alle acht Alpenstaaten (Deutschland, Österreich, Liechtenstein, die Schweiz, Frankreich, Monaco, Italien und Slowenien) sowie die EU. Die Konvention ist das bisher einzige völkerrechtlich verbindliche Übereinkommen zum Schutz einer Bergregion. Zur Umsetzung der in der Konvention geforderten ganzheitlichen Politik haben sich die Vertragsparteien verpflichtet, geeignete Maßnahmen in verschiedenen Bereichen zu ergreifen und diese in Protokollen festzuschreiben. Die insgesamt neun Protokolle beziehen sich neben Verkehr auf Raumplanung und nachhaltige Entwicklung, Naturschutz und Landschaftspflege, Berglandwirtschaft, Bergwald, Tourismus, Bodenschutz, Energie sowie Streitbeilegung. Die Vereinten Nationen haben 2002 zum Internationalen Jahr der Berge erklärt.

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Rückfragen: Markus Graggaber, DW 4738