 | Anstieg des ökologischen Fußabdrucks Der globale ökologische Fußabdruck auf der Erde ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen. Die Abbildung zeigt die Entwicklung des "Footprint" von 1961 bzw. 2006. Das obere Feld (dunkelbau) gibt den Anteil des Naturverbrauchs für Ernährung, Entnahme von Rohstoffen sowie Flächenversiegelung wieder. Das untere Feld (hellblau) zeigt die Entwicklung des "Carbon Footprint", d. h. jene Fläche die für die Neutralisierung unserer CO2-Emmissionen nötig wäre.
Quelle: www.footprintnetwork.org |
 Abb.: Anzahl der Planeten
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Wer verbraucht wie viel Umweltraum? Die wissenschaftlichen Berechnungen zeigen, dass das Ökosystem des Planeten bereits jetzt überbeansprucht wird. Anders ausgedrückt: Die Menschheit hat bereits begonnen, das verfügbare Naturkapital in seiner Substanz abzubauen, anstatt von seinen "Zinsen" zu leben. In der Abbildung wird die Entwicklung des globalen ökologischen Fußabdrucks in Erdplaneten angegeben (orange Linie). 1961 wurde erst die Hälfte des verfügbaren Naturkapitals verbraucht - sozusagen ein halber Planet, 2005 lag der Wert bereits bei 1,25 Planeten.
Quelle: www.footprintnetwork.org |
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Wie viel steht jedem zu? Teilt man die heute nutzbare Fläche der Erde auf alle Menschen gleichmäßig auf, dann ergibt sich ein Wert von 2,1 globalen Hektar (1 gha = 10.000 m²). Jedem Menschen würden sozusagen 21.000m² zur Deckung seiner Bedürfnisse zur Verfügung stehen, ohne die Tragfähigkeit der Erde zu überschreiten. Die Abbildung zeigt die Entwicklung des ökologischen Fußabdrucks (blaue Linie) im Verhältnis zur Biokapazität (gelbe Linie). So stieg der Pro-Kopf-Fußabdruck von 1,7 gha im Jahr 1961 auf 2,7 gha im Jahr 2005. Die pro Kopf verfügbare Biokapazität hat dagegen von 3,45 gha (1961) auf 2,1 gha (2005) abgenommen.
Quelle: www.footprintnetwork.org |
Der Umweltverbrauch ist sehr unterschiedlich verteilt. Während reiche Länder wie die USA eine Fläche von 9,4 gha pro EW für sich beanspruchen, stehen den ärmsten Ländern wie Indien gerade einmal 0,9 gha zur Verfügung. In Österreich liegt der ökologische Fußabdruck pro Einwohner/in bei 5,0 gha. Er entspricht etwa dem europäischen Durchschnitt von 4,7 gha und führt uns vor Augen, dass auch wir auf zu großem Fuß leben. Denn: Gerecht aufgeteilt, würden uns nur 2,1 gha zustehen!
Die Abbildung zeigt den Footprint nach Kontinenten (Höhenachse) im Verhältnis zur Bevölkerungszahl (Breitenachse). An der "Spitze" liegt eindeutig Nordamerika, gefolgt von der EU bzw. Gesamteuropa.
Quelle: www.footprintnetwork.org |
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Abb.: Ökologischer Fußabdruck pro Kopf, 2005 Quelle: "Living Planet Report 2008" |
Länder mit hohem Ressourcenverbrauch
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Länder mit niedrigem Ressourcenverbrauch
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Folgendes Beispiel macht dies deutlich: Würde die gesamte Menschheit so leben, wie wir EuropäerInnen, bräuchten wir zwei ein halb Planeten von der Qualität der Erde. Bezogen auf die USA sind es sogar über fünf Planeten. Da wir den ärmeren Ländern nicht absprechen können, ihren Wohlstand ebenfalls zu erhöhen, ist die drastische Reduktion unseres Ressourcenverbrauchs gefordert.
2,5 Planeten wären nötig würden alle Menschen so leben wie wir Europäer/innen |
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Neue Herausforderung Nachhaltigkeit. Im lokalen Umweltschutz waren wir durchaus erfolgreich: Unsere Seen und Flüsse sind wieder weitgehend sauber. Das Waldsterben wurde gestoppt. Neue Naturschutzgebiete wurden ausgewiesen. Nun geht es darum die globalen Herausforderungen wie Klimaschutz oder gerechte Verteilung von Ressourcen anzugehen. Auch Salzburg muss seinen Beitrag dazu leisten. |