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Arbeitsgruppe für Gender Mainstreaming



Auf Basis des Regierungsbeschlusses vom 10.4.2003 hat Landesamtsdirektor Hofrat Dr. Heinrich Christian Marckhgott die ständige „Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming“ eingerichtet. Sie hat sich am 20.11.2003 konstituiert.


  • Mitglieder


Mitglieder der Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming

Der Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming gehören als Mitglieder je eine Vertreterin bzw. ein Vertreter der folgenden Dienststellen an:


Funktion, Dienststelle     Name     Tel.Nr.

Vorsitzende,
Abteilung 12 - Kultur und Sport

    Hofrätin Dr. Monika Kalista

    2067

Abteilung 14 - Personalabteilung

    Hofrat Dr. Michael Cecon

    2234

Vertreter der
Bezirkshauptmannschaften

    Bezirkshauptmann
    Hofrat Dr. Robert Kissela

    6500

Fachreferentin 2/01 - Stabsstelle für Chancengleichheit,
Anti-Diskriminierung und Frauenförderung

    Mag. Romana Rotschopf

    4040

Abteilung 8 - Finanz- und
Vermögensverwaltung

    Dr. Ingrid Dully-Wöll

    2521

Fachabteilung 0/1 -
Legislativ- und Verfassungsdienst

    Dr. Barbara Leitner

    2285

Landesamtsdirektion

    Mag. Eva Hofbauer

    3175



  • Aufgaben


Die Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming fungiert in erster Linie als Koordinationsinstrument zur Umsetzung von Gender Mainstreaming im Land Salzburg. Sie

  • koordiniert die Umsetzungsschritte,
  • koordiniert die zentrale Öffentlichkeitsarbeit und
  • berichtet der Landesregierung im regelmäßigen, 1-jährlichen, Abstand.


Sie erarbeitet und entwickelt aber auch

  • die strategischen Zielvorgaben,
  • konkrete Vorschläge zur weiteren Umsetzung im Landesdienst.



  • Bisherige Schritte


Die Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming hat zunächst den Ist-Zustand gesichtet und konkrete Vorschläge zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Gender Mainstreaming erarbeitet. Diese wurden in einem ersten Bericht, der von der Salzburger Landesregierung zur Kenntnis genommen wurde, dargelegt. Nun wird an der Umsetzung gearbeitet. Die Mitglieder sind zu der Überzeugung gelangt, dass Chancengleichheit für Frauen und Männer im Salzburger Landesdienst bereits in hohem Maße gegeben ist und auch von den Führungskräften dafür eine hohe Sensibilisierung entwickelt wurde.

Die Arbeitsgruppe hat sich neben laufenden Aktivitäten zur Sensibilisierung und Informationsveranstaltungen und Trainings zu Gender Mainstreaming folgende Anregungen überlegt und der Landesregierung unterbreitet:

  1. Einfordern einer hohen politischen Wertigkeit
  2. Angebot eines Seminars und eines Coaching für PolitikerInnen der Landesregierung und des Landtages durch externe ExpertInnen nach dem Vorbild Oberösterreichs
  3. Berücksichtigung von Gender Mainstreaming bei allgemeinen Verwaltungsreformprozessen, auch unter Berücksichtigung finanzieller Maßnahmen
  4. Berücksichtigung von Gender Mainstreaming in allgemeinen und speziellen Förderrichtlinien des Landes. Teilweise sind Förderrichtlinien und Formulare bereits nach Gender Mainstreaming-Kriterien gestaltet.
  5. Berücksichtigung von Gender Mainstreaming in der Erstellung von Statistiken des Landes nach Maßgabe der rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten
  6. Die Abteilungen des Landes und die Bezirkshauptmannschaften sollen zur Durchführung je eines internen und/oder externen Gender Mainstreaming-Projektes ermutigt werden.


Konkrete Umsetzungsschritte


1. Gender Mainstreaming - Prüfung auch bei Regierungsbeschlüssen:

In der Arbeitsgruppe wurde angeregt, bei jedem Regierungsbeschluss - analog der legistischen Vorgangsweise - eine Aussage zur Genderauswirkung verpflichtend vorzusehen.

2. Antragsformulare für Förderungen:

Weiters wurde angeregt, dass in allen Antragsformularen für Förderungen eine Rubrik mit der Frage der Auswirkungen des Projektes auf Männer und Frauen aufgenommen werden soll. Diesbezügliche Änderungen der Erlässe durch den Herrn Landesamtsdirektor wurden erbeten und werden bearbeitet.

3. Geschlechtsspezifische Statistik:

In die Novelle des Landesgesetzes über die Auskunftspflicht und den Datenschutz, LGBl. Nr. 98/2004, wurde folgender Grundsatz für die Wahrnehmung der Aufgaben der Landesstatistik aufgenommen: „Sicherstellung der geschlechtsspezifischen Erhebung und Auswertung der Daten in allen jenen Fällen, in denen ein Geschlechtsbezug sinnhaft und auf Grund der Art der Erhebung möglich ist.“

4. Gender Budgeting:

Die Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming ist verpflichtet, jedes Jahr einen Bericht an die Landesregierung zu senden, der dann mit Beschluss zur Kenntnis genommen wird. Dies ist am 1.12.2006 geschehen. Dieser Bericht befasste sich eingehend mit Gender Budgeting: Im Bundesland Salzburg wurden die Förderungsrichtlinien schon mit Regierungsbeschluss vom 9.3.2006 adaptiert - sie sehen vor, dass die zuständigen Fachabteilungen soweit wie möglich die zu erwartenden Auswirkungen auf Männer und Frauen prüfen und in ihre Überlegungen einbeziehen. Dazu kam der Erlass 2/15 vom 23.10.2006. In der Abteilungsleitersitzung am 6.2.2007 wurde die Umsetzung in allen Abteilungen besprochen.

5. Implementierung im Leitbild und in der Geschäftsordnung des Amtes der Landesregierung:

Im Leitbild und in der Geschäftsordnung des Amtes der Landesregierung soll das Bekenntnis zu den Zielen der Chancengleichheit und Implementierung von Gender Mainstreaming in den Handlungen der Verwaltung festgehalten werden.

6. Seminar der Salzburger Verwaltungsakademie:

Die Salzburger Verwaltungsakademie wurde beauftragt, entsprechende Fortbildungsreihen einzuplanen. Die erste Veranstaltung fand am 19.4.2007 in der Verwaltungsakademie statt. Sie wurde von Dr. Wolfgang Steiner, Vizepräsident des Unabhängigen Verwaltungssenates des Landes Oberösterreich und Leiter der dortigen Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming, abgehalten und richtete sich an Politiker und Politikerinnen, Abteilungsleiter und Abteilungsleiterinnen, Bezirkshauptleute, Fachabteilungsreferatsleiterinnen und -leiter, Amtsleiterinnen und
-leiter sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Gemeinden und Führungskräfte der Krankenanstalten. Siehe dazu Landeskorrespondenz-Meldung vom 24.4.2007.
Neu an der Salzburger Verwaltungsakademie:
Gendercompetence - Um die Möglichkeiten und Potentiale der Genderkompetenz zu nützen, werden an der Salzburger Verwaltungsakademie Workshops, Seminare und Consulting rund um das Thema "Gender" angeboten. Die erste Workshopreihe zum Thema "Qualifikation durch Gender Mainstreaming. Praktische Anwendungsmöglichkeiten eines theoretischen Konzepts" startete im Dezember 2007 in Schloss Urstein/Puch.



Rückfragen:

Dr. Monika Kalista