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Asylentscheidungen in der EU im Jahre 2008
76.300 Asylbewerber wurden in der EU als schutzberechtigt anerkannt


Im Jahr 2008 hat die EU 76.300 Asylbewerber als schutzberechtigt anerkannt. Die größten Gruppen von Personen, denen in der EU27 der Schutzstatus zuerkannt wurde, waren Staatsangehörige aus folgenden Staaten:

  • Irak (16.600 Personen bzw. 22% aller Personen),
  • Somalia (9.500 bzw. 12%),
  • Russland (7.400 bzw. 10%),
  • Afghanistan (5.000 bzw. 7%),
  • Eritrea (4.600 bzw. 6%).


In rund 30% der Asylentscheidungen in 1. Instanz in der EU wurde den Antragstellern der Schutzstatus zugesprochen.

Im Jahr 2008 wurden in der EU27 281.100 Entscheidungen über Asylanträge getroffen, 209.200 davon in erster Instanz und 71.900 in endgültigen Berufungsentscheiden.
In 1. Instanz wurde 59.300 Personen der Schutzstatus zuerkannt und 17.000 Personen erreichten im Berufungsverfahren einen endgültigen positiven Berufungsentscheid.
Die Anerkennungsrate bei Asylbewerbern, dh der Anteil der positiven Entscheidungen an der Gesamtzahl der Entscheidungen, lag in der ersten Instanz bei 28% und in Berufungsverfahren bei 24%.


Von den 76.300 Personen, denen der Schutzstatus zugesprochen wurde, erhielten

  • 40.000 den Flüchtlingsstatus,
  • 25.500 subsidiären Schutz und
  • 10.800 eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen.


Zwei Drittel aller Zuerkennungen wurden in Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Italien und Schweden registriert.

2008 verzeichnete Frankreich (11.500) die höchste Zahl von Personen, denen ein Schutzstatus zugesprochen wurde. Dann folgen die Länder Deutschland (10.700), das Vereinigte Königreich (10.200), Italien (9.700), Schweden (8.700), Niederlande (6.100) und Österreich (5.700).


Die Anerkennungsrate ist in der EU sehr unterschiedlich. Die höchsten Anerkennungsraten in 1. Instanz wurden in folgenden Ländern registriert:

  • Polen (65%),
  • Litauen und Portugal (je 64%),
  • Österreich (62%),
  • Dänemark (58%).


Die niedrigsten Anerkennungsraten verzeichneten:

  • Griechenland (unter 1%),
  • Slowenien (3%),
  • Spanien (5%),
  • Tschechischen Republik, Frankreich und Rumänien (je 16%).


Die höchsten Anerkennungsraten durch endgültige Entscheidungen wurden in Finnland (87%), den Niederlanden (52%) und Schweden (49%) registriert.


Quelle: Eurostat (Statistisches Amt der Europäischen Gemeinschaften)