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Europameisterschaftsstadion Salzburg
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Am 8. März 2003 wurde mit dem Spiel SV Wüstenrot Salzburg gegen den FC Kärnten das topmoderne Europameisterschaftsstadion in Wals-Siezenheim seiner Bestimmung übergeben. Rechtzeitig und unter Einhaltung der kalkulierten Baukosten wurde dieses Bauwerk in nur 16-monatiger Bauzeit fertig gestellt. Schon nach den ersten gelungenen Trainingsspielen auf dem Kunstrasen herrschte bei SV Wüstenrot Salzburg damals Aufbruchstimmung. Befand sich der Fußballverein SV Wüstenrot Salzburg im September noch auf dem letzten Tabellenplatz, begann mit den Spielen im neuen Stadion eine Serie, die es zuließ, dass diese Mannschaft noch auf dem dritten Platz die laufende Bundesligameisterschaft beendete.
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Bereits einige Monate früher, genauer gesagt am 12.12.2002, wurde in Genf über die Ausrichtung der Europameisterschaft 2008 entschieden. Österreich, das sich zusammen mit der Schweiz für die EURO 2008 beworben hatte, bekam den Zuschlag und somit war das Salzburger Stadion auf einmal Europameisterschaftsstadion geworden. Bereits beim Wettbewerb für die Ausschreibung dieses Stadions wurde auf die Möglichkeit eines Ausbaues auf 30.000 Zuschauerplätze Bedacht genommen. Auch baulich wurde in die Zukunft investiert. Eine entsprechende Statik sollte es möglich machen, dieses Stadion ohne größere Schwierigkeiten auszubauen. So musste man sich praktisch noch vor Eröffnung dieses Stadions mit den zeitlichen Ausbauplänen bis hin zum Jahr 2008 beschäftigen.
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2004 fand die Fußballeuropameisterschaft in Portugal statt, wobei man für die weitere Vorgangsweise betreffend Planung und Ausrichtung der EURO 2008 wertvolle Erkenntnisse gewinnen konnte. In Zusammenarbeit mit der Schweiz stellte man sich vor ab die Frage, was diese beiden Länder den Fußballfans bieten können: beide Länder stehen für eine heile Welt, Top Gastronomie, wunderschöne Seen, herrliches Bergpanorama, dazu kurze Wegstrecken. Jeder Gast soll sich an dem hohen Lebensstandard, dem man diesen Ländern nachsagt, erfreuen können. Die Endrunde in Portugal hat eine neue unglaubliche Dimension erreicht, mit mehr als 28.000 Stunden Fernsehberichterstattung und mit kumulierten 8 Milliarden Zusehern. In sämtlichen europäischen Hauptmärkten lagen die Einschaltquoten klar über jenen der olympischen Sommerspiele. Damit lässt sich andeuten, welches Ereignis auf die Schweiz und Österreich zukommt. Was Größeres an Veranstaltungen gab es in beiden Ländern noch nie.
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Inzwischen hat sich viel getan. Es wurde eine Gesellschaft, die EURO 2008 SA, gegründet, welche die Organisation der 31. Spiele der UEFA EURO 2008 übernehmen wird. Unterstützt wird diese Gesellschaft von den einzelnen Ausrichterstädten, das sind Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt und Wien in Österreich, sowie Bern, Basel, Genf und Zürich in der Schweiz. Auch in Salzburg hat sich zwischenzeitlich viel getan. Im April 2005 erfuhr man aus den Medien, dass der Konzern Red Bull die Mannschaft von SV Wüstenrot Salzburg übernehmen wird, mit dem Ziel, sich im internationalen Fußballgeschehen in Europa zu etablieren. Hinter den Kulissen wurde in dieser Zeit bereits eifrig an den Detailplänen für den Ausbau des Stadions in Salzburg gearbeitet, unter der Voraussetzung, dass das Stadion auf die ursprüngliche Besucherzahl von 18.500 Zuschauern zurückgebaut werden kann. Es wurde jedoch auch die Möglichkeit eingeräumt, dass das Stadion im ausgebauten Zustand weiter verwendet werden kann, sollte im Juli 2007 der Zuschlag für die Austragung der Olympischen Winterspiele 2014 an Salzburg gehen. Somit waren die Vorgaben für den Erweiterungsbau des Stadions klar abgesteckt:
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- Auf- und Rückbau des Stadions muss möglich sein
- Die durchzuführenden Bauarbeiten müssen so koordiniert sein, dass nebenbei die Meisterschaftsspiele von Red Bull Salzburg durchgeführt werden können.
- Das Kunstrasenprojekt wird weiter geführt und erst kurz vor den Spielen der EURO 2008 soll ein Naturrasenfeld auf das bestehende Kunstrasenfeld aufgebracht werden (derzeit verlangt die UEFA noch ein Naturrasenspielfeld in sämtlichen Stadien für die EURO 2008)
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Unter dem bewährten Team der Architekten Schuster und Wimmer bzw. der Arbeitsgemeinschaft PORR/Alpine, welche schon das Stadion in seiner ursprünglichen Form errichtet hatten, wurde am 6. Mai 2006 mit den Ausbauarbeiten begonnen. Höhepunkt der bislang durchgeführten Bauarbeiten war die Dachhebung Ende Juni dieses Jahres, welche hydraulisch erfolgte. Insgesamt wurde das Dach mit einer Gesamtfläche von 17.000 m2 und mehr als 2.150 t Gewicht um 10,50 Meter gehoben. Dafür waren 12 große und 56 kleinere Hebestützen erforderlich. Konventionelle Baukräne kamen für die Dachhebung nicht zum Einsatz. Die Hebung erfolgte mittels besagter Hebestützen und Stahllitzen, das sind Stahlseile mit besonders hoher Tragkraft. Diese Art der Hebung ist bei Brücken und Dächern Gang und Gebe. Im Stadionbau wurde diese Technik bislang in Europa noch nicht angewandt. Ein bildlicher Vergleich bedeutet die Besonderheit dieses Unternehmens: das Gewicht des Daches, also 2.150 t, entspricht jenem von 10 Boeings 747 oder 270 Elefanten. Die Dachhebung, welche zwei Tage in Anspruch nahm, konnte bei günstigem Wetter, das heißt, es herrschte Windstille Ende Juni, durchgeführt werden. Insgesamt waren circa 25 Personen bei der Hebung des Daches im Einsatz und es kam zu keinen Problemen während diesem spektakulären Baueinsatz. Derzeit werden die Rohbauarbeiten im Stadion finalisiert und anschließend wird die Tribüne im 2. Rang mit den dazugehörigen Sitzen eingebaut. Das Stadion wird somit Ende Juni 2007 zu 90 % für den erweiterten Spielbetrieb fertig gestellt sein. Bei den restlichen 10 % an Fertigstellungsarbeiten handelt es sich um Mietelemente, wie diverse Container für die Pressebereiche, Medientribüne usw., welche erst circa 2 Monate vor Beginn der EURO 2008 aufgebaut werden. Bei diesen Einrichtungen handelt es sich um Mietgegenstände, wobei man hier versucht, entsprechende Kosten einzusparen. Bisher verläuft alles nach Plan, man bewegt sich also im vorgegebenen Kostenrahmen und auch der Zeitplan für die Erfüllung der übertragenen Aufgaben verläuft wie prognostiziert. ![]()

