Liebe EZA-interessierte Besucher der neuen Homepage! Mit seiner neuen Homepage setzt der Salzburger Entwicklungspolitische Beirat einen selbstbewussten Schritt vor den Vorhang: Das bedeutet vor allem Transparenz, Öffnung, noch mehr Service und ein breites Spektrum an Information zu allen Aspekten entwicklungspolitischer Zusammenarbeit. Das Bild von der globalen Verantwortung hat sich in den letzten Jahren dramatisch gewandelt: Von der traditionellen einseitigen "Entwicklungshilfe" bis zur partnerschaftlichen "Entwicklungszusammenarbeit" war ein langer, von manch Irrtümern, aber auch von vielen neuen Einsichten gekennzeichneter Weg zurückzulegen. Längst wurde bekannt, dass nicht "Almosen" gefordert sind, sondern gelebte Solidarität und Partnerschaften auf gleicher Augenhöhe mit anderen Völkern, Kulturen und Lebenswelten. Die Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts kann nicht länger künstlich in eine sogenannte "erste" und eine so genannte "dritte" oder gar "vierte Welt" eingeteilt werden. Wir alle leben in einer Welt! Und unser Denken, Reden und Handeln hier entscheidet direkt oder auch mittelbar durch ein weltumspannendes Netzwerk aus komplexen Zusammenhängen über konkrete Schicksale und Entwicklungen in anderen, oft weit entfernten Teilen der Welt. Salzburg soll mittel- und längerfristig zu einer Modellregion für Nachhaltigkeit werden. Die Entwicklungszusammenarbeit ist ein integraler Bestandteil dieser vielfältigen Bemühungen, nicht nur unsere Heimat Salzburg, sondern auch unsere Heimat Erde für diese und künftige Generationen als einen im umfassenden Sinn Lebens-bejahenden Ort zu erhalten. In diesem Sinne freue ich mich darauf, dass die neue Homepage des Entwicklungspolitischen Beirates zu einem wichtigen Knoten im Netzwerk der EZA im Land Salzburg wird.
Mag. Gabi Burgstaller Landeshauptfrau Entwicklungszusammenarbeit und OsteuropahilfeDie Entwicklungspolitik des Landes Salzburg ist seit 1963 im Landeshaushalt verankert. 1985 konstituierte sich der "Entwicklungspolitische Beirat der Salzburger Landesregierung", der Grundsätze und Kriterien für die Förderung von Projekten in Ländern des Südens wie für die Bildungsarbeit im Inland erarbeitete. 1994 kam es zur Festlegung von Schwerpunktländern der Entwicklungskooperation auf die Regionen San Vicente in El Salvador und Singida in Tansania. Je 20% der Verfügungsmittel kommen in diesen Regionen zum Einsatz. Ziel ist es, beide Regionen den sogenannten "Millennium Development Goals" messbar näher zu bringen. Weitere 20% der Mittel sind für Maßnahmen der Bildungs- und Informationsarbeit im Inland reserviert. Den Vorsitz im Entwicklungspolitischen Beirat des Salzburger Landesregierung führt Paul Pirker, die Geschäftsführung liegt bei der Präsidialabteilung, die politische Zuständigkeit bei Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller. Aufgabe des Entwicklungspolitischen Beirats ist es, die Landesregierung in Anglegenheiten der Entwicklungspolitik zu beraten, Stellungnahmen abzugeben sowie Empfehlungen bzw. Vorschläge zur Förderung von Projekten zu erarbeiten und die Informations- und Bildungsarbeit der entwicklungspolitisch engagierten Gruppen und Organisationen im Land Salzburg zu unterstützen. Die Mitglieder des Entwicklungspolitischen Beirats werden von der Salzburger Landesregierung bestellt. Adresse: Entwicklungspolitischer Beirat der Salzburger der Salzburger Landesregierung, Postdach 527, 5010 Salzburg bzw.: franz.wasner@salzburg.gv.at, Tel.: 0662-8042-2116, Fax 0662-8042-2907.
1. Reihe von links nach rechts: Pirker (Vorsitzender), Hanak, LHF Burgstaller, Rötzer, Heindl; 2. Reihe v. l. .n. r.: Eder, Höring, Krier; hinten: Erbler, Wasner, Holzinger, Ehammer (+2011) Grundsätze und Kriterien für die Beurteilung von Entwicklungsprojekten des Landes Salzburg, Prinzipien für Bildungsprojekte und Richtfragen für Bildungsprojekte in Östereich und entsprechende Antragsformulare sind über das Internet auf- bzw. abrufbar. Antrag auf Förderung eines Projektes der entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit Antrag auf Projektförderung (Bitte online ausfüllen und als attachment an franz.wasner@salzburg.gv.at mailen.) Anträge können während des ganzen Jahres eingereicht werden. Sie müssen mindestens zwei Wochen vor der jeweils nächstfolgenden Beiratssitzung einlangen. Die nächste Sitzung ist für Mittwoch, den 6. Juli 2012, anberaumt. Förderungsanträge, die bis zwei Wochen vor diesem Termin einlangen, werden bei dieser Sitzung behandelt. Später einlangende Anträge werden für die darauffolgende Sitzung in Evidenz gehalten. Die Arbeitsgruppe "Teildezentralisierung der öffentlichen Entwicklungshilfemittel" hat zu einer Enquete im Bundesrat geführt, deren schriftliches und Videoprotokoll über die Homepage des Paralments eingesehen werden kann: http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/BR/VER-BR/VER-BR_00023/fname_243151.pdf http://justlive.tv/bundesratsenquete Das "3. Salzburger Forums für Entwicklungszusammenarbeit" wird am 22. September 2012" in räumlicher und zeitlicher Nähe zum Rupertikirtag mit einer Ausstellung die Bandbreite der entwicklungspolitisch engagierten Salzburgerinnen und Salzburger präsentieren. Im Sinne größtmöglicher Transparenz Transparenz wird alljährlich eine Liste aller geförderten Projekte (2007, 2008, 2009, 2010, und 2011) sowie die im laufenden Jahr bereits geförderten Projekte und Restmittel veröffentlicht. Mit der Aktion "Die Saat geht auf", bei der 3000 Päckchen keimfähiges Saatgut an einem Vormittag im Frühjar 2009 an Kundinnen und Kunden des größten Wochenmarkts im Land, der Schranne, verteilt wurden, machte der Beirat auf den Mehrwert, den jeder Euro unserer Hilfe zur Beseitigung von Armut und Hunger generieren kann, aufmerksam. Seit 1970 verbindet eine offizielle Partnerschaft das Land Salzburg mit der damaligen Sowjetrepublik Litauen. Die Wurzeln dafür sind in der Protestantenvertreibung unter Erzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian 1731 zu suchen. Rund 20.000 Protestanten, beinahe ein Viertel der Landesbevölkerung, waren gezwungen, das Land zu verlassen. Vielen von ihnen gewährte Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. Aufnahme zur Besiedelung und Entwicklung der ostpreußischen Memelregion. Nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit der Republik Litauen am 11. März 1990 wurde diese Partnerschaft in vielen Bereichen erweitert. In Kultur, Wissenschaft, Schule und Bildung, in der Architektur, in der Landwirtschaft sowie in der Medizin und im Tourismus werden gemeinsame Interessen verfolgt und Programme verwirklicht. Weiters wird der Austausch von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern gefördert. |
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