Puppenräuber
Puppenräuber gehören systematisch zu den Laufkäfern; sie sind flugfähig und von enormer Bedeutung in der Forstwirtschaft: die Larven und Imagines des Puppenräubers ernähren sich von Raupen und Puppen von Forstschädlingen: Nonnen, Eulen
Puppenräuber leben am Boden und in Kronen in Laub- und Nadelwäldern; bei Sonnenschein laufen die Käfer auf den Baumstämmen und den Ästen umher. Der Käfer selbst ist groß, schwarzblau mit breiten, rötlichen - grünlichen, nicht verwachsenen Flügeldecken (untypisch für Carabidae).
Die Imagines können bis zu 4 Jahren alt werden; die Eier werden in den Boden abgelegt. Die Larvalentwicklung dauert etwa 3-4 Wochen, auch die Larve lebt räuberisch von verschiedenen anderen Forstschädlingen: von Schmetterlingsraupen der Familie Noctuidae (Eulen), insbesondere der Gamma-Eule , der Kieferneule ), des Schwammspinners und der Nonne.
Der Käfer überwintert als Imago. Er ist von Mai bis Juli anzutreffen.
Bevorzugte Lebensräume dieser Familie sind Trocken- und Halbtrockenrasen, bodensaure Magerrasen, aber auch Äcker und trockene Wiesen. Eine andere Art lebt besonders gerne in naturnahen Wäldern und deren Waldrändern, schätzt aber insbesonders warme Eichenwälder.
Puppenräuber sind durch Einsatz moderner Methoden in Land- und Forstwirtschaft besonders gefährdet. Diese Käferfamilie ist auch durch die Verlust natürlicher Lebensräume (Trockenrasen) gefährdet, aber auch Überdüngung und Pestizideinsatz gefährden diesen Nützling in der Forstwirtschaft.
Alle Arten der Puppenräuber sind landesweit durch die Bestimmungen der Pflanzen- und Tierarten - Schutzverordnung geschützt.
Weiterführende Links:
Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung
Rote Liste gefährdeter Tierarten
Ursachen für die Gefährdung der Tiere
Washingtoner Artenschutzabkommen
Blumenwiesen als Lebensraum für Insekten

