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Uhu

fliegender Uhu                Bildquelle (2): www.pixelio.de

Uhus sind in Ihrem Lebensraum gut getarnt

Uhus sind die größten heimischen Eulen; sie werden deutlich größer als Bussarde, besitzen einen kräftigen Körper, einen dicken Kopf mit langen, auffallenden Federohren und großen, orangegelben Augen.  Das Gefieder ist tiefbraun, Brust und Bauch sind heller gefärbt als der Rücken. Durch die dunklen Längs- und Querzeichnungen im Gefieder sind die Tiere sehr gut getarnt. Uhus wirken von ihrem Habitus in Ruhe eher tonnenförmig, in Warnstellung aber dick und langhalsig. Uhus fliegen wie alle Eulen lautlos, mit kräftigen und steten Flügelschlägen, können aber auch Gleitstrecken in ihr Flugmuster einbaue. Uhumännchen rufen ein weit hörbares, tiefes „bu-ho“, die Weibchen dagegen höher und 2-silbig „u-hu“,Uhumännchen rufen ein weit hörbares, tiefes „bu-ho“, die Weibchen dagegen höher und 2-silbig „u-h Uhumännchen rufen ein weit hörbares, tiefes „bu-ho“, die Weibchen dagegen höher und 2-silbig „u-hu“.

Ruf des Uhus


Der Uhu ist Brutvogel in mehreren Erdteilen

Der Uhu gilt als Brutvogel in Nordafrika und Eurasien, einerseits bis zum Pazifik, andererseits bis Indien und Südchina.  Sein Vorkommen ist in Mitteleuropa eher zerstreut und  lückenhaft; er ist ein Standvögel, und nacht- und dämmerungsaktiv. während des Tages rasten sie in alten Nadelbäumen, Höhlen und Nischen.und jagen nachts in abwechslungsreichen, auch in offenen Landschaften, die auch im Winter genügend Nahrung bieten; das Beutespektrum ist groß: die Vögel ernähren sich von Säugetieren jeglicher Größe (verschiedene Mäusen, Igeln, junge Füchsen, Rehkitzen, Feldhasen) aber auch Vögeln (Drosseln, Krähen, Singvögel, andere Eulen u.a.), Amphibien (v.a. Fröschen) und Fischen.


Uhus bauen keine Nester

Zur Balzzeit (Jänner – März) sind auch Duettrufe wahrzunehmen. Bevorzugte Wohn- und Bruthabitate sind abwechslungsreiche Landschaften mit einem größeren Offenlandanteil, und  geeigneten Felsstrukturen, in Ausnahmefällen auch Bodenbrut. Uhus bauen keine eigentlichen Nester, sie legen ihre Eier am Boden, auf einem Felsband oder in einer Felsnische ab. Legebeginn ist meist im März, spätestens jedoch im April; die Eier werden in meist dreitägigen Abständen gelegt, dadurch ist auch der Schlupf der Jungen gestaffelt. Das Weibchen bebrütet die 2-4, selten 5 weißen Eier.  Brutdauer ist 31-36 Tage.Das Männchen bringt die Nahrung ans Nest; die Mutter zerteilt sie mundgerecht für die Jungen. Der Bettelruf der Jungen ist laut und zischend „Tschullisch“ und vornehmlich in Sommer- und Frühherbstnächten wahrzunehmen. Bevor sie fliegen können, wandern die Jungen mit 5-7 Wochen aus der Horstnische aus, können kurze Strecken erst mit 9 Wochen gut fliegen, mit 20 Wochen Beute schlagen und sind dementsprechend lange von den Elterntieren abhängig.


Uhus sind gefährdet

Der Uhu ist eine österreichweit potenziell gefährdete Vogelart, die in Salzburg nur noch mit lokalen Populationen vertreten ist. Seine Bestandesentwicklung ist gleichbleibend.  Die Habitatverfügbarkeit ist extrem hoch, jedoch die Entwicklung der Uhuhabitate nur gleichbleibend. Uhus werden sehr stark negativ anthropogen beeinflusst. Uhus wurden lange Zeit direkt verfolgt, Brutvögel wurden als Schädlinge abgeschossen, Junge entnommen und für die so genannte Hüttenjagd verwendet. In letzter Zeit haben sich die Bestände dank diverser Schutzmaßnahmen etwas erholt.  Eine Gefahr stellen Biotopverluste dar und letztlich auch eine  Rückkoppelung über die Nahrungsschiene (Ausrottung der Beutetiere, dadurch Einstellung der Fortpflanzung bzw. der Brut unter ungünstigen Nahrungsbedingungen).

Außerdem  sind diese Vögel durch Auto und Bahn, aber auch Zerschneidung ihres Lebensraumes durch Starkstromleitungen stark gefährdet. Auch werden manche Brutplätze  durch Tourismusaktivitäten, z.B. Kletterer, aber auch Forstwegebau gestört und dadurch die Brut bzw. die Jungenaufzucht in Gefahr gebracht: bereits eine einmalige Störung dieser im Horstnahbereich sehr empfindlichen Art kann zur Aufgabe der Jahresbrut führen.
Als Schutzmaßnahmen für den Uhu sind Schutz der Brutplätze vor Störungen jeglicher Art, Schutz vor Aushorstungen und generell vor menschlicher Verfolgung zu sehen.

Im Bundesland Salzburg konnten Uhunachweise für das Salzburger Becken, die Kalkvoralpen und die Hohen Tauern erbracht werden. Daneben gibt es auch Einzelnachweise aus den Kalkhochalpen. Aus dem inneralpinen Bereich gibt es Uhubeobachtungen, jedoch keine Brutnachweise. Die derzeit aktuelle Populationsgröße wird mit 35-40 Brutpaaren für das Bundesland Salzburg angegeben.

Uhus gelten zwar nach Jagdgesetz im Bundesland Salzburg als jagdbares Wild,  sind aber ganzjährig geschont; andererseits unterliegen sie durch die  Bestimmungen der EU-Vogelschutzrichtlinie Anh.1 einem EU-weiten Schutz. ZULKA et al  (2005) geben Handlungsbedarf durch Einstellung der illegalen Verfolgung, Erhaltung offener und halboffener, extensiv und gut strukturierten Kulturlandschaften an. Der Uhu gilt außerdem als Priorität 2-Art und ist auch geschützt durch die Berner Konvention Anhang 2.

Literatur




Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Listen

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

Vogelschutz-Richtlinie

Bonner Konvention

Biodiversität in Österreich

Birdlife

Umweltbundesamt