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Birkenmaus

Diese Säugetierart ist ein "Überbleibsel" aus der Eiszeit

Birkenmaus (Sicista betulina)  Foto:W.Proksch

Birkenmaus                                 Foto: W.Proksch


Birkenmäuse gelten als sehr seltene Art in Salzburg

Bei der Birkenmaus handelt es sich eine kleine, dämmerungs- und nachtaktive Säugetierart, die als einzige Art zur Gattung Hüpfmäuse gehört  ; sie ist ein westpaläarktisches Faunenelement, zog sich postglazial in Mitteleuropa auf wenige Restareale zurück und verschwindet aus Frankreich, Italien, der Schweiz und den ungarischen Mittelgebirgen. In Skandinavien existieren nur Reliktareale. Im Osten ist sie bis in den Ural vertreten.
Birkenmausvorkommen aus Salzburg stammen aus älterer Zeit aus Gastein, Bad Hofgastein, Fusch an der Glocknerstraße, Untertauern und Weißpriach.

 
Die Tiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von  5 - 7 cm und eine Schwanzlänge von etwa 10 cm. Ihr Gewicht beträgt etwa 12 Gramm, nach dem Winterschlaf etwa 6 Gramm. Sie sind oberseitig gelbgrau gefärbt mit einem schwarzen Aalstrich vom Kopf bis zur Schwanzwurzel.
Ihre Nahrung sind Grassamen, Beeren und Früchte und Insekten.


Birkenmäuse benötigen naturbelassene Habitate

Sie benötigt Rand- und Mosaikstandorte und Kleinflächen mit trockener, feuchter bis nasser Vegetation und  jede Art von Gehölzen.  Nach Angaben von Spitzenberger et.at (2001) meidet sie geschlossene Wälder. Sie tritt besonders im Bereich der oberen Waldgrenze auf in subalpinen Mooren, Almrasen mit Zwergstrauchheide vor. Ihre  Sommerhabitate sind anmoorige Wiesen, submontane Moore und Latschenhochmoore. Sie ist auch an Blockhalden mit Quellaustritten, kleinen Tümpeln, einmähdigen Wiesen und  Almen zu finden.


Sie müssen Energie sparen

Wegen Ihrer Kleinheit verfallen die Tiere in eine Tageslethargie, um Energie zu sparen. Die Tiere halten 8 Monate Winterschlaf, während dessen sie von ihren Fettvorräten zehren. Sie  suchen dazu eine Erdhöhle auf.
Aktiv sind Birkenmäuse von Anfang Mai bis Oktober. Die Paarung findet in den Monaten Mai/Juni statt. Nach 25 Tagen Tragzeit kommen  bis zu 6 blinde Junge zur Welt.


Die Tiere sind stark gefährdet.

Birkenmäuse sind in den <Ostalpen weit verbreitet, ist bei uns aber sehr selten. Genaue Untersuchungen über Auftreten und Häufigkeit fehlen. die geeigneten Habitate sind inselförmig verteilt und daher sehr gefährdet: Zerstörung bzw. Verlust ihrer  Inselhabitate,  Veränderungen in den Alpen durch Lawinen- und Wildwasserverbauung, Forststraßenbau, großflächige Hang- und Moorzerstörung, Bau von Schiabfahrten und Aufstiegshilfen, sowie Straßenbau stark gefährdet.


Birkenmäuse sind geschützt

Nach ZULKA et. al (2005) sind diese Säuger  an bis zu 100 Fundorten vorhanden, die Entwicklung ihre Habitate und Areale ist stabil, die Habitatverfügbarkeit gleich bleibend,die Habitatentwicklung schwach negativ. Beeinflussung durch den Menschen scheint nicht gegeben. durch die zunehmende Verschlechterung der Habitatsituation ist eine Abnahme der Zuwanderung in nächster Zeit zu erwarten.  Die  Verantwortlichkeit hinsichtlich ihres Schutzes ist die Verantwortlichkeit als "stark" eingestuft.  . Birkenmäuse sind EU-weit durch verschiedene Verordnungen und Richtlinien geschützt.  In Salzburg ist sie zusätzlich per Verordnung  landesweit geschützt.

Literatur




Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Washingtoner Artenschutzabkommen

Berner Konvention

Bonner Konvention

Biodiversität in Österreich

Biogeographische Regionen

Umweltbundesamt

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Rückfragen: Mag. Michael Hubka