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Apollo

 Apollofalter  Bildquelle: www.lepidoptera.ch

Apollos sind Tagfalter und besitzen eine Spannweite von 65-75mm und milchigweiße Flügel; sie gehören zu den Ritterfaltern, die mit 12 Arten  in Europa  vertreten sind. u.a. der Schwalbenschwanz , der Segelfalter, der Osterluzeifalter  und der Apollo.

Apollos sind eine wärmeliebende Schmetterlingsart des Offenlandes; sie kommen in den meisten größeren Gebirgsregionen vor, und sind von Spanien bis Südskandinavien, bis hin zum Balkan, Griechenland einschließlich des Peloponnes'  verbreitet. Sie können in ihrem Verbreitungsgebiet in mehren, lokalen und regionalen Größen-, Farb- und Zeichnungsvariationen vorkommen.  Das Männchen besitzt normalerweise keinen roten, sogenannten Postdiskalfleck auf dem Vorderflügel. Die Antennen (Fühler) der Tiere sind hellgrau, die keuligen Antennenspitzen dagegen dunkelgrau.

Man findet den Apollo in Höhen von 500-2500m; typische Lebensräume sind gut entwässernde, steil abfallende Felshänge, Kalkplateaus mit Spalten und Höhlungen oder andern flachen, steinigen Oberflächen. Sie kommen punktuell in den Hohen Tauern vor. Hauptfutterpflanze diesers Falters ist die Fetthenne, die bevorzugt auf felsigen Stellen wächst. Als typische Lebensräume werden gerne solche mit tiefergründigen Böden angenommen, auf denen nektarspendende Blumen wie Flockenblumen und Disteln gedeihen können.

 Seine Eier legt der Apollofalter auf verholzte Stängel, Blätter, oder auch an die Blätter in der Nähe der Futterpflanze ab. Die Raupe des Apollofalters ist samtschwarz mit rötlichen oder gelben Flecken beidseits. Sie frisst nur in praller Sonne an Blättern des weißen Mauerpfeffers oder der Purpur-Fetthenne.

Die Raupe überwintert vollständig entwickelt in der Eihülle; dieser Ruhezustand kann 2 Winter lang dauern. Die Verpuppung findet in einer kokonartigen Hülle  unter Steinen oder Moos statt. Die Form der Puppe wirkt gedrungen, die Farbe ist bläulich schimmernd bis bräunlich; dadurch ist sie sehr gut getarnt.

Der Apollofalter fliegt als Schmetterling in einer Generation von Mai/Juni bis September. Die Männchen schweben im Brutgebiet an Berghängen, die Weibchen findet man dagegen in Bodennähe.

Apollofalter sind gefährdet durch Lebensraumverlust; Verbuschung und Verwaldung ihrer ehemals agrarisch genutzten Lebensräume. Übernutzung durch oftmalige Mahd entzieht ihnen die Lebensgrundlage und ist die Hauptursache für deren Rückgang in Mitteleuropa.

Apollos sind streng geschützt ! Bei uns sind sie im gesamten Bundesland durch die Bestimmungen der Fauna - Flora Habitat Richtlinie  (FFH), Anh. IV landesweit geschützt. Apollofalter unterliegen überdies dem Washingtoner Artenschutzabkommen. Zur Erhaltung des Apollofalters ist nach Auffassung von Zulka et al.(2005) erhöhter Schutzbedarf und Forschungsbedarf gegeben.

Literatur




Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Washingtoner Artenschutzabkommen

Biodiversität in Österreich

Umweltbundesamt

Blumenwiesen als Lebensraum für Insekten

Insektenlebensraum Wald


Rückfragen: Mag. Michael Hubka