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Östliche Moosjungfer

Diese Libelle ist eine kleine Segellibelle

Systematisch rechnet man die Östliche Moosjungfern zur Familie der Segellibellen. Die östliche Moosjungfer ist eine kleine Libellenart; Diese Art trägt außen am Flügel ein kleines Flügelmal und besitzt darüber hinaus einen kaum verbreiterten Hinterflügel. Die Stirn dieser Libellenart ist dunkel. Eine Verwechslungsmöglichkeit ist mit  der Zierlichen Moosjungfer gegeben.

Sie lebt an Gewässern

Die Östliche Moosjungfer gilt nach RAAB et al. (2006) als Charakterart mesotropher Verlandungsgewässern, dystropher Waldseen und Moorweihern mit einer breiten Verlandungszone . Eine Koexistenz dieser Libellenart mit Fischen ist unmöglich, da die Fische die Larven dieser Art fressen. Die Flugzeit dieser Libellenart ist von Mai bis Juli.  Sie jagt in Gewässernähe.


Über die Fortpflanzung der Östlichen Moosjungfer ist wenig bekannt


Während der 10 - 12 min. dauernden Paarung sitzt das Paar am Boden, auf bodennaher Vegetation oder auf Bäumen.  Das Weibchen legt ihre Eier alleine über der freien Wasseroberfläche heller Seen fliegend ab (RAAB et al. 2006) ab. die Larven sind durch Fischfraß gefährdet, daher ist eine Koexistenz dieser Libellenart mit Fischen unmöglich. Die Entwicklung dieser Libellenart dauert  möglicherweise zwei Jahre. Der Schlupfprozeß dauert mehrere Stunden.


Es gibt in Österreich wenige Vorkommen dieser Art


Ein Verbreitungsschwerpunkt liegt im östlichen Teil Europas. Nachweise aus Österreich sind aus Oberösterreich (alte Nachweise), Kärnten und Tirol bekannt. Das wichtigste Vorkommen liegrt aktuell in Kärnten an einem Badesee in Görtschach.  Wegen der Seltenheit dieser Libellenart sind die Biotopansprüche und die Entwicklung nicht völlig erforscht. Die Larven überwintern angeblich zweimal.


Östliche Moosjungfern werden in der Roten Liste gefährdeter Tierarten Österreichs als "vom Aussterben bedroht"  klassifiziert


Die Östliche Moosjungfer gehört in ganz Mitteleuropa zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. Sie besiedelt einen schon durch Freizeitnutzung gefährdeten Lebensraumtyp. Dadurch kommt es zu Zerstörung der wichtigen Unterwasservegetation. Sie ist in der gesamten Europäischen Union EU-rechtlich geschützt.

Literatur




Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Washingtoner Artenschutzabkommen

Biodiversität in Österreich

Umweltbundesamt

Blumenwiesen als Lebensraum für Insekten

Insektenlebensraum Wald


Rückfragen: Mag. Michael Hubka